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Deine Werkzeuge
Sieben konkrete Wege, mitzubestimmen und Politik in die Verantwortung zu nehmen — geordnet nach Aufwand.
Wählen gehen
Die Basis jeder Demokratie. Jede Wahl — Kommune, Land, Bund, Europa — verteilt Macht neu. Wer nicht wählt, überlässt die Entscheidung anderen.
Nächste Wahltermine →Position beziehen & überzeugen
Finde heraus, wo du stehst, und sprich mit anderen darüber. Eine fundierte Meinung, weitergegeben, ist der Anfang jeder Veränderung.
Positionen vergleichen →Petition mitzeichnen oder starten
Das stärkste niedrigschwellige Druckmittel: Ab 30.000 Mitzeichnungen muss der Petitionsausschuss des Bundestags öffentlich beraten — und du darfst dein Anliegen persönlich vortragen.
So funktioniert eine Petition →Abgeordnete direkt ansprechen
Die Menschen, die dich im Parlament vertreten, sind erreichbar. Schreib ihnen — öffentlich z. B. über abgeordnetenwatch.de — und mach deine Erwartung sichtbar.
Deine Abgeordneten finden →Abgeordnete öffentlich fragen
Stell deinen Abgeordneten öffentlich eine Frage — die Antwort (oder ihr Ausbleiben) ist für alle sichtbar. Wir zeigen, welche Fraktionen wie zuverlässig antworten.
Zur Fragen-Übersicht →Auskunft von Behörden verlangen
Das Informationsfreiheitsgesetz gibt dir ein Recht auf amtliche Dokumente. Über FragDenStaat stellst du eine Anfrage — wir zeigen laufende und beantwortete Anfragen.
IFG-Anfragen ansehen →Demonstration anmelden & organisieren
Die Versammlungsfreiheit (Art. 8 GG) ist ein Grundrecht. Eine Demo unter freiem Himmel meldest du in der Regel 48 Stunden vorher bei der Versammlungsbehörde (Ordnungsamt/Polizei) deiner Stadt an; ein Verbot ist nur bei konkreter Gefahr zulässig. Spontane Versammlungen sind auch ohne Anmeldung erlaubt.
Demo anmelden: Checkliste & Fristen →Bürgerinitiative & Bürgerbegehren starten
Mehrere Menschen, ein gemeinsames Anliegen: Eine Bürgerinitiative ist formlos gegründet. Auf kommunaler Ebene kann ein Bürgerbegehren einen Bürgerentscheid erzwingen — die nötige Unterschriftenzahl (Quorum) regelt die Gemeindeordnung deines Landes.
Hintergrund bei der bpb ↗Mitglied werden oder kandidieren
Von innen gestalten: In eine Partei eintreten, in einer Wählergruppe mitarbeiten — oder selbst für ein Mandat antreten. Der Weg ist offener, als viele denken (siehe unten).
Parteien im Überblick →So entsteht politischer Druck
Einzelne Aktionen verpuffen leicht — gemeinsam und drangeblieben wirken sie. Vier Hebel, die sich gegenseitig verstärken:
Sichtbarkeit schaffen
Viele sichtbare Stimmen wirken: eine Petition mit Mitzeichnern, eine angemeldete Demonstration, Leserbriefe und lokale Presse. Je öffentlicher ein Anliegen, desto schwerer ist es zu übergehen.
Direkt ansprechen
Wende dich mit einer konkreten Forderung an die Abgeordneten deines Wahlkreises — öffentlich nachvollziehbar, etwa über abgeordnetenwatch.de. Konkrete Fragen verlangen konkrete Antworten.
Dranbleiben
Einmal reicht selten. Nachfragen, an Zusagen erinnern, Termine und Abstimmungen verfolgen. Beharrlichkeit erzeugt mehr Druck als eine einzelne Aktion.
Bündnisse schließen
Schließ dich mit Initiativen, Vereinen oder Verbänden zusammen, die dasselbe Ziel haben. Gemeinsam habt ihr mehr Reichweite, Wissen und Ausdauer.
Am wirksamsten gemeinsam: die Petition
Eine einzelne Stimme wird überhört — 30.000 nicht. Erreicht eine öffentliche Petition das Quorum, muss der Bundestag sie öffentlich beraten. So wird aus einem Anliegen ein Termin im Parlament.
Wie wird man Politiker?
Der Weg in ein Mandat ist offener, als viele denken — auf vier Ebenen.
Kommunal
Stadt- oder Gemeinderat, Kreistag — der direkteste Einstieg, oft auch parteilos über Wählergruppen.
Land
Landtag: über eine Partei, Listenplatz oder Direktmandat im Landtagswahlkreis.
Bund
Bundestag: Erst- oder Zweitstimme — Direktmandat im Wahlkreis oder Platz auf der Landesliste.
Europa
Europäisches Parlament: über die Liste einer Partei zur Europawahl (eine Stimme, ohne 5-%-Hürde).
Begleitung
Du überlegst zu kandidieren oder politisch Verantwortung zu übernehmen?
Systemische Politikberatung begleitet Menschen und Organisationen auf dem Weg in politische Ämter und Prozesse — mit Orientierung, Reflexion und Strategie.
Grundlagen: Grundgesetz Art. 38 (Wahlrecht) und Art. 8 (Versammlungsfreiheit), Bundeswahlgesetz, Landes- und Kommunalwahlgesetze. Wähl- und Aufstellungsverfahren unterscheiden sich je Partei und Ebene. Direkt zum amtlichen Wortlaut: Art. 38 (Wählen), Art. 8 (Versammeln), Art. 17 (Petition), Art. 21 (Parteien) — oder alle Grundrechte.
Siehe auch
Schritt für Schritt zur angemeldeten Demo — Checkliste, Ablauf, 48-Stunden-Frist und die zuständige Behörde je Bundesland.
PLZ eingeben → dein Wahlkreis, die stärkste Erststimmen-Kraft und der Weg zu deinen Abgeordneten.
Wie eine Petition an den Bundestag funktioniert — Art. 17 GG, Quorum 30.000, Ablauf Schritt für Schritt.
Bürger-Fragen an MdB und ihre Antworten (abgeordnetenwatch.de) — neueste zuerst, mit Status und Thema.