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🎯 Umfrageinstitute

Institute & Güte

Aktuelle Werte aller Institute im Vergleich — und wie genau sie vor vergangenen Wahlen lagen. Verschiedene Methoden und Auftraggeber; Werte cross-verifiziert (dawum.de ↔ wahlrecht.de). Momentaufnahmen, keine Prognose.
Kleinere Ø-Abweichung im Ranking = näher am amtlichen Ergebnis.

Wie die Institute den Trend sehen

Die Bundestags-Sonntagsfrage je Institut über die Zeit — Partei wählen, dann zeigt jede Linie, wie ein Haus diese Partei über die Quartale eingeschätzt hat. Wo die Linien auseinanderlaufen, sehen die Institute dieselbe Lage unterschiedlich; wo sie zusammenlaufen, sind sie sich einig. dawum erfasst die Werte durchgehend ab 2017.

05101520253035404520132014201520162017201820192020202120222023202420252026

Quartalsmittel der veröffentlichten Bundestags-Sonntagsfrage je Institut. Lücken bedeuten: kein veröffentlichter Wert in dem Quartal (nicht interpoliert). Tipp: Auf ein Institut in der Legende tippen, um nur seine Linie hervorzuheben. Quelle: dawum.de (ab 2017, ODbL); 2013–2016 aus Wikipedia (CC BY-SA 4.0, je Umfrage wahlrecht.de) · Stand 28.08.2026.

Aktuelle Werte

Aktuelle Werte aller Institute

Jüngste Bundestags-Sonntagsfrage je Institut. Quellen: dawum.de und wahlrecht.de (soweit bei beiden gelistet, cross-verifiziert).

10 Institute
InstitutStandCDU/CSUAfDSPDGrüneLinkeFDPBSWSonstige
Verianim Auftrag von FOCUS28.08.2026
20,0
28,0
13,0
16,0
12,0
4,0
2,0
5,00
Forsaim Auftrag von RTL / n-tv25.08.2026
21,0
28,0
12,0
16,0
12,0
4,0
7,0
INSAim Auftrag von BILD25.08.2026
20,5
29,0
12,0
13,5
11,0
4,5
3,0
6,5
Allensbachim Auftrag von Frankfurter Allgemeine Zeitung21.08.2026
22,5
27,5
13,0
13,0
11,0
6,0
7,0
pollytixEigenerhebung21.08.2026
20,0
28,0
15,0
13,0
11,0
5,00
4,0
4,0
Forschungsgruppe Wahlenim Auftrag von ZDF-Politbarometer20.08.2026
22,0
27,0
12,0
14,0
12,0
4,0
9,0
YouGovEigenerhebung18.08.2026
20,0
28,0
12,0
15,0
12,0
5,00
3,0
5,00
IpsosEigenerhebung06.08.2026
21,0
28,0
12,0
15,0
13,0
5,00
3,0
3,0
Infratest dimapim Auftrag von ARD-Tagesthemen06.08.2026
21,0
28,0
12,0
15,0
11,0
4,0
9,0
GMSEigenerhebung20.07.2026
23,0
28,0
11,0
13,0
10,0
5,00
2,0
8,0

Werte in Prozent. Verschiedene Institute, Methoden und Auftraggeber — Momentaufnahmen, keine Prognose. Quellen: dawum.de und wahlrecht.de (soweit bei beiden gelistet, cross-verifiziert) · Stand 28.08.2026.

In den Sonntagsfrage-Grafiken (Bund und Land) kürzen wir Institutsnamen ab: Id = Infratest dimap · FGW = Forschungsgruppe Wahlen · AB = Allensbach · IWP = Institut Wahlkreisprognose · TRH = Trend Research Hamburg. Alle Kürzel im Abkürzungsverzeichnis.

Warum bei jeder Umfrage steht, wer sie beauftragt hat

Meinungsforschung kostet Geld, und fast jede veröffentlichte Umfrage entsteht im Auftrag eines Dritten — meist eines Mediums. Wir nennen diesen Auftraggeber überall dort, wo Institut und Datum stehen, sofern die Quelle ihn führt. dawum.de tut das bei jeder Erhebung (geprüft am 22.08.2026: 3.910 von 3.910); die Übersichtstabelle von wahlrecht.de führt ihn nicht — dort bleibt die Angabe leer, statt ergänzt zu werden. Nennt die Quelle das Institut selbst als Auftraggeber, steht dort „Eigenerhebung“; das trifft auf 13,7 % der Erhebungen zu.

Was daraus folgt und was nicht: Ein Auftraggeber bestimmt, dass und wann gefragt wird, und oft auch, welche Frage gestellt wird. Auf die Antworten der Befragten hat er keinen Zugriff — die Institute arbeiten nach den Standards ihrer Berufsverbände, und dieselben Häuser liefern für sehr unterschiedliche Auftraggeber. Die Angabe ist deshalb keine Bewertung der Zahl und kein Hinweis auf einen Fehler, sondern eine Herkunftsangabe wie Institut, Fallzahl und Erhebungszeitraum: Sie gehört zur Umfrage, und der Leser soll sie nicht erst suchen müssen. Wie gut die einzelnen Häuser in der Vergangenheit gelegen haben, steht im Tab „Genauigkeit“ — gemessen am amtlichen Wahlergebnis, nicht am Auftraggeber.

Häufige Fragen zu Umfrageinstituten

Wie entsteht eine Sonntagsfrage?

Ein Institut befragt eine nach Alter, Geschlecht, Region und weiteren Merkmalen gewichtete Stichprobe — meist rund 1.000 bis 2.500 Personen — und rechnet die Antworten auf die Wahlbevölkerung hoch. Erhebungsmethode (Telefon, online oder gemischt), Fallzahl und Auftraggeber unterscheiden sich je Haus; die Details je Institut stehen oben im Reiter „Institute im Porträt“. Eine Sonntagsfrage ist eine Momentaufnahme der aktuellen Stimmung — keine Vorhersage des Wahlergebnisses.

Wie messen wir, welches Institut am genauesten ist?

Wir vergleichen die jeweils letzte Umfrage eines Instituts vor einer Wahl mit dem amtlichen Endergebnis und bilden die mittlere Abweichung über alle Parteien in Prozentpunkten — kleiner heißt näher dran. Ausgewertet werden Bundestags-, Landtags- und Europawahlen (aktuell rund 95). Zusätzlich zeigen wir den Wahlkampf-Schnitt über die letzten Umfragen und weitere Blickwinkel wie „stärkste Kraft richtig getroffen“. Alles im Reiter „Genauigkeit“; jede Zahl ist aus dawum.de und amtlichen Ergebnissen nachrechenbar.

Gibt es „das beste“ Institut?

Nein — es kommt auf das Maß an. Ein Institut kann beim Durchschnittsfehler vorn liegen und trotzdem häufiger die Mehrheitsverhältnisse falsch anzeigen; ein anderes trifft die stärkste Kraft zuverlässig, streut aber stärker. Deshalb zeigen wir mehrere Kennzahlen nebeneinander statt einer einzigen Rangliste. Institute mit wenigen ausgewerteten Wahlen sollte man ohnehin nicht gegen solche mit vielen stellen.

Warum zeigen die Institute unterschiedliche Werte?

Weil sich Methode, Fragestellung, Gewichtung und der Umgang mit Unentschlossenen unterscheiden. Dazu kommt statistische Unschärfe: Schon die Stichprobengröße bringt bei üblichen Fallzahlen eine Schwankungsbreite von etwa ein bis drei Prozentpunkten je Partei. Unterschiede in dieser Größenordnung sind normal und kein Zeichen für einen Fehler. Wo möglich, führen wir nur Werte, die bei dawum.de und wahlrecht.de übereinstimmend gelistet sind (cross-verifiziert).

Was bedeutet der „House-Effect“?

Als House-Effect bezeichnet man die Tendenz eines Instituts, eine Partei im Mittel etwas höher oder niedriger auszuweisen als das spätere amtliche Ergebnis. Wir zeigen das im Reiter „Genauigkeit“ als Abweichungsbalken je Partei. Kleine Ausschläge sind normal; aussagekräftig sind erst wiederkehrende Muster über viele Wahlen — und auch die sind eine Beschreibung, keine Wertung.

Ist die Sonntagsfrage eine Wahlprognose?

Nein. Die Sonntagsfrage misst, wie die Befragten heute wählen würden — nicht, wie die Wahl ausgeht. Ein erheblicher Teil entscheidet sich erst in den letzten Tagen, und Wahlbeteiligung, Wahlkampf und Ereignisse verändern das Bild bis zum Wahltag. Genau deshalb misst unser Genauigkeits-Ranking auch nur, wie nah die letzte Umfrage am Ergebnis lag — nicht, ob ein Institut die Zukunft „vorhergesagt“ hat.

Zahlen gesehen — jetzt handeln

Umfragen sind Momentaufnahmen, keine Entscheidung. Prüfe deine eigene Position und bring sie bei denen ein, die dich vertreten.

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