🎯 Umfrageinstitute
Institute & Güte
Wie die Institute den Trend sehen
Die Bundestags-Sonntagsfrage je Institut über die Zeit — Partei wählen, dann zeigt jede Linie, wie ein Haus diese Partei über die Quartale eingeschätzt hat. Wo die Linien auseinanderlaufen, sehen die Institute dieselbe Lage unterschiedlich; wo sie zusammenlaufen, sind sie sich einig. dawum erfasst die Werte durchgehend ab 2017.
Quartalsmittel der veröffentlichten Bundestags-Sonntagsfrage je Institut. Lücken bedeuten: kein veröffentlichter Wert in dem Quartal (nicht interpoliert). Tipp: Auf ein Institut in der Legende tippen, um nur seine Linie hervorzuheben. Quelle: dawum.de (ab 2017, ODbL); 2013–2016 aus Wikipedia (CC BY-SA 4.0, je Umfrage wahlrecht.de) · Stand 28.08.2026.
Aktuelle Werte
Aktuelle Werte aller Institute
Jüngste Bundestags-Sonntagsfrage je Institut. Quellen: dawum.de und wahlrecht.de (soweit bei beiden gelistet, cross-verifiziert).
| Institut | Stand | CDU/CSU | AfD | SPD | Grüne | Linke | FDP | BSW | Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verianim Auftrag von FOCUS | 28.08.2026 | 20,0 | 28,0 | 13,0 | 16,0 | 12,0 | 4,0 | 2,0 | 5,00 |
| Forsaim Auftrag von RTL / n-tv | 25.08.2026 | 21,0 | 28,0 | 12,0 | 16,0 | 12,0 | 4,0 | – | 7,0 |
| INSAim Auftrag von BILD | 25.08.2026 | 20,5 | 29,0 | 12,0 | 13,5 | 11,0 | 4,5 | 3,0 | 6,5 |
| Allensbachim Auftrag von Frankfurter Allgemeine Zeitung | 21.08.2026 | 22,5 | 27,5 | 13,0 | 13,0 | 11,0 | 6,0 | – | 7,0 |
| pollytixEigenerhebung | 21.08.2026 | 20,0 | 28,0 | 15,0 | 13,0 | 11,0 | 5,00 | 4,0 | 4,0 |
| Forschungsgruppe Wahlenim Auftrag von ZDF-Politbarometer | 20.08.2026 | 22,0 | 27,0 | 12,0 | 14,0 | 12,0 | 4,0 | – | 9,0 |
| YouGovEigenerhebung | 18.08.2026 | 20,0 | 28,0 | 12,0 | 15,0 | 12,0 | 5,00 | 3,0 | 5,00 |
| IpsosEigenerhebung | 06.08.2026 | 21,0 | 28,0 | 12,0 | 15,0 | 13,0 | 5,00 | 3,0 | 3,0 |
| Infratest dimapim Auftrag von ARD-Tagesthemen | 06.08.2026 | 21,0 | 28,0 | 12,0 | 15,0 | 11,0 | 4,0 | – | 9,0 |
| GMSEigenerhebung | 20.07.2026 | 23,0 | 28,0 | 11,0 | 13,0 | 10,0 | 5,00 | 2,0 | 8,0 |
Werte in Prozent. Verschiedene Institute, Methoden und Auftraggeber — Momentaufnahmen, keine Prognose. Quellen: dawum.de und wahlrecht.de (soweit bei beiden gelistet, cross-verifiziert) · Stand 28.08.2026.
In den Sonntagsfrage-Grafiken (Bund und Land) kürzen wir Institutsnamen ab: Id = Infratest dimap · FGW = Forschungsgruppe Wahlen · AB = Allensbach · IWP = Institut Wahlkreisprognose · TRH = Trend Research Hamburg. Alle Kürzel im Abkürzungsverzeichnis.
Warum bei jeder Umfrage steht, wer sie beauftragt hat
Meinungsforschung kostet Geld, und fast jede veröffentlichte Umfrage entsteht im Auftrag eines Dritten — meist eines Mediums. Wir nennen diesen Auftraggeber überall dort, wo Institut und Datum stehen, sofern die Quelle ihn führt. dawum.de tut das bei jeder Erhebung (geprüft am 22.08.2026: 3.910 von 3.910); die Übersichtstabelle von wahlrecht.de führt ihn nicht — dort bleibt die Angabe leer, statt ergänzt zu werden. Nennt die Quelle das Institut selbst als Auftraggeber, steht dort „Eigenerhebung“; das trifft auf 13,7 % der Erhebungen zu.
Was daraus folgt und was nicht: Ein Auftraggeber bestimmt, dass und wann gefragt wird, und oft auch, welche Frage gestellt wird. Auf die Antworten der Befragten hat er keinen Zugriff — die Institute arbeiten nach den Standards ihrer Berufsverbände, und dieselben Häuser liefern für sehr unterschiedliche Auftraggeber. Die Angabe ist deshalb keine Bewertung der Zahl und kein Hinweis auf einen Fehler, sondern eine Herkunftsangabe wie Institut, Fallzahl und Erhebungszeitraum: Sie gehört zur Umfrage, und der Leser soll sie nicht erst suchen müssen. Wie gut die einzelnen Häuser in der Vergangenheit gelegen haben, steht im Tab „Genauigkeit“ — gemessen am amtlichen Wahlergebnis, nicht am Auftraggeber.
Wer lag am nächsten am Ergebnis?
Ausgewertet über 95 Wahlen seit 1998 — Bundestags-, Landtags- und Europawahlen. Welches Maß taugt wofür? Die letzte Umfrage ist der Wert, an dem sich die Institute öffentlich messen lassen. Der Wahlkampf-Schnitt zeigt, wer über Wochen hinweg nah dran lag statt nur am Schluss. Die weiteren Blickwinkel beantworten die Fragen, die im Durchschnitt untergehen — vor allem, ob die Mehrheitsverhältnisse stimmten. Die Reihenfolgen unterscheiden sich je nach Maß deutlich; genau das ist die Information, nicht ein Widerspruch.
Zur Vergleichbarkeit: Der Fehlerwert rechnet über alle Parteien, die im amtlichen Ergebnis und in der Umfrage vorkommen. Bei älteren Landtagswahlen sind das mehr Parteien als heute — die Erhebung führt dort auch PIRATEN, NPD oder die Schill-Partei, die in aktuellen Sonntagsfragen nicht mehr auftauchen. Ein Vergleich über Jahrzehnte ist dadurch gröber; dafür lässt sich jeder Wert aus den daneben stehenden Zahlen nachrechnen. Institute mit weniger als fünf ausgewerteten Wahlen sollte man ohnehin nicht gegen solche mit über neunzig stellen.
Letzte Umfrage
Ø-Abweichung je Institut vom amtlichen Wahlergebnis — kleinere Abweichung = näher dran. Gemessen an der letzten Umfrage vor dem Wahltag.
- —IpsosØ 1,09 Pp4 Wahlen2 Bund · 2 EUbeste 0,7
- 1Institut WahlkreisprognoseØ 1,15 Pp16 Wahlen2 Bund · 1 EU · 13 Land5× am bestenbeste 0,3
- 2AllensbachØ 1,16 Pp8 Wahlen8 Bund2× am bestenbeste 0,6
- —AMR DüsseldorfØ 1,22 Pp2 Wahlen2 Land1× am bestenbeste 0,5
- —PsephosØ 1,27 Pp4 Wahlen4 Land1× am bestenbeste 0,4
- 3Forschungsgruppe WahlenØ 1,41 Pp93 Wahlen8 Bund · 2 EU · 83 Land35× am bestenbeste 0,4
- 4Infratest dimapØ 1,51 Pp95 Wahlen8 Bund · 2 EU · 85 Land28× am bestenbeste 0,6
- 5GMSØ 1,53 Pp18 Wahlen6 Bund · 12 Landbeste 0,8
- 6INSAØ 1,62 Pp40 Wahlen4 Bund · 2 EU · 34 Land2× am bestenbeste 0,6
- 7CiveyØ 1,66 Pp21 Wahlen3 Bund · 1 EU · 17 Land3× am bestenbeste 0,5
- 8YouGovØ 1,70 Pp10 Wahlen3 Bund · 7 Land2× am bestenbeste 0,6
- 9ForsaØ 1,74 Pp51 Wahlen7 Bund · 44 Land12× am bestenbeste 0,3
- —INFO GmbHØ 1,75 Pp3 Wahlen3 Land1× am bestenbeste 0,8
- 10VerianØ 1,76 Pp35 Wahlen8 Bund · 27 Land3× am bestenbeste 0,6
- —Trend Research HamburgØ 2,03 Pp4 Wahlen2 Bund · 2 Landbeste 1,1
- —uniQmaØ 2,11 Pp2 Wahlen2 Landbeste 1,3
- —IM FieldØ 2,44 Pp2 Wahlen2 Landbeste 2,1
- 11IfM LeipzigØ 2,58 Pp5 Wahlen5 Landbeste 1,6
- —Universität HamburgØ 3,00 Pp2 Wahlen2 Landbeste 2,9
- —Customer Research 42Ø 3,14 Pp2 Wahlen2 Landbeste 2,3
Zur Platzziffer: Gereiht werden nur Institute mit mindestens 5 ausgewerteten Wahlen. Bei 9 Instituten ist die Datenlage dünner — der gemessene Wert steht dort weiter daneben, die Platzziffer entfällt („—“). Eine kleine Stichprobe trifft leichter zufällig einen guten Schnitt; ein Rang daraus wäre nicht belastbar.
≤ 1,5 Pp≤ 2,5 Pp> 2,5 Pp·kürzerer Balken = näher am amtlichen Ergebnis
Quelle: dawum.de (Umfragen, ODbL) · Vorwahl-Umfragen vor 2017: wahlrecht.de-Archiv (Original: jeweiliges Institut) · amtliche Ergebnisse: Bundeswahlleiterin / Landeswahlleitungen · Stand 28.08.2026
Wozu wir diese Zahlen nutzen
Seit dem 21.07.2026 gewichtet der Umfrage-Schnitt die Institute nach genau dieser Treffsicherheit, statt alle gleich zu zählen. Damit ein Institut mit wenigen zufällig guten Wahlen nicht künstlich nach oben rutscht, wird jeder Wert zum Gesamtmittel hin geschrumpft — je dünner die Datenlage, desto stärker. Die Gewichte bleiben in enger Spanne (rund 0,9× bis 1,15×); an ruhigen Tagen, an denen die Häuser dicht beieinander liegen, verschiebt das den Schnitt um deutlich unter einem Zehntel Prozentpunkt. Spürbar wird es erst, wenn ein Institut mit schwacher Bilanz stark abweicht — dann dämpft die Gewichtung den Ausreißer. Jede Einzelumfrage bleibt unverändert sichtbar; gewichtet wird ausschließlich der Schnitt, und zwar für alle Parteien einer Umfrage gleich.
Oben zählt die letzte Umfrage vor der Wahl. Hier der Ø-Fehler über die letzten bis zu 5 Umfragen im Fenster von 90 Tagen — ausgewiesen nur, wo mindestens 3 Umfragen vorlagen. Bei Landtagswahlen wird deutlich seltener erhoben als vor Bundestagswahlen; deshalb steht bei manchen Instituten nur eine Handvoll Wahlen dahinter.
- 1.Psephos1,31 Ppaus 6 Umfragen · 2 Wahlen
- 2.Ipsos1,73 Ppaus 9 Umfragen · 2 Wahlenletzte Umfrage 0,63 Pp näher
- 3.Forschungsgruppe Wahlen1,73 Ppaus 63 Umfragen · 17 Wahlenletzte Umfrage 0,32 Pp näher
- 4.Forsa1,84 Ppaus 82 Umfragen · 20 Wahlenletzte Umfrage 0,10 Pp näher
- 5.Verian1,84 Ppaus 59 Umfragen · 14 Wahlenletzte Umfrage 0,07 Pp näher
- 6.Institut Wahlkreisprognose1,91 Ppaus 57 Umfragen · 13 Wahlenletzte Umfrage 0,76 Pp näher
- 7.GMS1,94 Ppaus 26 Umfragen · 8 Wahlenletzte Umfrage 0,40 Pp näher
- 8.YouGov2,00 Ppaus 20 Umfragen · 4 Wahlenletzte Umfrage 0,30 Pp näher
- 9.Infratest dimap2,03 Ppaus 203 Umfragen · 55 Wahlenletzte Umfrage 0,52 Pp näher
- 10.Allensbach2,10 Ppaus 13 Umfragen · 3 Wahlenletzte Umfrage 0,95 Pp näher
- 11.Civey2,14 Ppaus 52 Umfragen · 13 Wahlenletzte Umfrage 0,48 Pp näher
- 12.INFO GmbH2,29 Ppaus 3 Umfragen · 1 Wahlletzte Umfrage 0,54 Pp näher
- 13.Trend Research Hamburg2,31 Ppaus 10 Umfragen · 3 Wahlenletzte Umfrage 0,28 Pp näher
- 14.IfM Leipzig2,31 Ppaus 5 Umfragen · 1 Wahlletzte Umfrage 0,27 Pp weiter weg
- 15.INSA2,36 Ppaus 83 Umfragen · 22 Wahlenletzte Umfrage 0,75 Pp näher
Auffällig im Bestand: Bei den meisten Instituten liegt die letzte Umfrage näher am amtlichen Ergebnis als ihr eigener Wahlkampf-Schnitt. Der Wert beschreibt das nur — über die Gründe (mehr Information kurz vor der Wahl, späte Wahlentscheidungen, methodische Anpassungen) sagt er nichts.
| Institut | Stärkste Kraft richtig | Ø-Fehler 3–7 % | Schwankung | Mehrheit falsch |
|---|---|---|---|---|
| Ipsos | 100 % (4/4) | 0,84 Pp (n=7) | 0,74 Pp | 1,4 % (2/148) |
| Institut Wahlkreisprognose | 100 % (16/16) | 0,73 Pp (n=14) | 1,79 Pp | 3,5 % (15/426) |
| Allensbach | 100 % (7/7) | 0,36 Pp (n=9) | 1,50 Pp | 5,9 % (13/221) |
| AMR Düsseldorf | n. b. | n. b. | 1,36 Pp | n. b. |
| Psephos | 100 % (4/4) | 0,57 Pp (n=6) | 1,75 Pp | 5,0 % (3/60) |
| Forschungsgruppe Wahlen | 97 % (89/92) | 0,72 Pp (n=121) | 3,16 Pp | 3,9 % (97/2495) |
| Infratest dimap | 91 % (86/94) | 0,81 Pp (n=126) | 2,85 Pp | 4,7 % (116/2468) |
| GMS | 94 % (17/18) | 0,67 Pp (n=21) | 2,12 Pp | 3,9 % (20/508) |
| INSA | 88 % (35/40) | 0,95 Pp (n=58) | 2,87 Pp | 5,1 % (69/1352) |
| Civey | 95 % (20/21) | 1,07 Pp (n=26) | 2,98 Pp | 5,8 % (43/738) |
| YouGov | 80 % (8/10) | 1,26 Pp (n=12) | 2,37 Pp | 5,4 % (17/314) |
| Forsa | 84 % (42/50) | 0,84 Pp (n=62) | 3,59 Pp | 5,5 % (70/1282) |
| INFO GmbH | 100 % (3/3) | n. b. | 1,38 Pp | 5,3 % (4/75) |
| Verian | 94 % (32/34) | 0,98 Pp (n=39) | 2,73 Pp | 6,1 % (49/809) |
| Trend Research Hamburg | 100 % (4/4) | 1,79 Pp (n=5) | 1,73 Pp | 6,8 % (10/148) |
| uniQma | n. b. | 0,63 Pp (n=5) | 1,65 Pp | n. b. |
| IM Field | n. b. | 1,14 Pp (n=4) | 0,58 Pp | n. b. |
| IfM Leipzig | 100 % (5/5) | 0,84 Pp (n=8) | 1,98 Pp | 4,0 % (4/101) |
| Universität Hamburg | n. b. | n. b. | 0,25 Pp | n. b. |
| Customer Research 42 | n. b. | n. b. | 1,59 Pp | n. b. |
- Stärkste Kraft richtig: Anteil der Wahlen, bei denen die Umfrage die stärkste Partei traf. Gewertet nur, wo das amtliche Ergebnis an der Spitze eindeutig war.
- Ø-Fehler 3–7 %: Abweichung nur bei Parteien, die amtlich zwischen 3 und 7 % landeten — dort entscheidet ein halber Punkt über den Einzug ins Parlament.
- Schwankung: schlechtester minus bester Wert über alle Wahlen. Klein heißt gleichmäßig, groß heißt: mal sehr nah dran, mal weit weg.
- Mehrheit falsch: Anteil der geprüften Partei-Kombinationen aus einer, zwei oder drei Parteien, bei denen die Umfrage eine Mehrheit anzeigte, die es amtlich nicht gab — oder umgekehrt. Das ist der Fehler mit den größten Folgen: Ein Institut kann bei jeder Partei nur knapp danebenliegen und trotzdem die Frage falsch beantworten, wer zusammen regieren könnte. Gerechnet mit 5-Prozent-Hürde (SSW in Schleswig-Holstein befreit). Die Grundmandatsklausel ist bewusst nicht modelliert — sie lässt sich aus Umfragewerten nicht ableiten, weil Umfragen keine Wahlkreisergebnisse liefern.
- „n. b.“ heißt: zu wenige Vergleiche für eine belastbare Zahl. Sie wird dann nicht geschätzt.
House-Effect: Wen ein Institut tendenziell über- oder unterschätzt
Mittlere Abweichung der jeweils letzten Umfrage vom amtlichen Endergebnis, in Prozentpunkten je Partei. Balken nach rechts (teal): Partei wurde überschätzt · nach links (amber): unterschätzt. Kleine Ausschläge sind normal — auffällig sind erst wiederkehrende Muster.
Ipsos 4 Wahlen
Institut Wahlkreisprognose 16 Wahlen
Allensbach 8 Wahlen
Psephos 4 Wahlen
Forschungsgruppe Wahlen 93 Wahlen
Infratest dimap 95 Wahlen
GMS 18 Wahlen
INSA 40 Wahlen
Civey 21 Wahlen
YouGov 10 Wahlen
Forsa 51 Wahlen
Verian 35 Wahlen
Trend Research Hamburg 4 Wahlen
IfM Leipzig 5 Wahlen
Positive Werte: Institut lag im Mittel über dem Endergebnis der Partei. Nur Parteien mit genug Messpunkten je Institut (biasMinN-Filter des täglichen Genauigkeits-Laufs).
Wer steht hinter den Instituten? Je Institut: Gründung, Rechtsform, Eigentümer, Finanzierung und Hauptauftraggeber, Methode und Fallzahl — jede Angabe mit Quelle (Stand 10.07.2026). Auftraggeber oder Methode sind dabei keine Qualitätsaussage — die Treffgenauigkeit steht im Tab „Genauigkeit“.
INSA
gegründet 2009 · Erfurt
INSA-CONSULERE ist ein 2009 von Hermann Binkert, zuvor Staatssekretär (CDU) in Thüringen, gegründetes inhabergeführtes Institut mit Sitz in Erfurt. Die wöchentliche Sonntagsfrage erscheint im Auftrag der BILD-Gruppe und wird online bzw. im Telefon-Online-Mix erhoben.
- Gegründet
- 2009
- Sitz
- Erfurt (INSA-Haus, Arndtstraße 1), Niederlassung Berlin
- Rechtsform
- GmbH (INSA-CONSULERE GmbH, HRB 506990, AG Jena)
- Wer steht dahinter
- Gegründet am 26.11.2009 von Hermann Binkert; Eigenangabe: unabhängiges, inhabergeführtes Institut; Geschäftsführer: Hermann Binkert. Binkert war bis 2009 Staatssekretär (CDU) in der Thüringer Staatskanzlei.
- Finanzierung
- Auftragsforschung für Kunden aus Politik, Wirtschaft und Medien sowie kostenpflichtige Abo-Produkte (Mein INSA Abo). Ein taz-Bericht (21.01.2016) dokumentierte auch Aufträge der AfD (u. a. strategische Umfragen) sowie eine Fachdebatte über die Online-Methodik; Binkert wies Einseitigkeit zurück.
- Hauptauftraggeber
- BILD / bild.de / BILD am Sonntag (INSA-Meinungstrend)
- Methode
- Online-Panel, teils Telefon-Online-Mix (TOM); ergänzend permanente Telefonbefragung INSA-Perpetua Demoscopia (Eigenangabe)
- Fallzahl
- ca. 1.000–3.000, typisch ca. 1.200–2.000
Quellen (Zugriff 10.07.2026): insa-consulere.de ↗ · insa-consulere.de ↗ · wahlrecht.de ↗ · taz.de ↗ · Offizielle Seite ↗
Forsa
gegründet 1984 · Berlin
forsa wurde 1984 von Manfred Güllner gegründet und arbeitet nach eigener Darstellung als konzernunabhängiges Institut mit Sitz in Berlin. Die Sonntagsfrage wird telefonisch mit typischerweise rund 2.500 Befragten erhoben und im RTL/ntv-Trendbarometer veröffentlicht.
- Gegründet
- 1984
- Sitz
- Berlin (Gutenbergstraße 2); Standorte auch in Frankfurt a. M., Dortmund, Hamburg
- Rechtsform
- GmbH (forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH, HRB 80391, AG Berlin-Charlottenburg)
- Wer steht dahinter
- 1984 von Manfred Güllner gegründet; Eigenangabe: konzernunabhängiges privates Institut. Geschäftsführung: Thorsten Thierhoff, Peter Matuschek, Stefanie Pursche; Beiratsvorsitzender: Manfred Güllner. Eine Gesellschafterliste ist auf der Website nicht publiziert. Güllner ist laut Cicero-Porträt seit 1964 SPD-Mitglied; dasselbe Porträt beschreibt das Verhältnis zwischen Güllner und der SPD als distanziert (kaum SPD-Aufträge).
- Finanzierung
- Auftragsforschung für Unternehmen, politische und staatliche Institutionen, Medien und Wissenschaft (Eigenangabe)
- Hauptauftraggeber
- RTL / ntv (Trendbarometer, seit 06.11.2017) · zuvor stern / RTL (stern-RTL-Wahltrend)
- Methode
- Telefonbefragung (CATI) zufällig ausgewählter Personen; daneben betreibt forsa das Online-Panel forsa.omninet (CATI/CAPI/CAWI im Portfolio)
- Fallzahl
- ca. 1.000–3.000, typisch ca. 2.500
- Mitarbeiter / Umsatz
- ca. 80 Mitarbeiter, darunter ca. 40 Wissenschaftler (Eigenangabe)
Quellen (Zugriff 10.07.2026): forsa.de ↗ · forsa.de ↗ · wahlrecht.de ↗ · cicero.de ↗ · Offizielle Seite ↗
Infratest dimap
gegründet 1996 · Berlin
Infratest dimap wurde 1996 als Gemeinschaftstochter von dimap und TNS Infratest gegründet und gehört heute vollständig zur Bonner dimap-Gruppe. Das Berliner Institut erhebt die Sonntagsfrage als zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung und ist seit 1996 fester Wahlforschungspartner der ARD.
- Gegründet
- 1996
- Sitz
- Berlin (Alt-Moabit 96a)
- Rechtsform
- GmbH (Infratest dimap Gesellschaft für Trend- und Wahlforschung mbH, HRB 35138, AG Berlin)
- Wer steht dahinter
- 1996 von dimap gemeinsam mit TNS Infratest als Tochterunternehmen gegründet; heute ist die dimap – das Institut für Markt- und Politikforschung GmbH (Bonn, Familienunternehmen) alleinige Gesellschafterin. Geschäftsführer: Roland Abold und Simon Schlinkert; Generalbevollmächtigter: Reinhard Schlinkert.
- Finanzierung
- Auftragsforschung; fester Partner der ARD bei Wahlberichterstattung seit 1996, weitere Auftraggeber sind ARD-Landesrundfunkanstalten, Universitäten, Stiftungen und öffentliche Einrichtungen (Eigenangabe)
- Hauptauftraggeber
- ARD (DeutschlandTrend) · ARD-Landesrundfunkanstalten (u. a. WDR, NDR, rbb)
- Methode
- Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung (Eigenangabe zur Sonntagsfrage)
- Fallzahl
- ca. 1.300 (z. B. 1.317 Befragte, Erhebung 29.06.–01.07.2026)
Quellen (Zugriff 10.07.2026): infratest-dimap.de ↗ · infratest-dimap.de ↗ · dimap.de ↗ · infratest-dimap.de ↗ · wahlrecht.de ↗ · Offizielle Seite ↗
Allensbach
gegründet 1947 · Allensbach am Bodensee
Das Institut für Demoskopie Allensbach wurde 1947 von Elisabeth Noelle-Neumann gegründet und gehört der Stiftung Demoskopie Allensbach; geleitet wird es von Renate Köcher. Als einziges der hier geführten Institute erhebt es die Sonntagsfrage persönlich-mündlich (Quotenverfahren), veröffentlicht in der FAZ.
- Gegründet
- 1947
- Sitz
- Allensbach am Bodensee (Radolfzeller Straße 8); Büro in Berlin
- Rechtsform
- GmbH (Gesellschaft zum Studium der öffentlichen Meinung mbH, HRB 380016, Registergericht Freiburg)
- Wer steht dahinter
- 1947 von Elisabeth Noelle-Neumann (1916–2010) gegründet; das Institut befindet sich im Besitz der Stiftung Demoskopie Allensbach. Geschäftsführerin: Renate Köcher.
- Finanzierung
- Auftragsforschung (Markt-, Medien-, Sozial- und politische Forschung); die monatliche politische Berichterstattung erscheint in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
- Hauptauftraggeber
- Frankfurter Allgemeine Zeitung (Sonntagsfrage/Monatsberichte)
- Methode
- Persönlich-mündliche Interviews (Face-to-face) mit Quotenauswahl; eigenes Interviewer-Netz
- Fallzahl
- ca. 1.000–1.550 (z. B. 1.047 Befragte, Erhebung 05.06.–17.06.2026); Erhebungszeitraum typisch 2–3 Wochen
- Mitarbeiter / Umsatz
- rund 90 festangestellte Mitarbeiter, dazu rund 1.200 Interviewer (Eigenangabe)
Quellen (Zugriff 10.07.2026): ifd-allensbach.de ↗ · ifd-allensbach.de ↗ · wahlrecht.de ↗ · Offizielle Seite ↗
Forschungsgruppe Wahlen
gegründet 1974 · Mannheim
Die Forschungsgruppe Wahlen e.V. wurde 1974 gegründet, hat ihren Sitz in Mannheim und finanziert sich nach Eigenangabe ausschließlich aus ZDF-Mitteln, für das sie seit 1977 das Politbarometer erhebt. Befragt wird seit 2024 im Telefon-SMS-Online-Mix mit rund 1.250 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten.
- Gegründet
- 1974
- Sitz
- Mannheim (N7, 13-15)
- Rechtsform
- Eingetragener Verein (Forschungsgruppe Wahlen e.V.); Tochtergesellschaft FGW Telefonfeld GmbH (HRB 6318, AG Mannheim)
- Wer steht dahinter
- Non-Profit-Verein, 1974 als Institut für Wahlanalysen und Gesellschaftsbeobachtung gegründet; Vorstand: Matthias Jung, Yvonne Schroth, Andrea Wolf. Geschäftsführerinnen der FGW Telefonfeld GmbH: Andrea Wolf, Sabrina Thomas.
- Finanzierung
- Nach Eigenangabe ausschließlich aus Mitteln des ZDF finanziert; Hauptaufgabe ist die wissenschaftliche Beratung und Betreuung der ZDF-Wahlsendungen
- Hauptauftraggeber
- ZDF (Politbarometer, seit 1977)
- Methode
- Telefonisch (Festnetz und Mobil, zweistufige Zufallsauswahl) kombiniert mit Online-Befragung via SMS-Einladung (T-SMS-Mix, seit Anfang 2024; zuvor rein telefonisch)
- Fallzahl
- ca. 1.250 (ca. 1.000 West + ca. 500 Ost, gewichtet); Erhebungszeitraum typisch 3 Tage
Quellen (Zugriff 10.07.2026): forschungsgruppe.de ↗ · forschungsgruppe.de ↗ · forschungsgruppe.de ↗ · wahlrecht.de ↗ · Offizielle Seite ↗
YouGov
gegründet 2000 · Köln
YouGov Deutschland mit Sitz in Köln ist Tochter der 2000 gegründeten, in London börsennotierten YouGov plc. Die deutsche Sonntagsfrage wird per Online-Panel mit typischerweise 1.500 bis 2.000 Befragten erhoben, überwiegend auf eigene Initiative des Instituts.
- Gegründet
- 2000
- Sitz
- Deutschland: Köln (Tunisstraße 19-23); Konzernsitz: London
- Rechtsform
- GmbH (YouGov Deutschland GmbH, HRB 87585, AG Köln); Muttergesellschaft YouGov plc, seit 2005 an der Londoner Börse (AIM) notiert
- Wer steht dahinter
- Tochter der britischen YouGov plc, 2000 von Stephan Shakespeare und Nadhim Zahawi gegründet, börsennotiert (AIM, London). Geschäftsführer der deutschen GmbH: Matthias Gross.
- Finanzierung
- Kommerzielle Markt- und Datenforschung weltweit; die deutschen Sonntagsfragen werden überwiegend auf eigene Initiative durchgeführt (2017–2019 zeitweise im Auftrag des RedaktionsNetzwerks Deutschland)
- Hauptauftraggeber
- überwiegend eigene Initiative · 2017–2019: RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)
- Methode
- Online-Panel (internetbasierte Befragung aus eigenem Befragten-Pool)
- Fallzahl
- ca. 1.500–2.000 (z. B. 1.793 Befragte, Erhebung 12.06.–15.06.2026)
- Mitarbeiter / Umsatz
- Konzern: über 3.000 Mitarbeiter weltweit und 32+ Mio. Panelisten (Eigenangabe, Stand 2024/2025)
Quellen (Zugriff 10.07.2026): yougov.com ↗ · corporate.yougov.com ↗ · wahlrecht.de ↗ · Offizielle Seite ↗
Verian
München
Verian ist das frühere Kantar Public, das 2022 an Trilantic Europe verkauft und im November 2023 umbenannt wurde; die deutsche Gesellschaft sitzt in München und steht in der Erhebungstradition der Emnid-/Kantar-Sonntagsfrage. Die Sonntagsfrage wird telefonisch mit typischerweise rund 1.400 bis 1.500 Befragten für den FOCUS erhoben.
- Gegründet
- nicht belegt
- Sitz
- Deutschland: München (Landsberger Straße 187), Niederlassung Berlin
- Rechtsform
- GmbH (Verian, Mantle Germany GmbH)
- Wer steht dahinter
- Hervorgegangen aus Kantar Public, das 2022 von der Kantar-Gruppe an den Finanzinvestor Trilantic Europe verkauft wurde; seit 09.11.2023 firmiert das Unternehmen als Verian. Die Sonntagsfrage-Reihe lief zuvor unter den Namen Emnid, TNS Emnid, Kantar Emnid und Kantar. Gründungsjahr der Vorgänger-Gesellschaft nicht belegt → bewusst offen.
- Finanzierung
- Auftragsforschung mit Schwerpunkt öffentlicher Sektor, Politik und Gesellschaft (Eigenangabe: Evidenz für Politik und Verwaltung)
- Hauptauftraggeber
- FOCUS (FOCUS-Sonntagsfrage, seit Mai 2021) · zuvor Bild am Sonntag (bis Mai 2021)
- Methode
- Telefonbefragung zufällig ausgewählter Personen
- Fallzahl
- ca. 1.200–3.600, typisch ca. 1.400–1.500; Erhebungszeitraum ca. eine Woche
- Mitarbeiter / Umsatz
- Deutschland: 70 festangestellte Mitarbeiter, 450 Face-to-face-Interviewer (Eigenangabe via ADM-Mitgliedsprofil)
Quellen (Zugriff 10.07.2026): wahlrecht.de ↗ · marktforschung.de ↗ · adm-ev.de ↗ · veriangroup.com ↗ · Offizielle Seite ↗
GMS
gegründet 1998 · Hamburg
Die GMS Dr. Jung GmbH ist ein 1998 gegründetes Markt- und Sozialforschungsinstitut mit Sitz in Hamburg. Die Sonntagsfrage wird telefonisch bzw. im Telefon-Online-Mix mit rund 1.000 Befragten erhoben; ein regelmäßiger öffentlicher Auftraggeber ist bei wahlrecht.de nicht ausgewiesen.
- Gegründet
- 1998
- Sitz
- Hamburg (Schippelsweg 63f)
- Rechtsform
- GmbH (GMS Dr. Jung GmbH, HRB 60319, AG Hamburg)
- Wer steht dahinter
- Geschäftsführerin: Iris Stolte; Gesellschafter sind im Impressum nicht ausgewiesen.
- Finanzierung
- Auftragsforschung (Markt- und Sozialforschung mit Fokus auf sozialstrukturelle und politische Fragestellungen); für die Bundes-Sonntagsfrage weist wahlrecht.de keinen Auftraggeber aus
- Hauptauftraggeber
- keiner öffentlich ausgewiesen
- Methode
- Telefonbefragung (CATI), teils Telefon-Online-Mix (TOM); telefonische Feldarbeit in Kooperation mit ARIS Umfrageforschung
- Fallzahl
- ca. 1.000 (z. B. 1.016–1.027 Befragte); Erhebungszeitraum typisch 4–6 Tage
Quellen (Zugriff 10.07.2026): gms-gmbh.com ↗ · gms-gmbh.com ↗ · wahlrecht.de ↗ · Offizielle Seite ↗
Ipsos
gegründet 1975 · Hamburg
Ipsos gehört zum 1975 in Frankreich gegründeten, börsennotierten Ipsos-Konzern mit weltweit rund 20.000 Mitarbeitern; die deutsche Ipsos GmbH sitzt in Hamburg. Die Sonntagsfrage erhebt das Institut auf eigene Initiative per Online-Panel bzw. Telefon-Online-Mix mit 1.000 bis 2.000 Befragten.
- Gegründet
- 1975
- Sitz
- Deutschland: Hamburg (Amerigo-Vespucci-Platz 1); weitere Standorte Berlin, Frankfurt, Nürnberg, München; Konzernsitz: Paris
- Rechtsform
- GmbH (Ipsos GmbH, Hamburg) als Teil der börsennotierten Ipsos S.A. (Société Anonyme, RCS Paris 304 555 634)
- Wer steht dahinter
- Teil des 1975 von Didier Truchot in Frankreich gegründeten Ipsos-Konzerns (Truchot ist Ehrenvorsitzender des Verwaltungsrats); Geschäftsführung Deutschland: Christoph Preuß.
- Finanzierung
- Kommerzielle Markt- und Meinungsforschung für rund 5.000 Kunden weltweit; die deutschen Sonntagsfragen werden auf eigene Initiative der Ipsos GmbH durchgeführt
- Hauptauftraggeber
- eigene Initiative (keine externen Auftraggeber der Sonntagsfrage ausgewiesen)
- Methode
- Online-Panel, teils Telefon-Online-Mix (TOM)
- Fallzahl
- ca. 1.000–2.000
- Mitarbeiter / Umsatz
- Konzern: ca. 20.000 Mitarbeiter in 90 Märkten (Eigenangabe); Deutschland: 200–1.000 Mitarbeiter (Verzeichnisangabe marktforschung.de)
Quellen (Zugriff 10.07.2026): ipsos.com ↗ · ipsos.com ↗ · marktforschung.de ↗ · wahlrecht.de ↗ · Offizielle Seite ↗
pollytix
gegründet 2012 · Berlin
pollytix strategic research wurde 2012 in Berlin gegründet und wird von den geschäftsführenden Gesellschaftern Rainer und Jana Faus geführt; zu den Kunden zählen laut Branchenprofil Parteien, Verbände und Unternehmen. Die eigene Bundestags-Sonntagsfrage wird online in eigenem Auftrag mit rund 2.000 Befragten erhoben, ergänzt um den täglichen pollytix-Wahltrend als gewichteten Umfragedurchschnitt.
- Gegründet
- 2012
- Sitz
- Berlin (Dolziger Straße 7)
- Rechtsform
- GmbH (pollytix strategic research gmbh, HRB 142658, AG Berlin-Charlottenburg)
- Wer steht dahinter
- Geschäftsführende Gesellschafter: Rainer Faus und Jana Faus (Gründer)
- Finanzierung
- Strategische Forschung und Beratung für Parteien, Verbände und Unternehmen (Verzeichnisangabe marktforschung.de); die Bundestags-Sonntagsfrage und der tägliche pollytix-Wahltrend werden in eigenem Auftrag als kostenloser Service publiziert
- Hauptauftraggeber
- Sonntagsfrage in eigenem Auftrag
- Methode
- Online-Befragung; daneben täglicher pollytix-Wahltrend als gewichtetes Mittel aller Bundestagswahlumfragen der letzten 20 Tage (Aggregation, keine Erhebung)
- Fallzahl
- ca. 2.000 (z. B. 2.040 Wahlberechtigte, Erhebung 11.–17.06.2026)
- Mitarbeiter / Umsatz
- 13 namentlich genannte Teammitglieder (Eigenangabe Team-Seite)
Quellen (Zugriff 10.07.2026): pollytix.de ↗ · marktforschung.de ↗ · dawum.de ↗ · pollytix.de ↗ · pollytix.de ↗ · Offizielle Seite ↗
Civey
gegründet 2015 · Berlin
Civey ist ein 2015 in Berlin gegründetes Online-Meinungsforschungsinstitut, das Umfragen auf Partner-Websites einbindet und die Ergebnisse laufend statistisch gewichtet. Die Methode ist etabliert, aber fachlich umstritten: Das Landgericht Hamburg hält die Aussage, man greife auf ein „Online Panel" zurück, für wettbewerbswidrig, weil sie den Anschein von Repräsentativität erwecke (Aktenzeichen 416 HKO 45/23); das Landgericht Köln verbot 2022 auf Klage von Forsa rechtskräftig die Werbeaussage, man sei „zuverlässiger als die Konkurrenz" (33 O 20/20). Gegenprobe, damit das Bild vollständig ist: Eine Beschwerde von Forsa, infas und Forschungsgruppe Wahlen gegen die Bezeichnung „repräsentativ" wies der Deutsche Presserat 2018 ab, und Civey ist ordentliches Mitglied im ADM. Das ist eine belegte, deskriptive Einordnung — keine Wertung des Instituts.
- Gegründet
- 2015
- Sitz
- Berlin
- Rechtsform
- GmbH (Civey GmbH)
- Wer steht dahinter
- Gegründet 2015 von Janina Mütze und Gerrit Richter.
- Finanzierung
- Kommerzielle digitale Markt- und Meinungsforschung; die Umfragen werden auf Websites von Medienpartnern eingebunden (u. a. FOCUS Online, Funke-Medien, WEB.DE, Tagesspiegel).
- Hauptauftraggeber
- Der Tagesspiegel · FOCUS Online und weitere Medienpartner
- Methode
- Ausschließlich online: fortlaufende Befragungen, die als Umfrage-Widget auf tausenden Partner-Websites eingebunden werden (nicht anlassbezogene, selbstrekrutierte Stichprobe), mit statistischer Gewichtung zu laufend aktualisierten Ergebnissen.
- Fallzahl
- variabel (fortlaufende Online-Erhebung, nicht je Welle festgelegt)
Quellen (Zugriff 10.07.2026): civey.com ↗ · civey.com ↗ · de.wikipedia.org ↗ · Offizielle Seite ↗
Häufige Fragen zu Umfrageinstituten
Wie entsteht eine Sonntagsfrage?
Ein Institut befragt eine nach Alter, Geschlecht, Region und weiteren Merkmalen gewichtete Stichprobe — meist rund 1.000 bis 2.500 Personen — und rechnet die Antworten auf die Wahlbevölkerung hoch. Erhebungsmethode (Telefon, online oder gemischt), Fallzahl und Auftraggeber unterscheiden sich je Haus; die Details je Institut stehen oben im Reiter „Institute im Porträt“. Eine Sonntagsfrage ist eine Momentaufnahme der aktuellen Stimmung — keine Vorhersage des Wahlergebnisses.
Wie messen wir, welches Institut am genauesten ist?
Wir vergleichen die jeweils letzte Umfrage eines Instituts vor einer Wahl mit dem amtlichen Endergebnis und bilden die mittlere Abweichung über alle Parteien in Prozentpunkten — kleiner heißt näher dran. Ausgewertet werden Bundestags-, Landtags- und Europawahlen (aktuell rund 95). Zusätzlich zeigen wir den Wahlkampf-Schnitt über die letzten Umfragen und weitere Blickwinkel wie „stärkste Kraft richtig getroffen“. Alles im Reiter „Genauigkeit“; jede Zahl ist aus dawum.de und amtlichen Ergebnissen nachrechenbar.
Gibt es „das beste“ Institut?
Nein — es kommt auf das Maß an. Ein Institut kann beim Durchschnittsfehler vorn liegen und trotzdem häufiger die Mehrheitsverhältnisse falsch anzeigen; ein anderes trifft die stärkste Kraft zuverlässig, streut aber stärker. Deshalb zeigen wir mehrere Kennzahlen nebeneinander statt einer einzigen Rangliste. Institute mit wenigen ausgewerteten Wahlen sollte man ohnehin nicht gegen solche mit vielen stellen.
Warum zeigen die Institute unterschiedliche Werte?
Weil sich Methode, Fragestellung, Gewichtung und der Umgang mit Unentschlossenen unterscheiden. Dazu kommt statistische Unschärfe: Schon die Stichprobengröße bringt bei üblichen Fallzahlen eine Schwankungsbreite von etwa ein bis drei Prozentpunkten je Partei. Unterschiede in dieser Größenordnung sind normal und kein Zeichen für einen Fehler. Wo möglich, führen wir nur Werte, die bei dawum.de und wahlrecht.de übereinstimmend gelistet sind (cross-verifiziert).
Was bedeutet der „House-Effect“?
Als House-Effect bezeichnet man die Tendenz eines Instituts, eine Partei im Mittel etwas höher oder niedriger auszuweisen als das spätere amtliche Ergebnis. Wir zeigen das im Reiter „Genauigkeit“ als Abweichungsbalken je Partei. Kleine Ausschläge sind normal; aussagekräftig sind erst wiederkehrende Muster über viele Wahlen — und auch die sind eine Beschreibung, keine Wertung.
Ist die Sonntagsfrage eine Wahlprognose?
Nein. Die Sonntagsfrage misst, wie die Befragten heute wählen würden — nicht, wie die Wahl ausgeht. Ein erheblicher Teil entscheidet sich erst in den letzten Tagen, und Wahlbeteiligung, Wahlkampf und Ereignisse verändern das Bild bis zum Wahltag. Genau deshalb misst unser Genauigkeits-Ranking auch nur, wie nah die letzte Umfrage am Ergebnis lag — nicht, ob ein Institut die Zukunft „vorhergesagt“ hat.
Zahlen gesehen — jetzt handeln
Umfragen sind Momentaufnahmen, keine Entscheidung. Prüfe deine eigene Position und bring sie bei denen ein, die dich vertreten.
Siehe auch
Alle Bundestagswahlen seit 1949 — Ergebnisse, Sonntagsfrage, Koalitionsrechner.
Alle 16 Länder im Überblick — letzte und kommende Landtagswahl.
Umfragen zu Streitthemen (AfD-Verbot, Meinungsfreiheit …) — mehrere Institute nebeneinander, mit Fallzahl, Zeitraum, Frage im Wortlaut und Quelle. Die Spannweite ist die Information.
Regierungszufriedenheit + Partei-Zustimmung aus zwei Primärquellen.