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👥 Wählerstruktur

Wer wählt wen?

Stand: amtliches Ergebnis vom 23.06.2025 (BTW 23.02.2025) — die Repräsentative Wahlstatistik wird erst nach der nächsten Bundestagswahl fortgeschrieben
Zweitstimmenanteile der Bundestagswahl 2025 nach Altersgruppen und Geschlecht — aus der Repräsentativen Wahlstatistik der Bundeswahlleiterin: ausgezählte Stimmzettel, keine Umfrage.
Amtliche Stichprobe aus rund 1,9 Millionen Wahlberechtigten. Reihenfolge nach Stimmenstärke, keine Wertung.

Wahlverhalten nach Alter

Zweitstimmenanteile je Altersgruppe (alle Geschlechter). Balken skalieren innerhalb jeder Gruppe.

18–24stärkste: Linke

  • CDU/CSUCDU/CSU
    13,0 %
  • AfDAfD
    19,0 %
  • SPDSPD
    11,3 %
  • GrüneGrüne
    11,8 %
  • LinkeLinke
    27,3 %
  • BSWBSW
    5,7 %
  • FDPFDP
    5,6 %
  • Freie WählerFreie Wähler
    1,3 %
  • Sonstige
    5,2 %

25–34stärkste: AfD

  • CDU/CSUCDU/CSU
    16,1 %
  • AfDAfD
    20,8 %
  • SPDSPD
    11,0 %
  • GrüneGrüne
    15,9 %
  • LinkeLinke
    17,6 %
  • BSWBSW
    5,7 %
  • FDPFDP
    5,2 %
  • Freie WählerFreie Wähler
    1,9 %
  • Sonstige
    5,8 %

35–44stärkste: AfD

  • CDU/CSUCDU/CSU
    22,7 %
  • AfDAfD
    27,1 %
  • SPDSPD
    11,2 %
  • GrüneGrüne
    14,4 %
  • LinkeLinke
    8,7 %
  • BSWBSW
    5,6 %
  • FDPFDP
    4,1 %
  • Freie WählerFreie Wähler
    1,8 %
  • Sonstige
    4,4 %

45–59stärkste: CDU/CSU

  • CDU/CSUCDU/CSU
    28,7 %
  • AfDAfD
    25,7 %
  • SPDSPD
    13,7 %
  • GrüneGrüne
    12,2 %
  • LinkeLinke
    5,9 %
  • BSWBSW
    5,0 %
  • FDPFDP
    4,0 %
  • Freie WählerFreie Wähler
    1,7 %
  • Sonstige
    2,9 %

60–69stärkste: CDU/CSU

  • CDU/CSUCDU/CSU
    31,6 %
  • AfDAfD
    21,0 %
  • SPDSPD
    19,5 %
  • GrüneGrüne
    11,0 %
  • LinkeLinke
    5,1 %
  • BSWBSW
    4,9 %
  • FDPFDP
    3,7 %
  • Freie WählerFreie Wähler
    1,5 %
  • Sonstige
    1,8 %

70+stärkste: CDU/CSU

  • CDU/CSUCDU/CSU
    41,4 %
  • AfDAfD
    11,5 %
  • SPDSPD
    24,9 %
  • GrüneGrüne
    7,0 %
  • LinkeLinke
    4,5 %
  • BSWBSW
    3,9 %
  • FDPFDP
    4,5 %
  • Freie WählerFreie Wähler
    1,1 %
  • Sonstige
    1,1 %

Wahlverhalten nach Geschlecht

Zweitstimmenanteile von Männern und Frauen (alle Altersgruppen). Die amtlichen „Männer“-Werte schließen Personen mit Geschlechtsmerkmal „divers“ und ohne Eintrag ein.

Männerstärkste: CDU/CSU

  • CDU/CSUCDU/CSU
    28,9 %
  • AfDAfD
    25,1 %
  • SPDSPD
    14,9 %
  • GrüneGrüne
    10,7 %
  • LinkeLinke
    7,3 %
  • BSWBSW
    4,3 %
  • FDPFDP
    4,8 %
  • Freie WählerFreie Wähler
    1,4 %
  • Sonstige
    2,6 %

Frauenstärkste: CDU/CSU

  • CDU/CSUCDU/CSU
    28,2 %
  • AfDAfD
    16,7 %
  • SPDSPD
    17,9 %
  • GrüneGrüne
    12,5 %
  • LinkeLinke
    10,2 %
  • BSWBSW
    5,6 %
  • FDPFDP
    3,8 %
  • Freie WählerFreie Wähler
    1,7 %
  • Sonstige
    3,4 %

70 Jahre Wahlverhalten: Jung und Alt seit 1953

Amtliche Zeitreihe der Repräsentativen Wahlstatistik über 18 Bundestagswahlen. 1994 und 1998 wurde die Statistik per Gesetz ausgesetzt — die Lücke ist echt, wir interpolieren nichts.

Die jüngsten Wähler

Bis 1969 die Gruppe 21–29 (Wahlalter 21), ab 1972 die Gruppe 18–24.

0%10%20%30%40%50%1994/98ausgesetztab 1972: Wahlalter 1819531961197219801990200220132025Linke/PDS 27,3AfD 19,0CDU/CSU 13,0Sonstige 12,1Grüne 11,8SPD 11,3FDP 5,6
Alle Werte als Tabelle (18 Wahlen)
WahlGruppeCDU/CSUSPDGrüneFDPLinke/PDSAfDSonstige
195321–2945,031,69,713,7
195721–2949,534,77,38,6
196121–2946,237,912,03,8
196521–2949,439,88,22,7
196921–2943,146,56,54,0
197218–2435,354,79,11,0
197618–2440,249,88,51,4
198018–2434,448,94,811,40,6
198318–2441,239,013,95,30,6
198718–2436,038,115,58,32,1
199018–2435,634,48,110,52,58,9
200218–2432,038,111,210,23,74,8
200518–2426,436,910,911,17,86,9
200918–2426,118,215,415,310,314,7
201318–2431,624,511,94,97,45,314,3
201718–2425,018,414,613,210,58,010,4
202118–2410,815,624,020,57,86,415,0
202518–2413,011,311,85,627,319,012,1

Wähler ab 60

Die Gruppe „ab 60“ ist über alle Wahlen identisch abgegrenzt.

0%10%20%30%40%50%1994/98ausgesetzt19531961197219801990200220132025CDU/CSU 36,8SPD 22,4AfD 16,0Grüne 8,9Sonstige 7,1Linke/PDS 4,8FDP 4,1
Alle Werte als Tabelle (18 Wahlen)
WahlGruppeCDU/CSUSPDGrüneFDPLinke/PDSAfDSonstige
1953ab 6047,127,210,415,2
1957ab 6052,628,37,411,7
1961ab 6049,132,511,86,6
1965ab 6050,736,39,43,6
1969ab 6051,038,64,85,5
1972ab 6050,642,26,11,0
1976ab 6051,942,05,40,7
1980ab 6049,842,10,47,40,4
1983ab 6052,639,81,25,90,5
1987ab 6052,337,51,87,31,2
1990ab 6051,731,80,69,02,54,4
2002ab 6046,038,53,85,83,92,0
2005ab 6043,334,13,98,87,52,3
2009ab 6042,427,35,012,210,42,7
2013ab 6048,428,44,35,08,03,52,4
2017ab 6039,524,45,110,28,410,51,9
2021ab 6032,833,09,08,34,38,24,4
2025ab 6036,822,48,94,14,816,07,1

Historische Einordnung (amtliche Fußnoten)

Bis 1987 nur Bundesgebiet West (1990 erste gesamtdeutsche Wahl); 1953 ohne Rheinland-Pfalz und Bayern; 1953/1957 ist die CSU amtlich in der CDU enthalten; bis 1990 nicht kalibrierte Hochrechnungen. „Linke/PDS“ umfasst die PDS und die heutige Linke.

Methodik & Quelle

Repräsentative Wahlstatistik der Bundeswahlleiterin zur Bundestagswahl 2025Heft 4: Wahlbeteiligung und Stimmabgabe nach Geschlecht und Altersgruppen. Amtliche Stichprobe: 1 790 Urnen- und 899 Briefwahlbezirke, rund 1,9 Mio. Wahlberechtigte. Stimmabgabe nach Geschlecht und Altersgruppen, Zweitstimme. Keine Daten zu Einkommen oder Sozialschicht. Anteil = Zweitstimmen der Partei geteilt durch gültige Zweitstimmen der Gruppe; CDU/CSU zusammengefasst; „Sonstige“ ohne Freie Wähler und BSW (beide amtlich als „darunter“ ausgewiesen).

Datenquelle: © Die Bundeswahlleiterin, Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025 — Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0 · Amtliche Tabellen (CSV) ↗ · Zugriff 07.08.2026. Zeitreihe: amtliche Datei „btw_rws_zwst-1953“ (Zweitstimmen nach Geschlecht und Altersgruppen seit 1953, Prozentwerte wie amtlich ausgewiesen).

Häufige Fragen zum Wahlverhalten

Welche Altersgruppe wählt welche Partei?

Bei der Bundestagswahl 2025 wählte jede Altersgruppe deutlich anders: Bei den 18- bis 24-Jährigen lag die Linke vorn (27,3 %), bei den 25- bis 44-Jährigen die AfD (20,8 % bzw. 27,1 %), ab 45 Jahren die Union — bei den ab 70-Jährigen mit 41,4 %. Auch zwischen Männern und Frauen gibt es Unterschiede: Männer wählten häufiger AfD (25,1 % zu 16,7 %) und FDP, Frauen häufiger SPD, Grüne und Linke; die Union liegt bei beiden fast gleichauf.

Woher stammen diese Zahlen?

Aus der Repräsentativen Wahlstatistik der Bundeswahlleiterin zur Bundestagswahl 2025: In 1.790 Urnen- und 899 Briefwahlbezirken (rund 1,9 Millionen Wahlberechtigte) werden amtliche Stimmzettel mit Unterscheidungsaufdruck nach Geschlecht und Altersgruppe ausgezählt — echtes Wahlverhalten, keine Befragung.

Warum zeigt ihr keine aktuelle Sonntagsfrage nach Alter?

Umfrage-Institute veröffentlichen ihre Alters-Aufschlüsselungen in der Regel nur lizenzpflichtig (etwa über Auftraggeber wie Zeitungen); die frei zugänglichen Quellen führen nur die Gesamt-Sonntagsfrage. Statt fremde Grafiken nachzubauen, zeigen wir das amtlich belegte Wahlverhalten der letzten Bundestagswahl — die aktuelle Gesamt-Sonntagsfrage steht unter Umfragen.

Wie genau sind die Werte?

Es ist eine amtliche Stichprobe (etwa jeder 25. Wahlberechtigte), keine Vollauszählung — die Bundeswahlleiterin weist die Werte auf eine Nachkommastelle aus, kleine Rundungsdifferenzen sind möglich. Die „Männer“-Werte enthalten laut amtlicher Definition auch Personen mit Geschlechtsmerkmal „divers“ und ohne Eintrag im Geburtenregister.

Warum fehlen in der Zeitreihe die Jahre 1994 und 1998?

Der Gesetzgeber hat die Repräsentative Wahlstatistik für diese beiden Bundestagswahlen ausgesetzt — es gibt schlicht keine amtlichen Zahlen. Die Lücke bleibt in unseren Grafiken sichtbar, statt sie durch Schätzwerte zu überbrücken.

Gilt das heute noch?

Die Zahlen beschreiben die Bundestagswahl vom 23. Februar 2025 — das jüngste amtlich belegte Wahlverhalten. Wie sich die Stimmung seitdem entwickelt hat, zeigen die laufenden Umfragen und der Stimmungs-Überblick.

Siehe auch

Echte Demokratie lebt vom Mitmachen.

Von der Kontrolle der Politiker über das Engagement jedes Einzelnen bis zum konkreten Aktivwerden — jede Stimme zählt. Eine lebendige Demokratie entsteht nicht im Bundestag allein, sondern dort, wo Bürger nachfragen, widersprechen und mitentscheiden.

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