Wie das Modell rechnet, worauf es beruht und wie das Landes-Signal einfließt — dazu der Rücktest 2021 → 2025.
Ein validiertes Modell, keine Wahlprognose. Die Sitzrechnung ist an der Bundestagswahl 2025 geprüft (Identitätslauf), der Swing im Rücktest 2021 → 2025; gerechnet wird mit den heutigen Sonntagsfragen — Stimmung zum Erhebungszeitpunkt, nicht Wahlausgang. 📷 = belegte Momentaufnahme, 🧮 = von uns gerechnetes Modell.
🧭 Landes-Signal — Bund, Land und Kommune, Wahlen vor Umfragen
Die Sitze kommen allein aus der Bundesumfrage. Für die Wahlkreise prüft das Modell zusätzlich, wo eine Partei stärker oder schwächer steht als im Bundestrend:
- Landtags-Sonntagsfragen, Landtagswahlen und Kommunalwahlen — jeder Wert geteilt durch das Bundesniveau am selben Tag.
- Wahlen zählen mehr als Umfragen: eine Landtagswahl wie 5 Umfragen, eine Kommunalwahl wie 3. Ihr Gewicht halbiert sich alle 180 Tage.
- Das Signal verteilt nur um: Liegt eine Partei fast überall über dem Bundestrend, ist das ein Unterschied zwischen Landtags- und Bundestagswahl, keine regionale Verschiebung — er wird herausgerechnet.
- Gewicht je Land höchstens 0,25. Es wirkt nur auf die Wahlkreise des Landes (Wahlkreissieger und Karten), nicht auf die Sitzverteilung.
So rechnet die Seite seit dem 24.09.2026. Vorher verglich das Signal die Landtags-Umfragen von heute mit denen aus dem Halbjahr vor der Wahl, den Bundes-Swing aber mit dem Wahlergebnis. Weil die Umfragen vor der Wahl danebenlagen — die Linke stand im 4. Quartal 2024 bundesweit bei 3,2 % und holte 8,8 % —, rechnete es diesen Umfragefehler in fast jedem Land als Landesstimmung mit. Landtagswahlen fielen nach 180 Tagen ganz heraus, Kommunalwahlen und die laufenden dawum-Landesumfragen fehlten. Was jede Änderung im Rücktest bringt, steht im nächsten Abschnitt.
- Jeder Landeswert (Sonntagsfrage, Landtags- oder Kommunalwahl) wird durch das Bundesniveau am selben Tag geteilt (Quartalsmittel aller Institute). Das Signal misst damit, wie weit ein Land vom Bundestrend abweicht; der Bundes-Swing selbst kommt aus der heutigen Bundesumfrage.
- Referenzfenster 2024-08-23 bis 2025-08-23 (sechs Monate vor bis sechs Monate nach der Bundestagswahl 2025, seit 24.09.2026) gegen die Sonntagsfragen der letzten 180 Tage seit der letzten Landtagswahl; dawum-Landesumfragen ergänzen das wahlrecht.de-Archiv, doppelte Erhebungen zählen einmal.
- Wahlen wiegen mehr als Umfragen: Ein Landtagsergebnis zählt wie 5 Sonntagsfragen, ein Kommunalwahlergebnis wie 3. Beide verlieren ihr Gewicht langsam (Halbwertszeit 180 Tage), statt nach 180 Tagen abrupt herauszufallen.
- Eine Kommunalwahl wird mit der vorherigen Kommunalwahl im Land verglichen. Weil dazwischen rund fünf Jahre liegen, zählt nur der Zeitanteil nach der Bundestagswahl 2025.
- Gewicht je Land = 0,25 · min(1, Evidenz/5); Evidenz = kleinere Erhebungszahl beider Fenster plus Kommunalwahl. Der Rest des Swings bleibt Bundes-Swing.
- Parteien unter 2 % im Referenzfenster bekommen keinen Wert; Werte symmetrisch auf 0,5 bis 2 gekappt.
Schleswig-Holstein · 1 Umfr. · Gewicht 0,05Hamburg · 2 Umfr. · Gewicht 0,1Niedersachsen · 2 Umfr. · Gewicht 0,1Bremen · 1 Umfr. · Gewicht 0,05Nordrhein-Westfalen · Kommunalwahl 14.09.2025 + 4 Umfr. · Gewicht 0,233Hessen · Kommunalwahl 15.03.2026 + 1 Umfr. · Gewicht 0,116Rheinland-Pfalz · Landtagswahl 22.03.2026 + 1 Umfr. · Gewicht 0,163Baden-Württemberg · Landtagswahl 08.03.2026 · Gewicht 0,107Bayern · Kommunalwahl 08.03.2026 + 6 Umfr. · Gewicht 0,165Saarland · ohne SignalBerlin · Landtagswahl 20.09.2026 + 1 Umfr. · Gewicht 0,15Brandenburg · 2 Umfr. · Gewicht 0,1Mecklenburg-Vorpommern · Landtagswahl 20.09.2026 · Gewicht 0,228Sachsen · 1 Umfr. · Gewicht 0,05Sachsen-Anhalt · Landtagswahl 06.09.2026 · Gewicht 0,15Thüringen · 1 Umfr. · Gewicht 0,05
Ohne Landes-Signal (reiner Bundes-Swing): Saarland — keine Erhebung in den letzten 180 Tagen.
⚠️ Landtags-Umfragen, Landtags- und Kommunalwahlen betreffen andere Wahlen — anderes Parteienangebot, Wählergruppen vor Ort, belegtes Stimmensplitting, andere Beteiligung. Das Landes-Signal ist deshalb eine ausdrücklich gekennzeichnete Modellannahme, keine Messung der Bundestags-Stimmung im Land.