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Erklärt

Wie Politik funktioniert

Die wichtigsten Abläufe des politischen Systems — als Grafik, Schritt für Schritt, mit Quelle. Jeder Begriff ist mit dem Glossar und jedes Organ mit seiner Seite verlinkt.

Die Verfassungsorgane des Bundes

Diese fünf obersten Organe teilen sich im politischen Alltag die Staatsgewalt — geordnet nach Legislative, Exekutive und Judikative. Jede Karte führt zum Glossar-Eintrag, zur passenden PolitikCheck-Seite und zur amtlichen Website des Organs.

Quelle: Grundgesetz Art. 38–94 · die Bundesversammlung tritt nur zur Wahl des Bundespräsidenten zusammen und zählt als weiteres (sechstes) Verfassungsorgan. §43: nur GG-belegte Rollen. §6: neutral dargestellt.

Grundlagen des Staatsaufbaus

Gewaltenteilung

wählt · kontrolliertwählt Richterbindet an RechtLEGISLATIVEBundestag · Bundesratbeschließt die GesetzeEXEKUTIVEBundesregierung · Verwaltungführt die Gesetze ausJUDIKATIVEBundesverfassungsgerichtprüft an der Verfassungkontrollieren sich gegenseitigArt. 20 GG — „checks and balances"
Drei Gewalten kontrollieren sich gegenseitig — so verhindert das Grundgesetz (Art. 20 GG), dass Macht sich an einer Stelle bündelt. Die Organe dahinter: Bundestag & Bundesrat · Bundesregierung · Bundesverfassungsgericht.

Föderaler Staatsaufbau

BundBundestag · BundesregierungAußenpolitik · Verteidigung · Steuern16 LänderLandtage · LandesregierungenSchule · Polizei · HochschulenKommunenGemeinden · Städte · KreiseKitas · Nahverkehr · Bebauung · Müll
Bund, Länder und Kommunen teilen sich die Aufgaben (Föderalismus). Wer wofür zuständig ist, zeigt der Tab „Bund & Länder"; die Institutionen im Überblick: Parlamente · Landtagswahlen · Kommunen.

Wie ein Gesetz entsteht

Vom ersten Entwurf bis zum Inkrafttreten durchläuft jedes Bundesgesetz acht Stationen — beteiligt sind Bundestag und Bundesrat. Die einzelnen Abstimmungen lassen sich später nachvollziehen. Jeder Akteur unten führt zum Glossar-Eintrag.

  1. Gesetzentwurf einbringen

    Den Anstoß geben darf die Bundesregierung, der Bundesrat oder die Mitte des Bundestages — eine Fraktion oder mindestens fünf Prozent der Abgeordneten.

  2. Erste Lesung

    Der Entwurf wird im Plenum vorgestellt und zur Beratung an die zuständigen Fachausschüsse überwiesen.

  3. Ausschussberatung

    Die Fachausschüsse prüfen den Entwurf im Detail, hören Sachverständige an und arbeiten Änderungen ein.

  4. Zweite Lesung

    Aussprache im Plenum; über einzelne Änderungsanträge kann abgestimmt werden.

  5. Dritte Lesung & Schlussabstimmung

    Nach der letzten Aussprache wird das Gesetz als Ganzes angenommen oder abgelehnt.

  6. Der Bundesrat entscheidet mit

    Die Länderkammer befasst sich mit dem Beschluss des Bundestages.

    Zustimmungsgesetze brauchen die ausdrückliche Zustimmung des Bundesrats. Bei Einspruchsgesetzen kann der Bundestag einen Einspruch überstimmen. Bei Streit vermittelt der Vermittlungsausschuss.

  7. Ausfertigung

    Der Bundespräsident prüft das Gesetz formal und fertigt es aus — gegengezeichnet von Kanzler und zuständigem Ministerium.

  8. Verkündung & Inkrafttreten

    Das Gesetz wird im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt zum festgelegten Zeitpunkt in Kraft.

Zustimmungs- oder Einspruchsgesetz — was ist der Unterschied?

Zustimmungsgesetze betreffen die Länder besonders (etwa Finanzen oder ihre Verwaltung) — hier muss der Bundesrat ausdrücklich zustimmen, sonst scheitert das Gesetz.

Bei Einspruchsgesetzen kann der Bundesrat zwar Einspruch einlegen, der Bundestag kann ihn aber mit entsprechender Mehrheit zurückweisen.

Begriffe wie Lesung, Ausschuss oder Vermittlungsausschuss sind im Glossar erklärt.

Werde aktiv

Gesetze entstehen nicht hinter verschlossenen Türen — du kannst sie verfolgen und nachfragen.

Quelle: Grundgesetz Art. 76–82 · Bundeszentrale für politische Bildung (bpb.de) (abgerufen 26.06.2026). Eigene Darstellung im PolitikCheck-Design.

Verstanden — jetzt mitmachen

Wer weiß, wie Politik funktioniert, kann mitwirken. Die wichtigsten Wege, selbst Einfluss zu nehmen:

Mehr Hintergrund: Begriffe schlägst du im Glossar nach, die Institutionen findest du unter Parlamente, politische Streitfragen unter Themen & Statistik. Dein eigenes Wissen testest du im Quiz.

Siehe auch

Demokratie lebt vom Mitmachen

Echte Demokratie lebt vom Mitmachen.

Von der Kontrolle der Politiker über das Engagement jedes Einzelnen bis zum konkreten Aktivwerden — jede Stimme zählt.

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