📰 PolitikCheck Blog · Themen · 13.10.2026
Zahl des Tages: „Islamismus“ fiel 527-mal im Bundestag
„Islamismus“ fiel 527-mal in den Plenarprotokollen — Rang 35 von 41. Mit Fraktionsvergleich, auf Redezeit normiert, und offener Methodik.
veröffentlicht am 13.10.2026
Kurz zusammengefasst
- Worum geht es?
- Wir zählen, welche Wörter im Bundestag wie oft fallen — Grundlage sind die amtlichen Plenarprotokolle. „Islamismus“ kam 527-mal vor und liegt damit auf Rang 35 von 41 ausgewerteten Begriffen.
- Was ändert sich?
- Interessanter als die reine Zahl ist der Vergleich zwischen den Fraktionen. Weil manche mehr Redezeit haben als andere, rechnen wir zusätzlich auf je 100.000 gesprochene Wörter um — sonst läge vorn, wer einfach am längsten redet.
- Was heißt das für mich?
- Was das NICHT heißt: Wie oft ein Wort fällt, sagt nichts darüber, ob jemand dafür oder dagegen ist. „Islamismus“ kann in Zustimmung, in Kritik oder in einer Rückfrage vorkommen — gezählt wird das Wort, nicht die Haltung.
Beispiele
- Eine Fraktion nennt einen Begriff besonders oft. Das kann heißen, dass sie ihn zum Thema macht — oder dass sie einer anderen widerspricht, die ihn gesetzt hat. Die Zahl allein unterscheidet das nicht.
- Eine kleine Fraktion liegt bei der Rohzahl hinten, bei der Normierung vorn. Dann ist das Thema für sie überdurchschnittlich wichtig, obwohl sie insgesamt weniger Redezeit hatte.
Wie oft fiel „Islamismus“ im Bundestag?
527-mal in den Plenarprotokollen der laufenden Wahlperiode — ausgezählt über 96 Sitzungen und 17.719 Redebeiträge. Ob das viel ist, zeigt erst der Vergleich: Unter den 41 erfassten Begriffen steht „Islamismus“ damit auf Rang 35. Spitzenreiter ist „Wirtschaft“ mit 13.772 Nennungen, also rund 26-mal so häufig.
- „Islamismus“: 527 Nennungen — Rang 35 von 41 · Quelle: bundestag.de (Plenarprotokolle) [13.10.26]
- Häufigster Begriff: „Wirtschaft“ mit 13.772 Nennungen · Quelle: bundestag.de (Plenarprotokolle) [13.10.26]
Welche Fraktion spricht am häufigsten von „Islamismus“?
In beiden Zählweisen vorn: die AfD mit 253 Nennungen, umgerechnet 15,4 je 100.000 gehaltene Redewörter. Dahinter verschiebt die Normierung die Reihenfolge, weil große Fraktionen mehr Redezeit haben und damit allein durch die Menge weiter vorn lägen — die Balken unten zeigen den normierten Stand.
- AfD15,4 · 253 roh
- Linke7,0 · 57 roh
- Grüne7,0 · 76 roh
- CDU/CSU5,4 · 101 roh
- SPD3,8 · 40 roh
Normiert auf die tatsächlich gehaltenen Redewörter je Fraktion — sonst läge vorn, wer am meisten Redezeit hat. Die Häufigkeit sagt nichts darüber, in welcher Absicht der Begriff fiel.
- AfD: 253 Nennungen — 15,4 je 100.000 Redewörter (1.638.159 Wörter insgesamt) · Quelle: bundestag.de (Plenarprotokolle) [13.10.26]
- Linke: 57 Nennungen — 7,0 je 100.000 Redewörter (809.647 Wörter insgesamt) · Quelle: bundestag.de (Plenarprotokolle) [13.10.26]
- Grüne: 76 Nennungen — 7,0 je 100.000 Redewörter (1.081.436 Wörter insgesamt) · Quelle: bundestag.de (Plenarprotokolle) [13.10.26]
- CDU/CSU: 101 Nennungen — 5,4 je 100.000 Redewörter (1.881.846 Wörter insgesamt) · Quelle: bundestag.de (Plenarprotokolle) [13.10.26]
- SPD: 40 Nennungen — 3,8 je 100.000 Redewörter (1.056.013 Wörter insgesamt) · Quelle: bundestag.de (Plenarprotokolle) [13.10.26]
Woher stammt die Zahl, und was sagt sie nicht?
Gezählt wird deterministisch im Volltext der amtlichen Plenarprotokolle des Deutschen Bundestages — dieselbe Auszählung liefert bei gleichem Datenstand immer dasselbe Ergebnis. Mitgezählt wird jede Nennung, unabhängig davon, in welcher Absicht sie fiel: Zustimmung, Kritik und Zwischenruf zählen gleich. Die Zahl misst also, worüber gesprochen wird — nicht, was jemand inhaltlich vertritt, und erst recht keine Wirkung.
Herausgeber: Sebastian Flack · Dieser Beitrag wurde KI-gestützt aus den laufend erhobenen PolitikCheck-Daten erstellt und nach unseren Prüfroutinen gegen die Quelldateien verifiziert. Jede Zahl trägt Quelle und Zugriffsdatum — gefundene Fehler bitte an info@politikcheck-deutschland.de.
Siehe auch
Tagesaktuelle Nachrichten rund um Bundestag, Parteien und Wahlen — mit Quelle und Datum.
Tagesaktuelle Schlagzeilen etablierter und alternativer Medien nebeneinander — im Originalwortlaut, mit Quelle. Keine Wertung.
Regierungszufriedenheit + Partei-Zustimmung aus zwei Primärquellen.
Die acht Parteien mit bundesweiter Bedeutung plus SSW (Sitze, Wahlprogramme, Finanzen) sowie Schlüsselpersonen, Regierung, Länder und Werkzeuge zu den Abgeordneten.