Fraktion
SPD
21. Bundestag
Mandat
Liste
224 Traunstein
Anwesenheit
88%
60 von 68 namentlichen
Bürgerfragen
89%
beantwortet
Überblick
Kerndaten
- Vollständiger Name
- Bärbel Kofler
- Fraktion
- SPD
- Mandatstyp
- Listenmandat (Platz 2)
- Wahlkreis
- 224 Traunstein
- Beruf (vor Mandat)
- MdB
- Jahrgang
- 1967 (59 J.)
Amtliche Stammdaten (Bundestag)
- Akademischer Titel
- Dr.
- Beruf (amtliche Angabe)
- Bankkauffrau, Diplom-Informatikerin (FH), Sprachwissenschaftlerin
Quelle: Deutscher Bundestag — MdB-Stammdaten (Open Data, XML) ↗ · Datei-Stand 29.04.2026
Werdegang
Amtliche Kurz-Vita, unverändert übernommen — Deutscher Bundestag.
- Bankkauffrau, Fachhochschulreife (Zweiter Bildungsweg), Diplom-Informatikerin (FH) und promovierte Sprachwissenschaftlerin
- Berufliche Stationen: Arbeit als Bankangestellte, Angestellte in einer Salzburger Tourismusfirma, DAAD-Lektorin in Moskau, Sprachlehrerin, Dozentin an einer Zivildienstschule
- Vielfältiges ehrenamtliches Engagement: seit 1986 Gewerkschaftsmitglied, z
- Zt. u.a
- GEW, IG BCE und IG Metall, sowie Mitglied der AWO
- 1991Eintritt in die SPD, in der Vergangenheit u.a
- Stadträtin in Bad Reichenhall und Kreisrätin im Berchtesgadener Land
- seit 2014 Mitglied im Kreistag Traunstein
- Seit 2004 Mitglied des Deutschen Bundestages. u.a. als Mitglied des Entwicklungs-, Umwelt-, Finanz- und des Auswärtigen Ausschusses
- 2013 bis 2016entwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion
- März 2016 bis Dezember 2021 Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe
- Seit Dezember 2021 Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Quelle: Deutscher Bundestag — Open Data (MdB-Stammdaten). Angaben der Bundestagsverwaltung, hier nur in einzelne Stationen gegliedert.
Bärbel Kofler kontaktieren
Adresse, Telefon und der offizielle Kontaktweg — direkt sichtbar. Das Wahlkreisbüro vor Ort ist der kürzeste Draht; sonst die Telefonzentrale des Bundestags und das amtliche Kontaktformular. Eine direkte E-Mail zeigen wir nur, wenn sie belegt ist; wir erfinden keine Adressen.
Wahlkreisbüro vor Ort
Berliner Büro
Bärbel KoflerDeutscher BundestagPlatz der Republik 111011 BerlinAmtliche Dienstanschrift — keine private Adresse.
Quelle: Deutscher Bundestag (Biografien/Kontaktformular, Telefonzentrale) · Wahlkreisbüro aus amtlicher Bio oder eigener MdB-Website (Selbstauskunft) · abgeordnetenwatch.de (CC0) · belegte E-Mail aus Selbstauskunft (Wikidata CC0). Stand 2026-08-24.
Termine
Von der eigenen Homepage übernommen (Selbstauskunft, Titel wörtlich) — Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist die verlinkte Quelle.
- 05.09.05.09.2026, 09:30 – 14:00 Uhr | Treffpunkt: Parkplatz Almbachklamm, von der B 305 abzweigend noch wenige hundert Meter ↗
- 07.09.07.09.2026 – 11.09.2026 | Berlin – Festakt Karl Rittmann - Demokratie feiern ↗
- 11.09.07.09.2026 – 11.09.2026 | Berlin – Festakt Karl Rittmann - Demokratie feiern ↗
- 11.09.11.09.2026, 18:30 Uhr | Rathaussaal Freilassing, Münchener Str. 15, 83395 Freilassing ↗
- 14.09.14.09.2026, 20:00 Uhr | Gasthof zur Post, Grassau – Wanderung SPD Bergen: Bründlingalm ↗
Quoten auf einen Blick
Reine Zahlen — kein Werturteil. Hohe Werte sind nicht automatisch „besser“; Abweichung von der Fraktion kann Eigenständigkeit bedeuten.
60 von 68 namentlichen Abstimmungen (21. WP)
Ø Fraktion 94,1 % · Ø Bundestag 91 %
13 jüngste namentliche Abstimmungen
Ø Fraktion 100 % · Ø Bundestag 100 %
8 / 9 beantwortet
Ø Fraktion 76 % · Ø Bundestag 66 %
Nebentätigkeiten(17 Einträge)
Anzeige-/veröffentlichungspflichtige Angaben (Selbstauskunft an die Bundestagsverwaltung) — inkl. Funktionen, Beteiligungen, Zuwendungen und Tätigkeiten vor dem Mandat. Nebentätigkeiten sind zulässig; hier nur die Wiedergabe, keine Wertung. Einordnung im Fraktions-Vergleich aller Nebeneinkünfte →
- Zivildienstschule Geretsried
Dozentin (Tätigkeit vor der Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag)
Berufliche Tätigkeit vor der Mitgliedschaft im Bundestag
- Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF)
Mitglied des Stiftungsrates, ehrenamtlich (ab 01.04.2026)
Funktion in Vereinen, Verbänden und Stiftungen
- Deutsche Welle546,73 € monatlich (ab 01.01.2026)
Mitglied des Rundfunkrates, von Amts wegen
Funktion in Körperschaften/Anstalten öffentlichen Rechts
- Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)
Mitglied des Stiftungsrates (ab 26.09.2025)
Funktion in Vereinen, Verbänden und Stiftungen
- Deutsche Welle534,96 € monatlich (bis 31.12.2025)
Mitglied des Rundfunkrates, von Amts wegen
Funktion in Körperschaften/Anstalten öffentlichen Rechts
- Zentrum für Internationale Friedenseinsätze gemeinnützige GmbH (ZIF)
Mitglied des Aufsichtsrates (ab 15.10.2025)
Funktion in Unternehmen
- WHS Foundation GmbH
Mitglied des Kuratoriums (ab 13.10.2025)
Funktion in Unternehmen
- GreenTec Capital Africa Foundation gemeinnützige GmbH
Mitglied des Beirates, ehrenamtlich, von Amts wegen
Funktion in Unternehmen
+ 9 weitere Einträge anzeigen− weniger anzeigen
- Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF)
Mitglied des Beirates, von Amts wegen
Funktion in Körperschaften/Anstalten öffentlichen Rechts
- InsuResilience Global Partnership
Co-Vorsitzende des hochrangigen Steuerungsgremiums (HLCG), von Amts wegen
Funktion in Körperschaften/Anstalten öffentlichen Rechts
- Coalition for Disaster Resilient Infrastructure (CDRI)
Governing Council, von Amts wegen
Funktion in Körperschaften/Anstalten öffentlichen Rechts
- Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB)
Mitglied des Gouverneursrates, von Amts wegen
Funktion in Körperschaften/Anstalten öffentlichen Rechts
- Deutsches Medikamenten-Hilfswerk action medeor e.V.
Mitglied des Beirates, ehrenamtlich
Funktion in Vereinen, Verbänden und Stiftungen
- Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
Mitglied des Parlamentarischen Beirates, ehrenamtlich
Funktion in Vereinen, Verbänden und Stiftungen
- Aktion Deutschland Hilft e.V. (ADH) - Bündnis deutscher Hilfsorganisationen
Mitglied des Kuratoriums, ehrenamtlich
Funktion in Vereinen, Verbänden und Stiftungen
- CARE Deutschland-Luxemburg e.V.
Mitglied des Kuratoriums, ehrenamtlich
Funktion in Vereinen, Verbänden und Stiftungen
- Landkreis Traunstein
Mitglied des Kreistages
Funktion in Körperschaften/Anstalten öffentlichen Rechts
Quelle: Abgeordnetenwatch · Profil ↗ (CC0) · Stand 26.08.2026
Wahlkreis 224 · Traunstein
Stärkste Kraft 2025: CDU/CSU 38,9 %Erststimmen — Bundestagswahl 2025Wahlkreissieger: Siegfried Walch (CSU)
- CDU/CSU46,9%
- AfD18,0%
- SPD12,1%
- Grüne8,7%
- Linke4,0%
- FDP1,9%
Zweitstimmen — Bundestagswahl 2025
- CDU/CSU38,9%
- AfD20,1%
- Grüne10,3%
- SPD9,8%
- Sonstige9,7%
- Linke4,4%
- BSW3,4%
- FDP3,4%
Entwicklung 2013–2025 (Zweitstimmen, Kern-Parteien)
Anteil in %
Wahlkreis-Zuschnitte können sich zwischen den Wahlen ändern — die Reihe ist daher als Annäherung zu lesen.
Quelle: Bundeswahlleiterin · Zweitstimmen-Ergebnisse je Wahlkreis · keine Wertung.
Einordnung im MdB-Ranking
Belegbare Rechenschafts-Faktoren, gleich gemessen für alle 630 · Stand 29.08.2026
- Anwesenheit
- 88,2 %
- Nebentätigkeiten
- 16
- Bürgerfragen beantwortet
- 88.9 %
- Mandat(zählt nicht mit)
- Liste (direkt angetreten)
- Zwischenfragen (gestellt/zugelassen)
- 0 / 0
- Zwischenrufe
- 0
- Regierungs-Zufriedenheit
- Regierungsfraktion (13 %) · Malus -8,7
- Erfahrungs-Index
- 10/18 · Master/Diplom
Die Gesamt-Einordnung ist das gleichgewichtete Perzentil-Mittel der acht Faktoren, die die Person messen, dazu der Bonus/Malus-Aufschlag (höchstens ±10 Punkte) und — für Abgeordnete der Regierungsfraktionen — der Regierungs-Malus von (100 − Zufriedenheit)/10 Punkten. Hier: Mittel 49, Regierungs-Malus -8,7 → 40,3. Faktoren, die die Fraktionsrolle abbilden, stehen nicht im Mittel und sind oben als „zählt nicht mit“ gekennzeichnet. Jeder Faktor hat auf /mdb-ranking einen eigenen Tab mit dem Rechenweg und dem Datenzeitraum. Die Werte aktualisieren sich mit der täglichen Datenpipeline. Kein Urteil über die politischen Inhalte — nur nachrechenbare Kennzahlen.
Abstimmungs-Verhalten · 13 jüngste Plenar-Abstimmungen
Wichtig: Hohe Stringenz heißt nicht „besser“. Eine Abweichung von der Fraktion kann ebenso Eigenständigkeit sein. Hier nur die nackten Zahlen.
Mit Fraktion
10
Abweichend
0
Anwesend
10
Abwesend
3
Anwesenheits-Bilanz
Wichtig: Namentliche Abstimmungen sind nur ein Ausschnitt der Parlamentsarbeit (Ausschuss- Sitzungen, Reden, Delegationsreisen zählen hier nicht). Hohe Teilnahme heißt nicht „besser“. Nur die nackten Zahlen — Wertung liegt bei dir.
Teilnahme
88,2 %
Teilgenommen
60
Nicht abgegeben
8
Erfasste Abst.
68
Zum Vergleich: Die SPD-Fraktion kommt im Schnitt auf 94,1 % Teilnahme (121 erfasste Abgeordnete). Kofler liegt 5,9 Prozentpunkte darunter.
Abweichung von der Fraktionsmehrheit: 0 von 10 anwesend abgegebenen Stimmen (jüngste namentliche Abstimmungen). Eine Abweichung kann ebenso ein Zeichen von Eigenständigkeit sein — keine Wertung.
Quelle: abgeordnetenwatch.de · namentliche Abstimmungen (CC0) · Stand 2026-08-29. „Nicht abgegeben“ zählt jede nicht abgegebene Stimme (entschuldigt, unentschuldigt oder Nichtteilnahme). Vergleich mit allen Abgeordneten und Fraktionen: Abstimmungs-Analyse · Anwesenheit →
So hat Bärbel Kofler abgestimmt
Die letzten namentlichen Abstimmungen im 21. Bundestag. Hier nur die dokumentierte Stimme — die Bewertung liegt bei dir.
- SportfördergesetzNicht abgestimmt10. Juli 2026Antrag angenommen
- GebäudemodernisierungsgesetzJa10. Juli 2026Antrag angenommen
- GKV-ReformJa10. Juli 2026Antrag angenommen
- Einführung eines allgemeinen TempolimitsNein09. Juli 2026Antrag abgelehnt
- Ukraine zusätzlich militärisch und humanitär unterstützenNein08. Juli 2026Antrag abgelehnt
- Letzte Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im LibanonJa25. Juni 2026Antrag angenommen
- Strengere Regeln bei VaterschaftsanerkennungJa12. Juni 2026Antrag angenommen
- Neue Emissionsobergrenzen für die Jahre 2031 bis 2040Nicht abgestimmt11. Juni 2026Antrag angenommen
- Ablehnung einer umfassenden BAföG-Reform (Beschlussempfehlung)Ja11. Juni 2026Antrag angenommen
- Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes KFOR im KosovoJa11. Juni 2026Antrag angenommen
Quelle: abgeordnetenwatch.de · Abstimmungen ↗ · Daten unter CC0 Public Domain · Zugriff: tagesaktuell (24-h-Cache). Alle Abstimmungen mit jeder Einzelstimme: Abstimmungen im Bundestag · Muster & Vergleich: Abstimmungs-Analyse
Fragen & Antworten (abgeordnetenwatch)
Quelle: Abgeordnetenwatch · Profil ↗ · Daten unter CC0 Public Domain
Neueste öffentliche Fragen
Corinna B. · 15.07.2026
beantwortetSehr geehrte Frau Kofler, Warum haben Sie, trotz aller Warnungen von Fachpersonal / Fachleuten für das GKV Spargesetz gestimmt und wie begründen Sie fachlich und inhaltlich jetzt diese Entscheidung?
▸ Antwort lesen (2.445 Zeichen)
Sehr geehrte Frau B. , vielen Dank für Ihre Frage. Ich habe dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz zugestimmt, weil den gesetzlichen Krankenkassen für 2027 ein Defizit von rund 18 Milliarden Euro droht. Ohne Gegensteuern wäre der finanzielle Druck auf Versicherte, Arbeitgeber und die Versorgung weiter gestiegen. Das Gesetz stabilisiert zunächst die Finanzierung. Zugleich müssen Strukturreformen folgen, die Qualität, Steuerung und Effizienz der Versorgung verbessern. Ich möchte dabei nichts beschönigen. Das Gesetz ist ein Kompromiss in einer Koalition, in der die SPD ihre Vorstellungen nicht allein durchsetzen kann. Auch ich hätte mir an einigen Stellen andere oder weitergehende Lösungen gewünscht. Für die SPD war entscheidend, die Lasten nicht allein den Versicherten und Beschäftigten aufzubürden. Das Krankengeld bleibt unangetastet. Grundlegende Leistungskürzungen und höhere Zuzahlungen wurden vermieden. Der Bund beteiligt sich stärker an den Gesundheitskosten von Menschen in der Grundsicherung. Auch Verwaltungsausgaben der Krankenkassen und überhöhte Arzneimittelpreise werden begrenzt. Durch die höhere Versicherungspflichtgrenze bleiben mehr Gutverdienende in der gesetzlichen Krankenversicherung und beteiligen sich an der solidarischen Finanzierung. Stabile Finanzen allein verbessern aber noch nicht die Arbeitsbedingungen in den Praxen. Aus meiner Sicht dürfen Einsparungen nicht zu mehr Arbeitsverdichtung, Personalabbau oder schlechterer Bezahlung führen. Praxen müssen so ausgestattet sein, dass sie ihre Beschäftigten angemessen bezahlen und verlässliche Arbeitsbedingungen bieten können. Das Ziel der SPD bleibt eine solidarische Bürgerversicherung. Alle sollen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zur Finanzierung des Gesundheitswesens beitragen. Dafür gibt es in der derzeitigen Koalition keine Mehrheit. Mir ist bewusst, dass sich gesundheitspolitische Entscheidungen im Praxisalltag unmittelbar auswirken. Die weiteren Reformen müssen deshalb auch die Arbeitsbedingungen in den Praxen und die Qualität der Versorgung verbessern. Viele Medizinische Fachangestellte arbeiten bereits an ihrer Belastungsgrenze. Ihre Erfahrungen müssen dabei stärker berücksichtigt werden. Dafür braucht es politische Mehrheiten für eine solidarische Finanzierung und für gute, verlässliche Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen. Dafür wird sich die SPD weiter einsetzen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Bärbel Kofler, MdB
Antwort-Qualität: 8 von 8 Punkten·Katalog K1-2026-07-23▸ Bewertung ansehen▾ einklappen
- Bezug
- 2/2Geht die Antwort auf die gestellte Frage ein?
- Substanz
- 2/2Wird begründet, mit konkreten Angaben?
- Klarheit
- 2/2Ist eine Position erkennbar? (welche, ist egal)
- Verständlichkeit
- 2/2Ohne Vorwissen verständlich?
Begründet die Zustimmung mit dem drohenden Defizit von rund 18 Milliarden Euro und benennt Kompromissgrenzen.
Automatisierte Bewertung nach offengelegtem Katalog K1-2026-07-23 (Bezug, Substanz, Klarheit, Verständlichkeit — je 0–2 Punkte), bewertet am 27.07.2026. Bewertet wird die Qualität der Antwort, nicht die politische Position; der Maßstab ist für alle Fraktionen identisch. Wie das ins MdB-Ranking einfließt
Kerstin H. · 14.07.2026
beantwortetIch arbeite seit fast 30 Jahren als Medizinische Fachangestellte. Wie begründen Sie Ihre Zustimmung zur GKV-Abstimmung gegenüber den Beschäftigten, die die Folgen im Praxisalltag täglich tragen?
Danke für ihre ehrliche und menschliche Antwort.
▸ Antwort lesen (2.797 Zeichen)
Sehr geehrte Frau H. , vielen Dank für Ihre Frage und für Ihre fast 30-jährige Arbeit als Medizinische Fachangestellte. Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen sorgen jeden Tag dafür, dass die ambulante Versorgung funktioniert. Personalmangel, Bürokratie, volle Wartezimmer und hoher Zeitdruck belasten viele Praxen erheblich. Diese Realität darf bei politischen Entscheidungen nicht ausgeblendet werden. Ich habe dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz zugestimmt, weil den gesetzlichen Krankenkassen für 2027 ein Defizit von rund 18 Milliarden Euro droht. Ohne Gegensteuern wäre der finanzielle Druck auf Versicherte, Arbeitgeber und die Versorgung weiter gestiegen. Das Gesetz stabilisiert zunächst die Finanzierung. Zugleich müssen Strukturreformen folgen, die Qualität, Steuerung und Effizienz der Versorgung verbessern. Ich möchte dabei nichts beschönigen. Das Gesetz ist ein Kompromiss in einer Koalition, in der die SPD ihre Vorstellungen nicht allein durchsetzen kann. Auch ich hätte mir an einigen Stellen andere oder weitergehende Lösungen gewünscht. Für die SPD war entscheidend, die Lasten nicht allein den Versicherten und Beschäftigten aufzubürden. Das Krankengeld bleibt unangetastet. Grundlegende Leistungskürzungen und höhere Zuzahlungen wurden vermieden. Der Bund beteiligt sich stärker an den Gesundheitskosten von Menschen in der Grundsicherung. Auch Verwaltungsausgaben der Krankenkassen und überhöhte Arzneimittelpreise werden begrenzt. Durch die höhere Versicherungspflichtgrenze bleiben mehr Gutverdienende in der gesetzlichen Krankenversicherung und beteiligen sich an der solidarischen Finanzierung. Stabile Finanzen allein verbessern aber noch nicht die Arbeitsbedingungen in den Praxen. Aus meiner Sicht dürfen Einsparungen nicht zu mehr Arbeitsverdichtung, Personalabbau oder schlechterer Bezahlung führen. Praxen müssen so ausgestattet sein, dass sie ihre Beschäftigten angemessen bezahlen und verlässliche Arbeitsbedingungen bieten können. Das Ziel der SPD bleibt eine solidarische Bürgerversicherung. Alle sollen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zur Finanzierung des Gesundheitswesens beitragen. Dafür gibt es in der derzeitigen Koalition keine Mehrheit. Mir ist bewusst, dass sich gesundheitspolitische Entscheidungen im Praxisalltag unmittelbar auswirken. Die weiteren Reformen müssen deshalb auch die Arbeitsbedingungen in den Praxen und die Qualität der Versorgung verbessern. Viele Medizinische Fachangestellte arbeiten bereits an ihrer Belastungsgrenze. Ihre Erfahrungen müssen dabei stärker berücksichtigt werden. Dafür braucht es politische Mehrheiten für eine solidarische Finanzierung und für gute, verlässliche Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen. Dafür wird sich die SPD weiter einsetzen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Bärbel Kofler, MdB
Antwort-Qualität: 8 von 8 Punkten·Katalog K1-2026-07-23▸ Bewertung ansehen▾ einklappen
- Bezug
- 2/2Geht die Antwort auf die gestellte Frage ein?
- Substanz
- 2/2Wird begründet, mit konkreten Angaben?
- Klarheit
- 2/2Ist eine Position erkennbar? (welche, ist egal)
- Verständlichkeit
- 2/2Ohne Vorwissen verständlich?
Begründet die Zustimmung mit dem Defizit von rund 18 Milliarden Euro und geht auf die Lage der Praxisbeschäftigten ein.
Automatisierte Bewertung nach offengelegtem Katalog K1-2026-07-23 (Bezug, Substanz, Klarheit, Verständlichkeit — je 0–2 Punkte), bewertet am 27.07.2026. Bewertet wird die Qualität der Antwort, nicht die politische Position; der Maßstab ist für alle Fraktionen identisch. Wie das ins MdB-Ranking einfließt
Fabian K. · 10.07.2026
offenWerden Sie der geplanten Änderung des Informationsfreiheitsgesetzes zustimmen oder sich für den Erhalt des IFG einsetzen?
▸ Frage vollständig lesen (699 Zeichen)
Sehr geehrte Frau Kofler, die Bundesregierung plant derzeit Änderungen am Informationsfreiheitsgesetz (IFG), die nach Ansicht zahlreicher Organisationen den Zugang zu staatlichen Informationen erheblich einschränken würden. Mich interessiert daher Ihre persönliche Position: Werden Sie den geplanten Änderungen zustimmen oder sich für den Erhalt des Informationsfreiheitsgesetzes einsetzen? Falls Sie den Änderungen zustimmen möchten, bitte ich Sie um eine Begründung, warum Sie diese Einschränkungen für notwendig halten und wie sie aus Ihrer Sicht mit Transparenz, demokratischer Kontrolle und dem Informationsrecht der Bürgerinnen und Bürger vereinbar sind. Mit freundlichen Grüßen Fabian K.
Weitere Quellen zu Kofler
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Siehe auch
Alle 630 Abgeordneten in acht gleichgewichteten Faktoren, die die Person messen: Anwesenheit, Nebentätigkeiten, Antworten, Debatte, Redekultur, digitale Präsenz, Erfahrung, legislative Aktivität. Faktoren, die die Fraktionsrolle abbilden, stehen daneben statt darin.
Wer die Parteien seit 2013 führt und führte — Wahldaten, Amtszeiten und der Umfrage-Trend je Führung.
Wie stark entspricht eine Partei dem Typus „Volkspartei"? Ein deskriptiver 0–100-Index aus belegten Faktoren.
Namentliche Abstimmungen mit jeder Einzelstimme plus alle weiteren Beschlüsse des Bundestags (angenommen / abgelehnt / überwiesen) — mit amtlicher Quelle.