📰 PolitikCheck Blog · Themen · 24.07.2026
Soll es ab 2035 in der EU keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr geben? — was die Umfragen zeigen
6 erfasste Erhebungen zur Frage „Soll es ab 2035 in der EU keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr geben?" — mit Institut, Stichprobe, Fehlerbereich und dem Fragewortlaut, der die Werte verschiebt.
veröffentlicht am 24.07.2026
Kurz zusammengefasst
- Worum geht es?
- Meinungsforscher haben gefragt: Soll es ab 2035 in der EU keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr geben? Zu dieser Frage sind 6 Erhebungen erfasst.
- Was ändert sich?
- In der jüngsten Erhebung von Forschungsgruppe Wahlen (11.12.2025) antworteten: 63 % Verbrenner weiter neu zulassen, 32 % keine Neuzulassung nach 2035.
- Was heißt das für mich?
- Wichtig beim Lesen: Die Institute stellen die Frage nicht gleich. Schon eine andere Formulierung verschiebt die Zustimmung — Prozentwerte aus verschiedenen Umfragen lassen sich deshalb nicht einfach nebeneinanderlegen.
Beispiele
- Zwei Umfragen zur selben Sache nennen 48 und 55 Prozent Zustimmung. Bevor man daraus einen Stimmungswandel liest, lohnt der Blick auf den Fragetext — oft steckt der Unterschied dort.
- Ein Wert liegt innerhalb des angegebenen Fehlerbereichs über einem anderen. Dann ist das kein Vorsprung, sondern Messrauschen.
Soll es ab 2035 in der EU keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr geben?
Die jüngste erfasste Erhebung stammt von Forschungsgruppe Wahlen (11.12.2025), befragt wurden 1.295 Personen. Sie ergab: 63 % Verbrenner weiter neu zulassen, 32 % keine Neuzulassung nach 2035. Der angegebene Fehlerbereich liegt bei ±3 Prozentpunkte (bei 40 %) — Unterschiede innerhalb dieser Spanne sind keine belastbaren Unterschiede. Insgesamt sind zu dieser Frage 6 Erhebungen erfasst.
- Verbrenner weiter neu zulassen: 63 % · Quelle: Forschungsgruppe Wahlen [18.07.26]
- keine Neuzulassung nach 2035: 32 % · Quelle: Forschungsgruppe Wahlen [18.07.26]
Warum unterscheiden sich die Ergebnisse der Institute?
Drei Institute, drei Fragelogiken: infratest dimap fragt, ob das EU-Verbot „richtig oder falsch“ ist; die Forschungsgruppe Wahlen fragt, ob Verbrenner nach 2035 „noch neu zugelassen werden sollen“ (bejahen heißt hier: gegen das Verbot); YouGov fragt, was die Bundesregierung tun soll — dagegen einsetzen, verschieben oder festhalten. Trotz unterschiedlicher Formulierungen zeigen alle drei 2025 eine klare Mehrheit gegen das Verbot in seiner beschlossenen Form.
- infratest dimap (03.12.2025) fragte: „Die Länder der EU haben sich grundsätzlich darauf geeinigt, dass in der Europäischen Union ab dem Jahr 2035 keine Neu-Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden sollen. Ist aus I…" · Quelle: infratest dimap [18.07.26]
- Forschungsgruppe Wahlen (31.05.2024) fragte: „Ab 2035 soll es in der EU keine Zulassung mehr geben für Neuwagen mit Verbrennermotoren." · Quelle: Forschungsgruppe Wahlen [18.07.26]
- Forschungsgruppe Wahlen (17.03.2023) fragte: „Ab 2035 soll es in der EU keine Neuzulassungen für Autos mit Verbrennungsmotoren mehr geben." · Quelle: Forschungsgruppe Wahlen [18.07.26]
Wie haben sich die Werte über die Zeit entwickelt?
Zu dieser Frage sind 6 Erhebungen erfasst. Sie weisen ihre Antwortoptionen unterschiedlich aus, ein direkter Zahlenvergleich über die Zeit wäre daher nicht belastbar.
| Institut | Datum | Befragte | „keine Neuzulassung nach 2035" | Fehlerbereich |
|---|---|---|---|---|
| Forschungsgruppe Wahlen | 11.12.2025 | 1.295 | 32 % | ±3 Prozentpunkte (bei 40 %) |
| infratest dimap | 03.12.2025 | 1.306 | — | 2–3 Prozentpunkte |
| YouGov | 15.09.2025 | 2.057 | — | — |
| Forschungsgruppe Wahlen | 31.05.2024 | 1.197 | — | ±3 Prozentpunkte (bei 40 %), ±2 Prozentpunkte (bei 10 %) |
| Forschungsgruppe Wahlen | 17.03.2023 | 1.146 | — | ±3 Prozentpunkte (bei 40 %), ±2 Prozentpunkte (bei 10 %) |
| infratest dimap | 15.03.2023 | 1.215 | — | ±2 Prozentpunkte (bei 10 %), ±3 Prozentpunkte (bei 50 %) |
Ein Strich bedeutet: Das Institut hat diesen Wert nicht ausgewiesen. Die Werte sind nur eingeschränkt vergleichbar, weil die Frage unterschiedlich gestellt wurde — siehe den Abschnitt darüber.
- Forschungsgruppe Wahlen · 11.12.2025 · 1.295 Befragte · Fehlerbereich ±3 Prozentpunkte (bei 40 %) — 32 % keine Neuzulassung nach 2035 · Quelle: Forschungsgruppe Wahlen [18.07.26]
- infratest dimap · 03.12.2025 · 1.306 Befragte · Fehlerbereich 2–3 Prozentpunkte · Quelle: infratest dimap [18.07.26]
- YouGov · 15.09.2025 · 2.057 Befragte · Quelle: YouGov [18.07.26]
- Forschungsgruppe Wahlen · 31.05.2024 · 1.197 Befragte · Fehlerbereich ±3 Prozentpunkte (bei 40 %), ±2 Prozentpunkte (bei 10 %) · Quelle: Forschungsgruppe Wahlen [18.07.26]
- Forschungsgruppe Wahlen · 17.03.2023 · 1.146 Befragte · Fehlerbereich ±3 Prozentpunkte (bei 40 %), ±2 Prozentpunkte (bei 10 %) · Quelle: Forschungsgruppe Wahlen [18.07.26]
- infratest dimap · 15.03.2023 · 1.215 Befragte · Fehlerbereich ±2 Prozentpunkte (bei 10 %), ±3 Prozentpunkte (bei 50 %) · Quelle: infratest dimap [18.07.26]
Was sagen diese Zahlen nicht?
Umfragen zu Sachfragen sind Momentaufnahmen einer Stichprobe, keine Abstimmungsergebnisse und keine Vorhersage. PolitikCheck gibt sie wieder und ordnet ihre Vergleichbarkeit ein — eine eigene Position zur Sachfrage vertreten wir nicht.
Herausgeber: Sebastian Flack · Dieser Beitrag wurde KI-gestützt aus den laufend erhobenen PolitikCheck-Daten erstellt und nach unseren Prüfroutinen gegen die Quelldateien verifiziert. Jede Zahl trägt Quelle und Zugriffsdatum — gefundene Fehler bitte an info@politikcheck-deutschland.de.
Siehe auch
Tagesaktuelle Nachrichten rund um Bundestag, Parteien und Wahlen — mit Quelle und Datum.
Tagesaktuelle Schlagzeilen etablierter und alternativer Medien nebeneinander — im Originalwortlaut, mit Quelle. Keine Wertung.
Regierungszufriedenheit + Partei-Zustimmung aus zwei Primärquellen.
Die acht Bundestagsparteien plus SSW (Sitze, Wahlprogramme, Finanzen) sowie Schlüsselpersonen, Regierung, Länder und Werkzeuge zu den Abgeordneten.