📰 PolitikCheck Blog · Themen · 29.07.2026
Umfrage-Trend: Wer legt zu, wer verliert? (Stand 28.07.2026)
Die Sonntagsfrage im 30-Tage-Vergleich desselben Instituts — welche Partei gewinnt, welche verliert, mit Quelle je Wert.
veröffentlicht am 29.07.2026
Kurz zusammengefasst
- Worum geht es?
- Meinungsforschungsinstitute fragen regelmäßig: Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre? Das Ergebnis ist eine Momentaufnahme, keine Wahl. Dieser Beitrag stellt zwei Erhebungen desselben Instituts nebeneinander: die von INSA vom 28. Juli 2026 und die rund 30 Tage ältere vom 27. Juni 2026. Zwei Umfragen desselben Instituts zu vergleichen ist sauberer, als Zahlen verschiedener Institute zu mischen — denn jedes Institut befragt und rechnet etwas anders.
- Was ändert sich?
- So sieht der Vergleich aus: AfD 28 Prozent (ein Punkt weniger), CDU und CSU zusammen 21 Prozent (ein Punkt weniger), Grüne 13,5 Prozent (0,5 Punkte mehr), SPD 12,5 Prozent (0,5 Punkte mehr), Linke 11 Prozent (ein Punkt mehr), FDP 4 Prozent (unverändert), BSW 4 Prozent (ein Punkt mehr). Die beiden stärksten Parteien geben also leicht nach, mehrere kleinere legen leicht zu. Alle Bewegungen liegen bei einem Punkt oder darunter. Befragt wird immer nur eine Stichprobe, also ein kleiner Teil der Wahlberechtigten — Unterschiede in dieser Größe können deshalb auch allein durch die Auswahl der Befragten entstehen.
- Was heißt das für mich?
- Eine Umfrage entscheidet nichts: Sie verteilt keine Sitze und bindet niemanden. Für den Bürger ist sie ein grober Stimmungsmesser — sie zeigt, wie politische Debatten bei den Menschen ankommen könnten. Beim Lesen helfen drei Fragen: Welches Institut hat gefragt? Wann wurde befragt? Und wie groß ist der Abstand zur vorherigen Umfrage desselben Instituts? Praktisch wichtig ist außerdem die Fünf-Prozent-Hürde: Wer bei einer Bundestagswahl unter fünf Prozent bleibt, bekommt in der Regel keine Sitze. FDP und BSW liegen hier mit je 4 Prozent darunter.
Beispiele
- In einer Schlagzeile steht, die AfD habe einen Punkt verloren. Der Vergleich zeigt, was dahintersteckt: 28 statt 29 Prozent bei INSA innerhalb von rund 30 Tagen. Das ist wenig. Von einem Trend spricht man erst, wenn mehrere Erhebungen über längere Zeit in dieselbe Richtung zeigen.
- FDP und BSW stehen beide bei 4 Prozent. Bliebe es am Wahltag dabei, kämen beide in der Regel nicht in den Bundestag. Ein Punkt Unterschied wiegt hier also viel schwerer als zwischen zwei großen Parteien — dort verschiebt er einige Sitze, hier entscheidet er über den Einzug.
Welche Partei legt in den Umfragen zu, welche verliert?
Vergleich der jüngsten INSA-Erhebung (28.07.) mit der ~30 Tage älteren desselben Instituts (27.06.) — methodisch sauberer als ein Instituts-Mix.
- CDU/CSU: 21 % (-1 Punkte in ~30 Tagen, INSA-Vergleich) · Quelle: dawum.de [29.07.26]
- SPD: 12,5 % (+0,5 Punkte in ~30 Tagen, INSA-Vergleich) · Quelle: dawum.de [29.07.26]
- FDP: 4 % (0 Punkte in ~30 Tagen, INSA-Vergleich) · Quelle: dawum.de [29.07.26]
- Grüne: 13,5 % (+0,5 Punkte in ~30 Tagen, INSA-Vergleich) · Quelle: dawum.de [29.07.26]
- Linke: 11 % (+1 Punkte in ~30 Tagen, INSA-Vergleich) · Quelle: dawum.de [29.07.26]
- AfD: 28 % (-1 Punkte in ~30 Tagen, INSA-Vergleich) · Quelle: dawum.de [29.07.26]
- BSW: 4 % (+1 Punkte in ~30 Tagen, INSA-Vergleich) · Quelle: dawum.de [29.07.26]
Herausgeber: Sebastian Flack · Dieser Beitrag wurde KI-gestützt aus den laufend erhobenen PolitikCheck-Daten erstellt und nach unseren Prüfroutinen gegen die Quelldateien verifiziert. Jede Zahl trägt Quelle und Zugriffsdatum — gefundene Fehler bitte an info@politikcheck-deutschland.de.
Siehe auch
Tagesaktuelle Nachrichten rund um Bundestag, Parteien und Wahlen — mit Quelle und Datum.
Tagesaktuelle Schlagzeilen etablierter und alternativer Medien nebeneinander — im Originalwortlaut, mit Quelle. Keine Wertung.
Regierungszufriedenheit + Partei-Zustimmung aus zwei Primärquellen.
Die acht Bundestagsparteien plus SSW (Sitze, Wahlprogramme, Finanzen) sowie Schlüsselpersonen, Regierung, Länder und Werkzeuge zu den Abgeordneten.