Termin und Verfahren
Gewählt wird am Sonntag, 20. September 2026 — parallel zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Neben dem Abgeordnetenhaus werden die zwölf Bezirksverordnetenversammlungen neu gewählt.
Das Abgeordnetenhaus hat eine verfassungsrechtliche Mindestgröße von 130 Sitzen (Artikel 38 der Verfassung von Berlin); das 2023 gewählte Parlament zählt 159 Mitglieder. Die Sitzverteilung folgt dem Verfahren Hare/Niemeyer, es gilt die Fünf-Prozent-Hürde.
Das Ergebnis von 2023 als Ausgangspunkt
Bei der Wiederholungswahl am 12. Februar 2023 erreichte die CDU 28,2 Prozent (52 Sitze), SPD und Grüne je 18,4 Prozent, die Linke 12,2 Prozent und die AfD 9,1 Prozent; die Wahlbeteiligung lag bei 62,9 Prozent (Landeswahlleitung Berlin).
Seither regiert eine Koalition aus CDU und SPD. Regierender Bürgermeister ist Kai Wegner (CDU), der 2026 erneut als Spitzenkandidat antritt.
Der Umfragestand — datiert, nicht fortgeschrieben
In der INSA-Erhebung (Befragung 14.–21.07.2026, 1.000 Befragte, veröffentlicht am 23.07.2026) lag die AfD bei 19 Prozent, Linke und CDU bei je 18, die Grünen bei 16, die SPD bei 13, FDP und BSW bei je 4 Prozent.
Vier Parteien innerhalb von drei Punkten — die Reihenfolge kann sich zwischen zwei Erhebungen ändern. Den tagesaktuellen Stand mit Verlauf und Sitzrechner auf die Mindestgröße von 130 Sitzen zeigt die Landesseite; dieser Artikel schreibt nichts fort.
Kandidaturen und Zulassung
Als Spitzenkandidaten stehen bislang fest: Kai Wegner (CDU, Regierender Bürgermeister), Steffen Krach (SPD), Kristin Brinker (AfD) und Elif Eralp (Linke).
Der Landeswahlausschuss hat am 24. Juli 2026 zwölf Landeslisten zugelassen (Landeswahlleiter-Pressemitteilung). Bemerkenswert: SPD, CDU und Linke kandidieren berlinweit nicht mit einer Landesliste, sondern mit Bezirkslisten; insgesamt bewerben sich 17 Parteien um Zweitstimmen.