Termin und Verfahren
Gewählt wird am Sonntag, 20. September 2026 — am selben Tag wie das Abgeordnetenhaus von Berlin. Der Termin wurde von der Landesregierung am 29. Juli 2025 bestimmt (laiv-mv.de).
Der Landtag hat eine verfassungsrechtliche Mindestgröße von 71 Sitzen (Artikel 20 Absatz 2 der Landesverfassung); der 2021 gewählte 8. Landtag zählt 79 Mitglieder. Die Sitzverteilung folgt dem Verfahren Hare/Niemeyer, es gilt die Fünf-Prozent-Hürde.
Das Ergebnis von 2021 als Ausgangspunkt
Bei der Landtagswahl am 26. September 2021 erreichte die SPD 39,6 Prozent (34 Sitze), die AfD 16,7 Prozent, die CDU 13,3 Prozent und die Linke 9,9 Prozent; die Wahlbeteiligung lag bei 70,8 Prozent (amtliches Endergebnis).
Seit 2021 regiert eine Koalition aus SPD und Linker. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kandidiert 2026 nicht erneut — die SPD-Spitzenkandidatur war bei Redaktionsstand (31.07.2026) noch offen, ebenso bei AfD und CDU.
Der Umfragestand — datiert, nicht fortgeschrieben
In der Erhebung von Infratest dimap (Befragung 02.–06.07.2026, 1.167 Befragte, veröffentlicht am 09.07.2026) lag die AfD bei 36 Prozent, die SPD bei 29, die Linke bei 12, die CDU bei 9, die Grünen bei 5 und das BSW bei 4 Prozent.
Damit lag die AfD in diesem Bundesland erstmals in Umfragen vorn. Für den tagesaktuellen Stand mit Verlauf und Sitzrechner auf die Mindestgröße von 71 Sitzen verweist dieser Artikel auf die Landesseite — die Zahlen hier bleiben bewusst datiert.
Zulassung und Wahlkampf
Der Landeswahlausschuss entschied am 30. Juli 2026 über die eingereichten Landeslisten; laut Nordkurier wurden 19 Parteien mit insgesamt 313 Kandidaten zugelassen (2021: 24 Parteien). Die amtliche Bekanntmachung erscheint im Amtsblatt M-V.
Als Themen prägen Strukturpolitik in der Küstenregion und Tourismus, Energiewende und Offshore-Wind, demografischer Wandel sowie innere Sicherheit den Wahlkampf.