💶 Geld & Haushalt
Bundeshaushalt, Schulden & Steuergeld
524,5Mrd €
Bundeshaushalt 2026 (Soll)
2.838Mrd €
Staatsschulden 2025
63,5%
Schuldenquote (% BIP)
+115%
Haushalt 2000 → 2026
🆕 Regierungsentwurf 2027
Kabinettsbeschluss 06.07.2026Das Bundeskabinett hat den Entwurf für den Bundeshaushalt 2027 und die Finanzplanung bis 2030 beschlossen. Als Nächstes berät der Bundestag darüber. Belegte Eckpunkte:
- Verteidigung (BMVg): 109,7 Mrd € · NATO-Quote 3,5 % des BIP bis 2029
- Ukraine-Unterstützung: 11,6 Mrd €
- Investitionsquote Kernhaushalt: über 10 % (bis 2030)
- Haushaltslücke 2027 (34 Mrd €) vollständig geschlossen; Handlungsbedarf 2028 von rund 64 auf rund 22 Mrd € gesenkt
- Konsolidierung: 1-%-Einsparvorgabe für alle Ministerien
- Geplante Erhöhung von Alkohol- und Tabaksteuer
Gesamtvolumen und Nettokreditaufnahme beziffert die Kabinetts-Pressemitteilung nicht; sie werden ergänzt, sobald die Zahlen im offiziellen Portal veröffentlicht sind. Quelle: Bundesministerium der Finanzen — Pressemitteilung 06.07.2026 ↗
Entwicklung
So haben sich die Gesamtausgaben des Bundes seit dem Jahr 2000 entwickelt. Die Werte bis 2024 sind Ist-Ergebnisse, 2025/26 sind Soll-Werte aus dem Haushaltsgesetz. Der Sprung 2020/21 entsteht durch die Corona-Nachtragshaushalte.
Gesamtausgaben des Kernhaushalts in Mrd € · 2000–2024 Ist, 2025/26 Soll.
524,5Mrd €
Haushalt 2026 (Soll)
244,4Mrd €
Haushalt 2000 (Ist)
+115%
Anstieg 2000 → 2026 (nominal)
Quelle: Bundesfinanzministerium (Monatsbericht) · Deutscher Bundestag (Haushaltsgesetz) · Stand 25.06.2026. Gesamtausgaben des Kernhaushalts (ohne Sondervermögen). 2000–2024 Ist-Ergebnisse (BMF), 2025/2026 Soll laut Haushaltsgesetz (3. Lesung). Die Spitze 2020/21 entsteht durch die COVID-Nachtragshaushalte.
Schuldenuhr — geschätzter Schuldenstand jetzt
2.671.640.903.000 €
32.008 €
Schulden je Einwohner
+ 7.052 €/Sek.
Anstieg laut Schuldenuhr
Hochrechnung auf Basis von 2.671.640.903.000 € am 01.01.2026. Quelle: Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler ↗ — Schätzung des Verbands, keine amtliche Echtzeit-Zahl; wöchentlich abgeglichen. Amtlicher Schuldenstand siehe Verlauf unten.
Der Schuldenstand des Staates (Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherung) in Mrd € — und die Schuldenquote, also die Schulden im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung (BIP). Die Quote ist der Maßstab der EU-Stabilitätskriterien (Referenzwert 60 %).
Schuldenstand (Mrd €, linke Achse)Schuldenquote (% BIP, rechte Achse)
Quelle: Eurostat — Maastricht-Schuldenstand (gov_10dd_edpt1), querbestätigt Deutsche Bundesbank. Schuldenstand des Staates (Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherung), konsolidiert, Maastricht-Abgrenzung. Wert 2025 vorläufig (EDP-Notifikation). Diese Abgrenzung unterscheidet sich von der Destatis-Schuldenstatistik.
Schuldenbremse & Sondervermögen
2020 · 2021 · 2022 · 2023
Schuldenbremse 2020–2023 viermal ausgesetzt
Der Bundestag stellte für die Jahre 2020–2023 jeweils eine außergewöhnliche Notsituation nach Art. 115 Abs. 2 GG fest und setzte die reguläre Grenze der strukturellen Nettokreditaufnahme aus (begründet u. a. mit COVID-19, Ukraine-Krieg und der Flutkatastrophe im Ahrtal).
Quelle: BMF-Monatsbericht September 2025 ↗0,22 % BIP (Grenze 0,35 %)
Schuldenbremse 2024 wieder eingehalten
Für 2024 galt kein Notlagenbeschluss. Die strukturelle Nettokreditaufnahme lag bei 0,22 % des BIP — die Obergrenze von 0,35 % wurde um 5,4 Mrd. € unterschritten.
Quelle: BMF-Monatsbericht September 2025 ↗100 Mrd. € (Art. 87a GG)
Sondervermögen Bundeswehr: 100 Mrd. €
Der Bundestag beschloss am 3. Juni 2022 mit Zweidrittelmehrheit die Grundgesetzänderung (Art. 87a Abs. 1a GG) für ein kreditfinanziertes Sondervermögen von bis zu 100 Mrd. €. Diese Kreditermächtigung wird nicht auf die Schuldenbremse angerechnet; in Kraft seit 1. Juli 2022.
Quelle: Deutscher Bundestag, Textarchiv (3. Juni 2022) ↗500 Mrd. € (Art. 143h GG)
Sondervermögen Infrastruktur: 500 Mrd. €
Am 18. März 2025 beschloss der Bundestag mit Zweidrittelmehrheit (512 Ja-Stimmen) eine Grundgesetzänderung für ein Sondervermögen von 500 Mrd. € für zusätzliche Infrastruktur-Investitionen und Klimaneutralität bis 2045 — davon 100 Mrd. € für die Länder und 100 Mrd. € für den Klima- und Transformationsfonds. Der Bundesrat stimmte am 21. März 2025 zu.
Quelle: Deutscher Bundestag, Textarchiv (18. März 2025) ↗Anteil über 1 % des BIP
Verteidigungsausgaben aus der Schuldenbremse ausgenommen
Mit der Grundgesetzänderung vom März 2025 (Art. 109/115 GG) werden Ausgaben für Verteidigung, Zivil-/Bevölkerungsschutz, Nachrichtendienste, IT-Sicherheit und Hilfe für völkerrechtswidrig angegriffene Staaten von der Schuldenbremse ausgenommen, soweit sie 1 % des BIP übersteigen.
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ↗Wie viel Steuern Bund, Länder und Gemeinden zusammen einnehmen — die kassenmäßigen Steuereinnahmen insgesamt (vor der Verteilung). Das ist eine andere, größere Größe als der Bundeshaushalt, der nur den Bund umfasst.
Steuereinnahmen insgesamt (Bund, Länder, Gemeinden) in Mrd € · 2025 vorläufig.
989,8Mrd €
Steuereinnahmen 2025
467,2Mrd €
Steuereinnahmen 2000
+112%
Anstieg 2000 → 2025
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) — kassenmäßige Steuereinnahmen insgesamt. Kassenmäßige Steuereinnahmen der Gebietskörperschaften insgesamt (Bund, Länder, Gemeinden) vor der Steuerverteilung — inkl. Gemeindesteuern (Gewerbe-/Grundsteuer), ohne die an die EU abgeführten Zölle. Wert 2025 vorläufig. Nicht direkt mit dem Bundeshaushalt (nur Bund) vergleichbar.
Der Arbeitskreis „Steuerschätzungen" ist ein unabhängiges Gremium, das zweimal im Jahr (Frühjahr und Herbst) die zu erwartenden Steuereinnahmen für das laufende und die folgenden Jahre schätzt — die Grundlage für die Haushaltsplanung von Bund, Ländern und Gemeinden, auf Basis des zum Sitzungszeitpunkt geltenden Steuerrechts.
Mitglieder des Arbeitskreises
998,7Mrd €
Gesamtstaat 2026 (Schätzung)
−87,5Mrd €
ggü. 169. Sitzung (Oktober 2025), Berlin (2026–2030)
1.138Mrd €
Gesamtstaat 2030 (Projektion)
Erwartete Steuereinnahmen je Jahr
Steuereinnahmen insgesamt (Gesamtstaat: Bund, Länder und Gemeinden) in Mrd €. Die Balken zeigen die geschätzte Höhe je Jahr; in der Spalte „ggü. Vorschätzung" steht die Veränderung gegenüber der 169. Sitzung (Oktober 2025), Berlin. 2024 und 2025 sind Ist-Ergebnisse, ab 2026 Schätzungen.
Quelle: Bundesministerium der Finanzen — Arbeitskreis „Steuerschätzungen", Ergebnis Mai 2026 (Ergebnis-PDF, Tabellen 1–8) · 170. Sitzung des Arbeitskreises „Steuerschätzungen" vom 5. bis 7. Mai 2026 in Stralsund · Stand 07.05.2026 · abgerufen 29.06.2026. Werte aus dem amtlichen Ergebnis-PDF der 170. Sitzung (Referat I A 5), Tabelle 1 (Gesamtübersicht) und Tabelle 4 (Bund). 2024/2025 sind Ist-Ergebnisse, 2026–2030 sind Schätzungen auf Basis des geltenden Rechts. „Steuern insgesamt" umfasst Bund, Länder und Gemeinden (vor der EU-Abführung). Die Abweichung bezieht sich auf die vorherige Schätzung (169. Sitzung, Oktober 2025).
Der Bundesrechnungshof
Der Bundesrechnungshof prüft als unabhängige oberste Behörde (Art. 114 GG) die Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes und deckt Verschwendung, Fehlplanung und unwirtschaftliches Handeln auf. Seine Berichte sind amtliche Werke (amtliches Werk, gemeinfrei (§ 5 UrhG)) — anders als das urheberrechtlich geschützte „Schwarzbuch" eines privaten Vereins. Wie das Parlament die Regierung kontrolliert, zeigt Kontrolle der Regierung.
Belegte Fälle
Ausgewählte, im Originalbericht belegte Beanstandungen — jede mit Betrag, zuständigem Ressort und Link zum amtlichen Volltext (Auswahl, nicht vollständig).
- 35 Mio. €BMF2025
35 Mio. Euro fehlinvestiert: BMF beschafft praxisuntaugliche Smartphones
Bemerkungen 2025 Nr. 3 — Volltext (PDF) ↗ - 52 Mio. €2024
Brexit-Anpassungsreserve: Bundesregierung lässt 52 Mio. Euro an EU-Fördermitteln verfallen
Bemerkungen 2024 Nr. 6 — Volltext (PDF) ↗ - 18 Mio. €2024
Task Force des Bundeseisenbahnvermögens nicht mehr notwendig – Ausgaben bis zu 18 Mio. Euro drohen
Bemerkungen 2024 Nr. 11 — Volltext (PDF) ↗ - 87,5 Mio. €BMDV2024
BMDV ignoriert Haushaltsrecht: 87,5 Mio. Euro für unwirtschaftliche Förderung von Eisenbahnverkehrsunternehmen
Bemerkungen 2024 Nr. 13 — Volltext (PDF) ↗ - 8 Mio. €AA2023
AA kauft unnötige Residenz für 8 Mio. Euro – kein Einzelfall für unwirtschaftliche Entscheidungen bei Auslandsliegenschaften
Bemerkungen 2023 Nr. 4 — Volltext (PDF) ↗ - 10 Mrd. €2023
Verspätete Auszahlung von 10 Mrd. Euro gefährdet Zielerreichung und Akzeptanz von Förderprogrammen
Bemerkungen 2023 Nr. 29 — Volltext (PDF) ↗ - 46 Mio. €2022
46 Mio. Euro für den Neubau eines Museumsschiffs: Bundesinteresse fehlt
Bemerkungen 2022 Nr. 4 — Volltext (PDF) ↗ - 200 Mio. €BMVg2022
Konjunkturpaket zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie: BMVg zweckentfremdet 154 von 200 Mio. Euro
Bemerkungen 2022 Nr. 13 — Volltext (PDF) ↗ - 1 Mrd. €2022
Überholte Vergünstigungen bei der Kraftfahrzeugsteuer – Bund verzichtet auf mehr als 1 Mrd. Euro Steuereinnahmen
Bemerkungen 2022 Nr. 19 — Volltext (PDF) ↗ - 300 Mio. €BMDV2022
Klimaschutz-Sofortprogramm 2022: BMDV hat 300 Mio. Euro zweckentfremdet
Bemerkungen 2022 Nr. 30 — Volltext (PDF) ↗ - 340 Mio. €BMDV2022
Pandemiefolgen überkompensiert: BMDV fördert Schienengüterverkehr mit über 340 Mio. Euro mehr als notwendig
Bemerkungen 2022 Nr. 31 — Volltext (PDF) ↗ - 700 Mio. €2022
Investitionskosten von bis zu 700 Mio. Euro einsparen: Finanzhilfen für Ganztagsbetreuung zielgenau ausrichten
Bemerkungen 2022 Nr. 33 — Volltext (PDF) ↗ - 3 Mio. €BMI2021
BMI ändert ohne triftigen Grund Vereinbarung mit einem Land – Zusatzausgabe 3 Mio. Euro
Bemerkungen 2021 Nr. 3 — Volltext (PDF) ↗ - 6,5 Mio. €2021
De-Mail: Elektronisches Pendant zur Briefpost kostete 6,5 Mio. Euro und wird kaum genutzt
Bemerkungen 2021 Nr. 5 — Volltext (PDF) ↗ - 357 Mio. €Bundesagentur für Arbeit2021
Bundesagentur für Arbeit: 357 Mio. Euro Ausgaben für unbesetzte Teilnahmeplätze
Bemerkungen 2021 Nr. 12 — Volltext (PDF) ↗ - 124 Mio. €BMVI2021
BMVI verwendet 124 Mio. Euro zweckfremd für Straßen und Flughäfen statt Schiene: Klimaschutz bleibt auf der Strecke
Bemerkungen 2021 Nr. 22 — Volltext (PDF) ↗ - 1,7 Mio. €Bundeswehr2021
Bundeswehr verschleppt den Kauf wichtiger Geräte für die Pioniere – überflüssige Modernisierung veralteter Geräte kostet 1,7 Mio. Euro
Bemerkungen 2021 Nr. 26 — Volltext (PDF) ↗ - 627 Mio. €BMZ2021
BMZ vergibt 627 Mio. Euro für Entwicklungszusammenarbeit in rechtswidriger Förderpraxis
Bemerkungen 2021 Nr. 29 — Volltext (PDF) ↗ - 500 Mio. €BMWK2021
BMWK setzt jährlich 500 Mio. Euro weitgehend im „Blindflug“ für die Energieforschung ein
Bemerkungen 2021 Ergänzungsband Nr. 44 — Volltext (PDF) ↗
Jahres-Bemerkungen
Der Bundesrechnungshof veröffentlicht jährlich seine „Bemerkungen" zur Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes (Haupt- und Ergänzungsband) — alle Volltexte frei abrufbar:
- 2025Bemerkungen 2025 · ErgänzungsbandPDF ↗
- 2025Bemerkungen 2025 · HauptbandPDF ↗
- 2024Bemerkungen 2024 · ErgänzungsbandPDF ↗
- 2024Bemerkungen 2024 · HauptbandPDF ↗
- 2023Bemerkungen 2023 · ErgänzungsbandPDF ↗
- 2023Bemerkungen 2023 · HauptbandPDF ↗
- 2022Bemerkungen 2022 · ErgänzungsbandPDF ↗
- 2022Bemerkungen 2022 · HauptbandPDF ↗
- 2021Bemerkungen 2021 · ErgänzungsbandPDF ↗
- 2021Bemerkungen 2021 · HauptbandPDF ↗
- 2020Bemerkungen 2020 · ErgänzungsbandPDF ↗
Quelle: Bundesrechnungshof — Bemerkungen 2020–2025 ↗ (amtliches Werk, gemeinfrei (§ 5 UrhG)). Stand 2026-08-06T02:16:03.802Z. Weiterführend (privat, urheberrechtlich geschützt, daher nur verlinkt): Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler ↗.
Etwas genauer wissen wollen?
Du kannst beim Bund per Informationsfreiheitsgesetz nach Unterlagen fragen — oder ein Anliegen als Petition einbringen.
Auch die Abgeordneten selbst werden aus dem Bundeshaushalt bezahlt (Einzelplan 02 — Deutscher Bundestag): die Entwicklung der monatlichen Abgeordnetenentschädigung seit 2013, die jährliche Anpassung nach § 11 AbgG und eine transparente Modellrechnung, was die Grundentschädigung aller Mandate zusammen kostet.
MdB-Diäten — was Abgeordnete bekommen
Grundentschädigung + steuerfreie Kostenpauschale · jährliche Anpassung zum 1. Juli (§ 11 AbgG, gekoppelt an den Nominallohnindex).
Grundentschädigung · ab 2026
11.833 €
pro Monat · steuerpflichtig
– 0 % ggü. Vorjahr
Kostenpauschale
5.467 €
pro Monat · steuerfrei, pauschal
Mitarbeiter-Pauschale
27.396 €
pro Monat · zweckgebunden, nicht an MdB direkt
Verlauf der Grundentschädigung · 2013–2026
- 20138.252 €—
- 20148.667 €+5%
- 20159.082 €+4,8%
- 20169.327 €+2,7%
- 20179.542 €+2,3%
- 20189.780 €+2,5%
- 201910.083 €+3,1%
- 202010.083 €±0%
- 202110.013 €−0,7%
- 202210.323 €+3,1%
- 202310.592 €+2,6%
- 202411.227 €+6%
- 202511.833 €+5,4%
- 202611.833 €±0%
- 2013:Kostenpauschale ab 01.01.2014: 4.204,00 €.
- 2014:Erhöhung per Gesetz (30. Gesetz zur Änderung des AbgG, erste Stufe).
- 2015:Erhöhung per Gesetz (30. Gesetz zur Änderung des AbgG, zweite Stufe).
- 2016:Erste automatische Anpassung nach § 11 Abs. 4 AbgG (Nominallohnindex).
- 2020:Aussetzung der Erhöhung der Grundentschädigung wegen Corona-Krise (Bundestagsbeschluss).
- 2021:Reduzierung wegen rückläufigem Nominallohnindex 2020.
- 2024:Höchste Anpassung der Reihe (+6,0 %).
- 2026:Verzicht auf die turnusmäßige Erhöhung um 4,2 % (auf 12.330,48 €): am 10.07.2026 einstimmig beschlossen (Anpassungsverfahrensabweichungsgesetz 2026, Drs. 21/6330). Kostenpauschale seit 01.01.2026: 5.467,27 €.
Was die Grundentschädigung alle Abgeordneten zusammen kostet · Modellrechnung 2013–2026
Monatsbetrag × 12 × Zahl der Mandate — die Sprünge entstehen durch Diäten-Anpassungen UND die wechselnde Größe des Bundestages (2013: 631 · 2017: 709 · 2021: 736 · 2025: 630 Mandate).
Modellrechnung PolitikCheck: monatliche Grundentschädigung (Stand 1. Juli des Jahres, vor der 1/365-Minderung) × 12 × Zahl der Mandate laut endgültigem Wahlergebnis. Wahljahre werden vereinfachend ganzjährig der neu gewählten Wahlperiode zugerechnet; Kostenpauschale, Mitarbeiterpauschale, Übergangsgelder und Versorgung sind NICHT enthalten. Keine amtliche Kostenangabe.
Weitere Bezüge & Ansprüche
- Bahn-Freifahrt: Bahncard 100 (1. Klasse) für die gesamte Wahlperiode
- Übergangsgeld: Pro Jahr Mandat 1 Monatsbetrag der Grundentschädigung, max. 18 Monate.
- Altersversorgung: Versorgungsanwartschaft pro Mandatsjahr 2,5 % der Grundentschädigung, max. 65 % nach 26 Jahren.
Aktuelle Grundentschädigung exakt: 11.833,47 € / Pauschale 5.467,27 €. Quelle: bundestag.de · Stand 16.07.2026 · Werte laut Datenhandbuch des Bundestages (Kap. 17.2, Stand 11.05.2026) und offizieller Diäten-Seite (Zugriff 16.07.2026). Die Entschädigung wird nach § 11 Abs. 3 AbgG um 1/365 gemindert ausgezahlt (2025/26: 11.801,05 €); angegeben ist der festgesetzte Betrag. 2026: Verzicht auf die Erhöhung, einstimmig beschlossen am 10.07.2026 (Drs. 21/6330).
Wofür der Bund 2026 plant — jeder Einzelplan (Ressort) mit seinem Anteil am Gesamthaushalt, dazu die Sondervermögen außerhalb des Kernhaushalts. Darunter dieselben Zahlen alltagsnah: auf einen Euro heruntergerechnet.
Bundeshaushalt 2026 — wofür der Bund plant
Soll-Werte je Einzelplan, live aus der BMF-Open-API · Schuldenbremse aktiv · 26 Einzelpläne, die größten 12 decken 94 %.
525Mrd €
Gesamtvolumen 2026
98Mrd €
geplante Nettokredit-Aufnahme
135Mrd €
Sondervermögen (extra)
26
Einzelpläne (live)
Größte Einzelpläne · Anteil am Gesamthaushalt
- BMAS197,3 Mrd €37,6 %
Größter Einzelplan: Rentenzuschuss, Bürgergeld, Eingliederung, Sozialhilfe, Bundesagentur-Zuschuss.
- BMVg82,7 Mrd €15,8 %
Kernhaushalt Verteidigung. Zusätzlich Sondervermögen Bundeswehr 100 Mrd Euro.
- AFV47,4 Mrd €9 %
Steuerverbund mit Ländern, EU-Beitrag, allgemeine Bundesleistungen.
- Schuld33,6 Mrd €6,4 %
Zinsen für die Bundesschuld. Steigend wegen höherer Zinsen.
- BMV27,9 Mrd €5,3 %
Bundesfernstraßen, Schiene (DB Netz), Wasserstraßen, ÖPNV-Förderung.
- BMFTR21,8 Mrd €4,2 %
Forschung, Technologie und Raumfahrt: Forschungsförderung und Innovationsprogramme des Bundes.
- BMG21,8 Mrd €4,2 %
Bundeszuschuss zur GKV, Pflege, Pandemievorsorge.
- BMBFSFJ16,7 Mrd €3,2 %
Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Bildungs- und Familienleistungen des Bundes.
- BMI15,8 Mrd €3 %
Bundespolizei, BKA, BAMF, Verfassungsschutz, Sport, IT-Sicherheit.
- BMF10,8 Mrd €2,1 %
Finanzverwaltung des Bundes, unter anderem die Zollverwaltung.
- BMZ10,1 Mrd €1,9 %
Entwicklungszusammenarbeit, multilaterale Hilfe, humanitäre Maßnahmen.
- BMWSB7,7 Mrd €1,5 %
Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: Städtebau- und Wohnraumförderung.
Sondervermögen · zusätzlich zum Kernhaushalt
- Sondervermögen Bundeswehr100 Mrd €
- Klima- und Transformationsfonds (KTF)35 Mrd €
Quelle: Bundesministerium der Finanzen · bundeshaushalt.de (Open Data) · live abgerufen, Stand 06.08.2026 · Soll-Werte, gerundet · Keine Wertung.
Dieselben Zahlen als Steuer-Euro: Wohin fließt 1 €?
Wofür gibt der Bund Ihr Geld aus? Hier ist der gesamte Bundeshaushalt 2026 auf einen Euro heruntergerechnet: Von jedem Euro, den der Bund ausgibt, gehen so viele Cent an die einzelnen Ressorts.
Die Zahlen sind die amtlichen Soll-Werte je Einzelplan, normiert auf den Gesamt-Etat 2026 (524,5 Mrd €). 1 € entspricht 100 Cent.
37,6Cent
je 1 € an BMAS — den größten Posten (Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
62,4Cent
gehen je 1 € allein an die drei größten Ressorts
100,0Cent
= 1 € · auf 26 Einzelpläne verteilt
Von 1 € gehen … Cent an
- BMAS37,6 Cent
- BMVg15,8 Cent
- AFV9,0 Cent
- Schuld6,4 Cent
- BMV5,3 Cent
- BMFTR4,2 Cent
- BMG4,2 Cent
- BMBFSFJ3,2 Cent
- BMI3,0 Cent
- BMF2,1 Cent
- BMZ1,9 Cent
- BMWSB1,5 Cent
Die übrigen 14 Einzelpläne (kleinere Ressorts und Verfassungsorgane) machen zusammen 5,9 Cent je Euro aus.
So ist gerechnet (Methode)
Grundlage sind die amtlichen Soll-Werte je Einzelplan aus dem Bundeshaushalt 2026. Jeder Betrag wird durch den Gesamt-Etat geteilt und mit 100 multipliziert — so ergibt sich der Anteil in Cent je 1 €. Es werden ausschließlich diese Zahlen umgerechnet, nichts wird gewichtet oder bewertet. Rundungen auf eine Nachkommastelle können dazu führen, dass die Summe der angezeigten Cent geringfügig von 100,0 abweicht.
Quelle: Bundesministerium der Finanzen · bundeshaushalt.de (Open Data) · Stand 06.08.2026 · Soll-Werte, normiert auf den Gesamt-Etat 2026. Keine Wertung.
Wirtschaftslage
Fünf amtliche Kennzahlen zur Wirtschaftslage: drei davon monatlich mit Verlauf (Inflation, Arbeitslosenquote, EZB-Leitzins — über die Bundesbank-Zeitreihen-API), dazu Real- und Nominallohn als aktuelle Veränderungsrate (Statistisches Bundesamt). Jeweils mit Wert, Stand und Originalquelle; die kleine Linie zeigt den Verlauf, wo eine Monatsreihe vorliegt.
Inflation (Verbraucherpreise)
2,8%
% gegenüber Vorjahresmonat
Arbeitslosenquote
6,4%
% (registriert, alle zivilen Erwerbspersonen)
Quelle: Bundesagentur für Arbeit ↗
EZB-Leitzins
2,4%
% p.a. (Hauptrefinanzierung, Stand Monatsende)
Quelle: Europäische Zentralbank ↗
Reallohnindex (Veränderung)
1,8%
% gegenüber Vorjahresquartal (preisbereinigt)
Nominallohnindex (Veränderung)
4,1%
% gegenüber Vorjahresquartal (nicht preisbereinigt)
Bezug über die offene Bundesbank-Zeitreihen-API · Stand des Abrufs 06.08.2026 · ausschließlich echte API-Werte mit Periode, keine Wertung.
Weitere gesamtwirtschaftliche Kennzahlen
Ergänzend BIP und Schuldenstand mit Vorperioden-Trend und amtlicher Quelle.
Wirtschaft in Zahlen
Die wichtigsten gesamtwirtschaftlichen Indikatoren Deutschlands — amtlich, mit Vorperioden-Trend.
BIP
Bruttoinlandsprodukt
0,3%
% vs. Vorquartal (preis-, saison-, kalenderbereinigt) · Schnellschätzung. Quartalswert, separat gepflegt.
Schulden
Bundes-Schuldenstand
1.730Mrd €
Mrd Euro (Bund + Sondervermögen) · Inkl. Sondervermögen Bundeswehr. Quartalswert, separat gepflegt.
Quellen je Kachel verlinkt (destatis · Bundesagentur für Arbeit · Deutsche Bundesbank / EZB). Letzter Stand der Periode: 2026-Q1 · Werte werden monatlich aktualisiert · Keine Wertung — nur amtliche Zahlen.
Häufige Fragen zum Bundeshaushalt
Wie hoch ist der Bundeshaushalt?
Der Bundeshaushalt umfasst alle geplanten Einnahmen und Ausgaben des Bundes für ein Jahr, festgelegt im jährlichen Haushaltsgesetz. Die aktuelle Gesamtsumme und die Aufteilung nach Ministerien (Einzelplänen) siehst du oben auf dieser Seite; wohin dein Anteil fließt, zeigt Steuergeld.
Was ist die Schuldenbremse?
Die Schuldenbremse begrenzt die Neuverschuldung des Bundes und ist im Grundgesetz verankert (Artikel 109 und 115). Sie erlaubt dem Bund nur eine eng begrenzte strukturelle Nettokreditaufnahme; in außergewöhnlichen Notlagen kann der Bundestag sie mit Mehrheit aussetzen.
Was ist ein Sondervermögen?
Ein Sondervermögen ist ein rechtlich abgetrennter Haushalts-Topf neben dem regulären Bundeshaushalt – etwa für Verteidigung oder Investitionen. Es darf eigene Kredite aufnehmen und steht außerhalb der regulären Schuldenbremse, muss aber vom Bundestag beschlossen werden.
Wofür gibt der Bund am meisten Geld aus?
Der mit Abstand größte Einzelplan ist traditionell das Ministerium für Arbeit und Soziales – vor allem wegen des Bundeszuschusses zur Rentenversicherung. Die genaue Rangfolge aller Ressorts und die Entwicklung der Preise dahinter (Wirtschaft & Finanzen) findest du auf PolitikCheck.
Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?
Die Haushaltszahlen stammen aus dem Bundesministerium der Finanzen bzw. dem beschlossenen Haushaltsgesetz, ergänzt um die amtliche Steuerschätzung. Jede Zahl ist mit Quelle belegt.
Frag nach, wohin dein Geld fließt
Beim Bund kannst du per Informationsfreiheitsgesetz nach Unterlagen fragen — oder ein haushaltspolitisches Anliegen als Petition einbringen.
Siehe auch
Der Themen- & Daten-Hub: Politikfelder mit belegten Kennzahlen — plus Deutschland in Zahlen (BIP, Inflation, Arbeitsmarkt, Staatsschulden) im EU-Vergleich (Eurostat).
Großspenden (§25 PartG) je Partei und Einträge aus dem Lobbyregister — transparent gelistet.
Namentliche Abstimmungen mit jeder Einzelstimme plus alle weiteren Beschlüsse des Bundestags (angenommen / abgelehnt / überwiesen) — mit amtlicher Quelle.
Alle verwendeten Quellen kategorisiert + direkt verlinkt.