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Wohnen & Mieten

Mietentwicklung, Wohnungsbau und Mietregulierung — vom amtlichen Mietindex bis zur Mietpreisbremse.

Stand 03.08.2026

Überblick

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Die Mieten sind in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen. Der amtliche Verbraucherpreisindex für die tatsächliche Nettokaltmiete kletterte von 100 im Basisjahr 2020 auf 110,0 im Jahr 2025 (Statistisches Bundesamt) — ein Anstieg um zehn Prozent. Die Nettokaltmiete wächst damit langsamer als die allgemeine Inflation (im selben Zeitraum rund 22 Prozent), in vielen Ballungsräumen liegen die Angebotsmieten für neu vermietete Wohnungen aber deutlich höher als im Bundesdurchschnitt.

Gleichzeitig stockt der Wohnungsneubau. Gestiegene Bauzinsen und Baukosten haben die Zahl der Baugenehmigungen und Fertigstellungen sinken lassen. Das im Koalitionsvertrag von 2021 gesetzte Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr wurde in den Folgejahren deutlich verfehlt — die Lücke zwischen Neubaubedarf und tatsächlichem Bau gilt als ein zentraler Treiber steigender Mieten.

Zur Dämpfung der Mieten gibt es mehrere Instrumente. Die Mietpreisbremse begrenzt seit 2015 in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt die zulässige Miete bei Wiedervermietung auf höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Ergänzend regeln Kappungsgrenzen, wie stark Bestandsmieten binnen drei Jahren steigen dürfen; das Wohngeld unterstützt Haushalte mit geringem Einkommen bei den Wohnkosten.

Für die Einordnung wichtig: Wohnen ist für die meisten Haushalte der größte einzelne Ausgabenposten. Die Mietbelastungsquote — der Anteil des Einkommens, der für die Bruttokaltmiete aufgewendet wird — ist besonders in Großstädten und bei einkommensschwachen Haushalten hoch. Wer trotz Suche keine Wohnung findet, für den greift im äußersten Fall die amtliche Statistik der Wohnungslosigkeit.

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