📰 PolitikCheck Blog · Sachsen-Anhalt · 07.09.2026
Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026: das vorläufige Ergebnis
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 06.09.2026 liegt AfD mit 43,8 Prozent der Zweitstimmen vorn, vor CDU mit 17,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,8 Prozent. Das Ergebnis ist vorläufig — endgültig wird es mit der Feststellung durch den Landeswahlausschuss.
veröffentlicht am 07.09.2026
Kurz zusammengefasst
- Worum geht es?
- In Sachsen-Anhalt wurde am 6. September 2026 ein neuer Landtag gewählt. Dieser Beitrag zeigt, wie viele Stimmen die Parteien bekommen haben und was sich gegenüber der letzten Wahl 2021 geändert hat.
- Was ändert sich?
- AfD kam auf 43,8 Prozent der Zweitstimmen, CDU auf 17,2 Prozent. Wählen gegangen sind 77,8 Prozent der Wahlberechtigten.
- Was heißt das für mich?
- Wichtig beim Lesen: „Vorläufig" heißt, dass alle Stimmen ausgezählt sind, das Ergebnis aber noch amtlich festgestellt werden muss. Dabei ändern sich die Zahlen erfahrungsgemäß nur noch geringfügig. Wie viele Sitze eine Partei bekommt, ergibt sich erst aus dieser Feststellung — durch Überhang- und Ausgleichsmandate kann der Landtag größer werden als seine Regelgröße von 83 Sitzen. 2021 wurden daraus 97.
Beispiele
- Zweitstimmen entscheiden über die Stärke der Parteien im Landtag. Mit der Erststimme wird die oder der Abgeordnete des eigenen Wahlkreises direkt gewählt — deshalb kann eine Partei Wahlkreise gewinnen und trotzdem wenige Sitze haben, oder umgekehrt.
Welche Partei hat wie viele Zweitstimmen bekommen?
Nach dem vorläufigen Endergebnis der Landeswahlleiterin entfallen die Zweitstimmen wie folgt. In Klammern die Veränderung gegenüber der Landtagswahl 2021; wo keine Klammer steht, liegt für diese Partei kein Ergebnis von 2021 in unserer Liste. Stand der amtlichen Auszählung: 07.09.2026.
- AfD: 43,8 % (+23,0)
- CDU: 17,2 % (−19,9)
- SPD: 9,3 % (+0,9)
- Grüne: 8,9 % (+3,0)
- Linke: 8,6 % (−2,4)
- BSW: 5,3 %
- FDP: 2,6 % (−3,8)
- Freie Wähler: 1,2 % (−1,9)
Wie hoch war die Wahlbeteiligung?
Von 1.706.851 Wahlberechtigten haben 1.328.211 gewählt — eine Wahlbeteiligung von 77,8 Prozent. Bei der Landtagswahl 2021 lag sie bei 60,3 Prozent. Das ist der höchste Wert seit Beginn unserer Reihe 2002.
- Wahlberechtigte: 1.706.851
- Wählerinnen und Wähler: 1.328.211
- Gültige Zweitstimmen: 1.315.315
Wie verteilen sich die 41 Direktmandate?
In den 41 Wahlkreisen gewinnt jeweils die Bewerberin oder der Bewerber mit den meisten Erststimmen das Direktmandat. Zum Vergleich: 2021 gingen 40 der 41 Wahlkreise an die CDU und einer an die AfD.
- Direktmandate: AfD 38 · Linke 3
Wie viele Sitze hat welche Partei?
Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat 83 Sitze. Für eine Mehrheit sind 42 nötig. Die Sitze verteilen sich nach dem Zweitstimmenergebnis; Direktmandate werden darauf angerechnet.
- AfD: 39 Sitze (38 direkt, 1 über die Liste)
- CDU: 15 Sitze (0 direkt, 15 über die Liste)
- Linke: 8 Sitze (3 direkt, 5 über die Liste)
- SPD: 8 Sitze (0 direkt, 8 über die Liste)
- Grüne: 8 Sitze (0 direkt, 8 über die Liste)
- BSW: 5 Sitze (0 direkt, 5 über die Liste)
- FDP: 0 Sitze (0 direkt, 0 über die Liste)
Welche Bündnisse kämen rechnerisch auf eine Mehrheit?
Für eine Mehrheit sind 42 der 83 Sitze nötig. Was folgt, ist eine reine Rechnung über alle Kombinationen bis fünf Fraktionen: Sie sagt, wer zusammen genug Sitze hätte — nicht, ob ein Bündnis zustande käme. Über Koalitionsaussagen und politische Ausschlüsse sagt sie nichts. Aufgeführt sind nur Bündnisse, in denen jede beteiligte Fraktion gebraucht wird; die Trennung in zwei Listen macht sichtbar, wo die stärkste Fraktion beteiligt ist und wo nicht.
- Mit AfD:
- → AfD + BSW — 44 Sitze
- → AfD + Linke — 47 Sitze
- → AfD + SPD — 47 Sitze
- → AfD + Grüne — 47 Sitze
- Ohne AfD:
- → CDU + Linke + SPD + Grüne + BSW — 44 Sitze
Haben Briefwählende anders gewählt?
Urnen- und Briefwahlbezirke werden getrennt ausgezählt, und sie kommen zu verschiedenen Ergebnissen. 27,4 Prozent der Stimmen kamen per Brief. Die Zahlen sagen, WIE die beiden Gruppen gewählt haben — nicht, warum sie sich unterscheiden. Bekannt ist nur, dass Briefwählende früher entscheiden, teils Wochen vor dem Wahltag. Alles Weitere steht in keiner amtlichen Quelle.
- AfD: Urne 51,2 % · Brief 24,3 % (−26,9 Punkte)
- CDU: Urne 14,5 % · Brief 24,3 % (+9,8 Punkte)
- SPD: Urne 7,7 % · Brief 13,5 % (+5,8 Punkte)
- GRÜNE: Urne 7,4 % · Brief 12,9 % (+5,5 Punkte)
- Die Linke: Urne 7,6 % · Brief 11,0 % (+3,4 Punkte)
- FDP: Urne 2,3 % · Brief 3,3 % (+1,0 Punkte)
Wann steht das endgültige Ergebnis fest?
Das vorläufige Ergebnis wird vom Landeswahlausschuss geprüft und amtlich festgestellt. Erst dann steht fest, wie viele Sitze jede Partei erhält — einschließlich möglicher Überhang- und Ausgleichsmandate. Danach konstituiert sich der neue Landtag und wählt eine Ministerpräsidentin oder einen Ministerpräsidenten.
- Regelgröße des Landtags: 83 Sitze — 2021 wurden daraus 97
- Für eine Mehrheit sind mehr als die Hälfte der tatsächlichen Sitze nötig
Wo hören die Daten auf?
Alle Werte hier sind ausgezählte Stimmen, keine Befragung. Sie sagen, wie gewählt wurde — nicht, warum. Warum eine Partei gewinnt oder verliert, steht in keiner Ergebnisdatei; wer es aus den Zahlen ableitet, deutet. Auch die Mehrheitsrechnung oben ist Arithmetik und keine Prognose: Ob ein Bündnis zustande kommt, entscheiden Menschen, nicht die Sitzzahl.
- Das Ergebnis ist vorläufig, bis der Landeswahlausschuss es feststellt
- Wer per Brief wählt, entscheidet früher — teils Wochen vor dem Wahltag
- Über Wahlmotive sagt die amtliche Statistik nichts
Herausgeber: Sebastian Flack · Dieser Beitrag wurde KI-gestützt aus den laufend erhobenen PolitikCheck-Daten erstellt und nach unseren Prüfroutinen gegen die Quelldateien verifiziert. Jede Zahl trägt Quelle und Zugriffsdatum — gefundene Fehler bitte an info@politikcheck-deutschland.de.
Siehe auch
Tagesaktuelle Nachrichten rund um Bundestag, Parteien und Wahlen — mit Quelle und Datum.
Tagesaktuelle Schlagzeilen etablierter und alternativer Medien nebeneinander — im Originalwortlaut, mit Quelle. Keine Wertung.
Regierungszufriedenheit + Partei-Zustimmung aus zwei Primärquellen.
Die acht Parteien mit bundesweiter Bedeutung plus SSW (Sitze, Wahlprogramme, Finanzen) sowie Schlüsselpersonen, Regierung, Länder und Werkzeuge zu den Abgeordneten.