Zum Inhalt springen

📰 PolitikCheck Blog · Bundestagssitzungen · 09.10.2026

100. Sitzung des Bundestages am 9. Oktober 2026

Was am 9. Oktober 2026 im Bundestag gesprochen wurde: 77 Redebeiträge von 77 Abgeordneten, vor allem zu Wirtschaft & Finanzen und Migration & Asyl — mit Wortlaut und Quelle.

veröffentlicht am 09.10.2026

← 08.10.26

Kurz zusammengefasst

Worum geht es?
Der Bundestag kam zu seiner 100. Sitzung in dieser Wahlperiode zusammen. Zuerst stellte der Digitalminister einen Gesetzentwurf vor, der den Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunknetzen beschleunigen soll. Danach ging es um einen Antrag der AfD mit dem Titel „Maßnahmen für eine wirkliche Migrationswende“ und um einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Qualität in Kitas, zusammen mit einem Antrag der Grünen zu Daten über Bildung. Es folgten drei Anträge der Linken zur Rente und ein Gesetzentwurf der Bundesregierung, der den Zoll im Kampf gegen Finanzkriminalität stärken soll, zusammen mit einem Antrag der Linken dazu. Dann befasste sich der Bundestag mit dem 85. Jahrestag des Massakers von Babyn Jar. Am Ende stand eine von der Linken verlangte Debatte mit dem Titel „Zäsur in Sachsen-Anhalt – Nicht zur Tagesordnung übergehen – Keine Zusammenarbeit mit Rechtsextremen“.
Was ändert sich?
Der Bundestag verabschiedete in dieser Sitzung kein Gesetz und wählte niemanden. Er nahm zwei Anträge zum 85. Jahrestag des Massakers von Babyn Jar an (Plenarprotokoll 21/100, S. 12608). Beim Antrag der Grünen mit dem Titel „85 Jahre Massaker von Babyn Jar – Deutschlands historische Verantwortung für die Ukraine“ stellte der Sitzungsleiter fest: Dafür stimmten Grüne und Linke. Niemand stimmte dagegen. SPD, CDU/CSU und AfD enthielten sich. Die Linke gab danach schriftlich zu Protokoll, ihr Votum laute Enthaltung (Erklärung der Abgeordneten Ina Latendorf im Namen der Fraktion, S. 12634). Für den Antrag von CDU/CSU und SPD mit dem Titel „85. Jahrestag des Massakers von Babyn Jar – Erinnerung bewahren, historische Verantwortung stärken und die Ukraine auf ihrem Weg in Freiheit und Sicherheit unterstützen“ stimmten CDU/CSU, Grüne und SPD. Niemand stimmte dagegen. Linke und AfD enthielten sich. Erst später wird entschieden: Zum ersten Mal beriet der Bundestag drei Gesetzentwürfe der Bundesregierung. Sie betreffen den Ausbau der Telekommunikationsnetze (S. 12561), die Qualität in der Kindertagesbetreuung (S. 12586) und die Stärkung der Zollverwaltung gegen Finanzkriminalität (S. 12601). Alle drei gingen in die Ausschüsse, also in die Fachgruppen des Bundestages. Beschlossen wird erst später. In die Ausschüsse gingen auch der Antrag der AfD zur Migration (S. 12579), der Antrag der Grünen zu Daten über Bildung (S. 12586) und der Antrag der Linken zur Zollreform (S. 12601). Dasselbe gilt für die drei Anträge der Linken zur Rente. Sie tragen die Titel „Keine weitere Erhöhung der Regelaltersgrenze“, „Abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte erhalten“ und „Altersteilzeit weiterhin ab 55 Jahren und im Blockmodell ermöglichen“ (S. 12594). Über diese Anträge stimmte der Bundestag in der Sache nicht ab. Zu Beginn schickte er einen schon laufenden Gesetzentwurf zur Reform der Notfallversorgung zusätzlich in den Ausschuss für Arbeit und Soziales. Niemand widersprach (S. 12547). Die Debatte zu Sachsen-Anhalt endete ohne Abstimmung.
Was heißt das für mich?
Für Bürger ändert sich durch diesen Sitzungstag unmittelbar nichts. Die drei Gesetzentwürfe zu Netzausbau, Kitas und Zoll sind noch nicht beschlossen. Erst beraten die Ausschüsse, dann stimmt der Bundestag ab. Die beiden angenommenen Anträge zu Babyn Jar sind keine Gesetze. Mit einem solchen Antrag hält der Bundestag seine Haltung fest oder fordert die Regierung zu etwas auf.

Beispiele

  • Der Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Karsten Wildberger, nannte Beispiele aus dem Gesetzentwurf zum Netzausbau: Wer Leitungen verlegen will, braucht die Zustimmung der Behörde. Dafür sollen in der Regel zwei Monate statt drei gelten. Wer im vierten Stock zur Miete wohnt, soll Glasfaser genauso bekommen wie der Bewohner eines Einfamilienhauses (S. 12548). Das gilt erst, wenn der Bundestag das Gesetz beschließt.
  • Die Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Karin Prien, sagte zum Gesetzentwurf über die Kitas: Spätestens im fünften Lebensjahr soll bei jedem Kind der Entwicklungsstand erhoben werden, vor allem bei der Sprache. Kitas mit besonders vielen Kindern, die mehr Unterstützung brauchen, sollen bis zu anderthalb zusätzliche Personalstellen erhalten (S. 12580). Auch das gilt erst nach einem Beschluss des Bundestages.
Worum ging es in der 100. Sitzung am 9. Oktober 2026?

Der Bundestag kam am Freitag, 9. Oktober 2026, zur 100. Sitzung der 21. Wahlperiode zusammen. Im Protokoll sind 77 Redebeiträge von 77 Abgeordneten aus 5 Fraktionen erfasst. Am häufigsten ging es um Wirtschaft & Finanzen, Migration & Asyl, Soziales & Arbeit.

Welche Fraktionen kamen zu Wort?

Die Redezeit verteilt sich im Protokoll wie folgt (gezählt werden erfasste Beiträge, nicht Minuten): CDU/CSU 21, AfD 20, SPD 14, Linke 12, Grüne 10. Die Reihenfolge folgt der Anzahl der Beiträge.

  • CDU/CSU: 21 Beiträge von 21 Personen — Hansjörg Durz, Joachim Ebmeyer, Inge Gräßle, Detlef Seif, Florian Oest, David Preisendanz und 15 weitere · Quelle: Deutscher Bundestag, Plenarprotokoll [13.10.26]
  • AfD: 20 Beiträge von 20 Personen — Alexander Arpaschi, Robin Jünger, Ruben Rupp, Gottfried Curio, Beatrix von Storch, Martin Hess und 14 weitere · Quelle: Deutscher Bundestag, Plenarprotokoll [13.10.26]
  • SPD: 14 Beiträge von 14 Personen — Dirk Wiese, Johannes Schätzl, Parsa Marvi, Daniel Bettermann, Hakan Demir, Rasha Nasr und 8 weitere · Quelle: Deutscher Bundestag, Plenarprotokoll [13.10.26]
  • Linke: 12 Beiträge von 12 Personen — Anne-Mieke Bremer, Sonja Lemke, Lea Reisner, Desiree Becker, Heidi Reichinnek, Luigi Pantisano und 6 weitere · Quelle: Deutscher Bundestag, Plenarprotokoll [13.10.26]
  • Grüne: 10 Beiträge von 10 Personen — Rebecca Lenhard, Karoline Otte, Filiz Polat, Lamya Kaddor, Anja Reinalter, Armin Grau und 4 weitere · Quelle: Deutscher Bundestag, Plenarprotokoll [13.10.26]
Was sagten die Abgeordneten der CDU/CSU?

21 erfasste Beiträge. Zitiert ist jeweils der Beginn der Rede im Wortlaut des amtlichen Protokolls — ohne Kürzung im Satz und ohne Deutung. Den vollständigen Redetext enthält das verlinkte Protokoll-PDF.

Was sagten die Abgeordneten der AfD?

20 erfasste Beiträge. Zitiert ist jeweils der Beginn der Rede im Wortlaut des amtlichen Protokolls — ohne Kürzung im Satz und ohne Deutung. Den vollständigen Redetext enthält das verlinkte Protokoll-PDF.

Was sagten die Abgeordneten der SPD?

14 erfasste Beiträge. Zitiert ist jeweils der Beginn der Rede im Wortlaut des amtlichen Protokolls — ohne Kürzung im Satz und ohne Deutung. Den vollständigen Redetext enthält das verlinkte Protokoll-PDF.

Was sagten die Abgeordneten der Linken?

12 erfasste Beiträge. Zitiert ist jeweils der Beginn der Rede im Wortlaut des amtlichen Protokolls — ohne Kürzung im Satz und ohne Deutung. Den vollständigen Redetext enthält das verlinkte Protokoll-PDF.

Was sagten die Abgeordneten der Grünen?

10 erfasste Beiträge. Zitiert ist jeweils der Beginn der Rede im Wortlaut des amtlichen Protokolls — ohne Kürzung im Satz und ohne Deutung. Den vollständigen Redetext enthält das verlinkte Protokoll-PDF.

Wie ist diese Sitzung einzuordnen?

Diese Seite gibt wieder, was im amtlichen Protokoll steht: wer gesprochen hat und mit welchen Worten die Reden beginnen. Sie bewertet nicht, wer recht hat — dafür gibt es die Originalquelle und das eigene Urteil. Ob und wie an diesem Tag per Handzeichen abgestimmt wurde, steht im verlinkten Plenarprotokoll.

Woher stammen diese Angaben?

Alle Angaben stammen aus dem amtlichen Plenarprotokoll 21/100 des Deutschen Bundestages. Die Zitate sind unverändert übernommen.

Herausgeber: Sebastian Flack · Dieser Beitrag wurde KI-gestützt aus den laufend erhobenen PolitikCheck-Daten erstellt und nach unseren Prüfroutinen gegen die Quelldateien verifiziert. Jede Zahl trägt Quelle und Zugriffsdatum — gefundene Fehler bitte an info@politikcheck-deutschland.de.

Siehe auch

Echte Demokratie lebt vom Mitmachen.

Von der Kontrolle der Politiker über das Engagement jedes Einzelnen bis zum konkreten Aktivwerden — jede Stimme zählt.

Wenn dir das Projekt und meine Arbeit gefallen, dann unterstütze mich.

PolitikCheck Deutschland ist werbefrei, ohne Werbe-Tracker und unabhängig — das bleibt nur mit deiner Hilfe so. Schon Weitersagen hilft.

Projekt unterstützen

Politisch neutral

Belegte Quellen

Infos und Fakten

Werbefrei