Plenarprotokoll 21/38 · 21. Bundestag
38. Sitzung · 07.11.2025
Redebeiträge von 73 Abgeordneten in dieser Sitzung — je Person ein Eintrag, aus dem amtlichen Protokoll (PDF) ↗.
Worum ging es? — Zusammenfassung
Die 38. Sitzung am 07.11.2025 umfasste 95 ausgewertete Sachbeiträge von 79 Abgeordneten. Schwerpunkte waren Wirtschaft & Steuern, Klima & Energie, Europa & Außen. Beraten wurden 18 Vorlagen (Drucksachen der 21. Wahlperiode). Den meisten Beifall erhielt Boris Mijatović (Grüne) mit 17 Beifalls-Vermerken. 2 überprüfbare Zahlen-Nennungen deckten sich mit der amtlichen Referenz oder waren kontextabhängig. 2 weitere Nennungen bezogen sich auf einen anderen Zeitraum oder eine Schwelle und wurden daher nicht als Abweichung gewertet.
Beratene Gesetze & Debatten (Auszug)
- Gesetz zur Förderung privater Investitionen und des Finanzstandorts
- Gesetz zur Änderung des Regionalisierungsgesetzes
- Deutschlandticket weiterentwickeln und langfristig sichern
- Vor Ort gut leben – Städte und Gemeinden stärken
Insgesamt 18 Drucksachen dieser Sitzung — vollständige Tagesordnung im amtlichen Protokoll ↗.
73
Abgeordnete am Pult
5
Fraktionen am Pult
419
Zwischenrufe
12
Themenfelder
Reden je Fraktion
Worüber gesprochen wurde
Reaktionen in dieser Sitzung
Beifall und „Lachen“ wörtlich aus den Vermerken des Stenografischen Dienstes — reine Auszählung, keine Wertung.
Meiste Beifallsbekundungen erhielt
Boris Mijatović17×
Johannes Volkmann13×
Lars Rohwer11×
Britta Haßelmann10×
Cem Ince10×
Am häufigsten „Lachen“ geerntet
Dirk Wiese1×
Marc Bernhard1×
Nina Scheer1×
Leif-Erik Holm1×
Helmut Kleebank1×
Wer klatschte für wen
CDU/CSUbekam Beifall vonCDU/CSU 135×SPD 109×Grüne 49×Linke 7×
AfDbekam Beifall vonAfD 96×
SPDbekam Beifall vonSPD 66×CDU/CSU 56×Grüne 39×Linke 18×
Grünebekam Beifall vonGrüne 78×SPD 29×CDU/CSU 12×Linke 11×
Linkebekam Beifall vonLinke 43×Grüne 6×SPD 3×
Beifall aus den eigenen Reihen ist grau, Beifall aus anderen Fraktionen türkis — so werden Koalitions- und Lagermuster sichtbar.
Fakten-Agent: Zahlen im Faktencheck
2 im Plenum genannte Kennzahl(en) mit amtlicher Referenzreihe abgeglichen — keine echte Abweichung, 2 kontextabhängig (anderer Zeitraum / Schwelle).
- ℹ kontextabhängigBundeshaushalt (Ausgaben)
Genannt: 44 Milliarden · Amtlich (aktuell): 524.5 (BMF Open Data (Haushalt 2026))
Kein direkter Abgleich: nennt einen Betrag innerhalb der Kennzahl, keine Angabe zu ihrer Höhe. Die genannte Zahl kann im Satzzusammenhang korrekt sein.
„…ionaleinkommen. Das wären letztendlich für Deutschland, für den Bundeshaushalt, 44 Milliarden Euro. Weitere 6 Milliarden Euro fordern…“ — Rocco Kever (AfD)
- ℹ kontextabhängigBundeshaushalt (Ausgaben)
Genannt: 6 Milliarden · Amtlich (aktuell): 524.5 (BMF Open Data (Haushalt 2026))
Kein direkter Abgleich: nennt einen Betrag innerhalb der Kennzahl, keine Angabe zu ihrer Höhe. Die genannte Zahl kann im Satzzusammenhang korrekt sein.
„…tztendlich für Deutschland, für den Bundeshaushalt, 44 Milliarden Euro. Weitere 6 Milliarden Euro fordern Sie für die globale Gesund…“ — Rocco Kever (AfD)
Geprüft werden nur Kennzahlen mit amtlicher Referenzreihe im Projekt (Arbeitslosenquote/-zahl, Inflation, Bundeshaushalt, Nettokredit). Der Fakten-Agent liest den Satzzusammenhang mit: Nennt eine Zahl ein anderes Bezugsjahr, eine Schwelle oder eine Vergangenheits-Angabe, gilt sie als kontextabhängig und wird NICHT als Abweichung gewertet. Keine Wertung der Aussage · Quelle: amtliches Plenarprotokoll 21/38 (PDF) ↗
Wer in dieser Sitzung geredet hat
Alle 73 Abgeordneten, die laut Protokoll gesprochen haben — je Person ein Zitat-Auszug, filterbar nach Fraktion und Thema. Die Namen verlinken auf das MdB-Profil. Mehrfache Wortmeldungen derselben Person stehen als ein Eintrag.
Reden
Jahr
Fraktion
73 Reden
Kay GottschalkAfD ·
„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kollegen! Liebe Zuschauer! Schaut man, Herr Klingbeil, in den Gesetzentwurf, ist man zunächst mal überrascht. Es ist wie bei Ihrer Reform der Körperschaftsteuer: Sie kommt zu spät, und es ist Klein-Klein.“
Dirk WieseSPD ·
„Die Wegzugsbesteuerung besagt ja, dass Vermögenswerte im Privatvermögen über 500 000 Euro – Anteile von Investmentfonds, Anschaffungskosten – unter diese Wegzugsbesteuerung fallen.“
Mechthilde WittmannCDU/CSU ·
„Frau Präsidentin! Kolleginnen und Kollegen! Wir haben jetzt über zehn Minuten einzig und allein ein Schlechtmachen der Bundesrepublik Deutschland erlebt. Das hat dieses Land nicht verdient! (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD sowie der Abg.“
Katharina BeckGrüne ·
„Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Bürgerinnen und Bürger! Und auch liebe Start-up-, Scale-up- und Finanzierungsszene! Heute geht es endlich um die junge, zukunftsfähige, zukünftige Wirtschaft. Und das ist gut so; das ist ein guter Tag.“
Lisa SchubertLinke ·
„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Zuhörende! Ich spreche als Teil einer jungen Generation, die früh lernen musste, dass ihre Interessen hier nicht vertreten werden, einer Generation, die der führenden Politik in den letzten Jahren dabei zuschauen durfte, wie sie die Reichen immer reicher, die Armen immer ärme …“
Frauke HeiligenstadtSPD ·
„Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Lassen Sie mich ganz kurz auf einige Wortbeiträge eingehen. Die Rechtsaußenseite malt alles total schwarz und ist der Vergangenheit verhaftet. Sie reden noch über das Zukunftsfinanzierungsgesetz aus der letzten Legislaturperiode.“
Hauke FingerAfD ·
„Frau Präsidentin! Geschätzte Kollegen! Hochverehrte Bürger! Gerade wurde hier behauptet, dass wir von der AfD die Zukunft immer nur schwarzmalen würden.“
Fritz GüntzlerCDU/CSU ·
„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! Wir haben es heute schon mehrfach gehört – das bestreitet hier ja auch niemand –: Unsere Wirtschaft steht vor herausfordernden Zeiten.“
Sascha MüllerGrüne ·
„Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Bei dem vorliegenden Gesetzentwurf handelt es sich im Wesentlichen um das Gesetz, das bereits zu Zeiten unserer Regierungsbeteiligung als Zukunftsfinanzierungsgesetz II auf den Weg gebracht wurde. (Zuruf der Abg.“
Klaus WienerCDU/CSU ·
„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Nach den Standortverschlechterungsreden der AfD noch etwas zum Standortfördergesetz, und zwar – weil viele Details schon angesprochen wurden – aus gesamtwirtschaftlicher Sicht. Ja, es stimmt, Deutschland steckt in einer tiefen Strukturkrise.“
Philipp RottwilmSPD ·
„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Für mich steht das Standortfördergesetz unter einer ganz einfachen Überschrift: Weniger Bürokratie, mehr Investitionen. Unser Land steht wirtschaftlich vor drei zentralen Herausforderungen: Erstens.“
Philip HoffmannCDU/CSU ·
„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Mit dem vorliegenden Standortfördergesetz verbessern wir die Rahmenbedingungen für private Investitionen und für den Finanzplatz Deutschland.“
Marc BernhardAfD ·
„Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Sie wollen 2 Prozent der Fläche Deutschlands mit Windindustrieanlagen zupflastern. Das heißt, dass zu den 30 000 Windrädern, die heute schon das Land überziehen, 90 000 weitere Monsteranlagen dazukommen.“
Sepp MüllerCDU/CSU ·
„Ich würde gern im Zusammenhang vortragen. Es kann gerne danach interveniert werden. Das zieht sich durch Ihren ganzen Antrag. Aber was will die AfD eigentlich? Schauen wir uns das doch mal ganz genau an.“
Malte KaufmannAfD ·
„Frau Präsidentin, danke, dass Sie die Intervention zugelassen haben. – Herr Müller, ich wollte Ihnen eigentlich eine Zwischenfrage stellen, als Sie gesagt haben, die AfD sei die Abrissbirne für Deutschland, (Dr.“
Katrin UhligGrüne ·
„Wir sind noch nicht bei allen Aspekten so weit, wie wir sein sollten; aber die Energiewende ist ein Mitmachprojekt, das unsere Energieversorgung breiter aufstellt und uns unabhängiger machen wird. (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie des Abg.“
Nina ScheerSPD ·
„Nein, danke. – Wir haben weltweit im ersten Halbjahr einen enormen Zuwachs an Strombedarfen zu verzeichnen. Wir haben 369 Terawattstunden zusätzlichen Strombedarf durch KI und Rechenzentren. Wir haben aber zugleich auch einen Zuwachs in Höhe von 403 Terawattstunden durch Erneuerbare-Energien-Technologien.“
Adam BaltenAfD ·
„Vielen Dank für das Zulassen der Kurzintervention, Frau Präsidentin. – Sehr geehrte Frau Dr. Nina Scheer, Sie kennen sich mit Politikwissenschaften aus – schließlich haben Sie dies gelernt –, und Sie sind auch Violinistin. Hier geht es aber um knallharte Themen; es geht darum, wie die Musik spielt.“
Janine WisslerLinke ·
„Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Kurz vor der Klimakonferenz in Brasilien warnt die UN, dass wir aktuell auf 2,8 Grad Erderwärmung zusteuern. Das 1,5-Grad-Fenster schließt sich. Und mit jedem Zehntelgrad mehr werden die Folgen dramatischer: Hitze, Dürren, Fluten, Ernteausfälle.“
Hans KollerCDU/CSU ·
„Herr Kollege, das mag heute so sein. Ich habe von Fukushima, vom Jahr 2011 gesprochen. (Sepp Müller [CDU/CSU], an die AfD gewandt: Genau, hören Sie doch mal zu!) Wenn morgen wieder irgendwo etwas passiert, dann drehen sich die Umfragen sehr schnell wieder.“
Leif-Erik HolmAfD ·
„Liebe Bürger! Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Andere Länder gehen einen realistischen Weg, Herr Koller und alle anderen hier, sie gehen den Weg der Kernkraft, weil er richtig ist, (Beifall bei der AfD) während wir uns in Deutschland hier immer noch mit Vers eins der Klimakirche befassen: „Wind und Sonne stell …“
Helmut KleebankSPD ·
„Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der vorliegende Antrag der AfD stellt den Umbau unseres Energiesystems grundsätzlich in Frage. (Dr. Rainer Kraft [AfD]: Ja!) Wichtig in diesem Zusammenhang ist: Wie wird so etwas begründet?“
Alaa AlhamwiGrüne ·
„Herr Präsident! Kolleginnen und Kollegen! Haben Sie auch ein Déjà-vu? Schon vor der Sommerpause hat die AfD-Fraktion einen Antrag eingebracht, mit dem sie mal eben alle Klimaschutzgesetze abschaffen, internationale Verpflichtungen über Bord werfen und Deutschland zurück in die energiepolitische Steinzeit katapultieren …“
Maria-Lena WeissCDU/CSU ·
„Herr Präsident! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Deutschland braucht eine Energiepolitik mit verlässlichen Rahmenbedingungen, eine Energiepolitik, die Sicherheit schafft und die unseren wirtschaftlichen Erfolg schützt.“
Dirk BrandesAfD ·
„Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Sehr verehrte Strompreiszahler! Herr Kleebank, Sie haben eben angeprangert, dass die AfD sich dem Klimawandel, der seit Menschengedenken, im Grunde seit Planetengedenken besteht, anpassen möchte.“
Lars RohwerCDU/CSU ·
„Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wer den Kopf so tief wie die AfD in den Sand steckt, für den ist jedes Land verloren. (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN) Und wer so tief drinsteckt, der kann auch nicht mehr zuhören.“
Stephan StrackeCDU/CSU ·
„Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Zukunft des Deutschlandtickets ist gesichert. Wir sorgen für Verlässlichkeit und Klarheit. Die zentrale Botschaft des vorliegenden Gesetzentwurfs ist: Das Deutschlandticket ist für die nächsten fünf Jahre gesichert.“
Wolfgang WiehleAfD ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ein beliebter Scherz über die Bahn sagt: Da können Sie das Leben in vollen Zügen genießen. – Ein übler Scherz auf Kosten der Bürger ist es aber, wenn die Politik für diese vollen Züge auch noch selber sorgt.“
Isabel CademartoriSPD ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr verehrten Kolleginnen und Kollegen! Ehrlichkeit währt am längsten, sagt der Redner von der AfD, drückt sich aber in seiner Rede drei bis vier Minuten darum, ehrlich zu sagen, welchen Preis die AfD dem Deutschlandticket denn nun geben würde.“
Victoria BroßartGrüne ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich zitiere hier aus dem Koalitionsvertrag: „Das Deutschlandticket wird über 2025 hinaus fortgesetzt.“
Luigi PantisanoLinke ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte demokratische Kolleginnen und Kollegen! Sie feiern sich dafür, dass die Finanzierung des Deutschlandtickets bis 2030 gesichert ist. Aber was bringt das, wenn das Ticket Jahr für Jahr teurer wird? 63 Euro ab 2026, bis 2030 wird es dann sogar fast 80 Euro kosten.“
Michael DonthCDU/CSU ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich komme mal zurück zum Deutschlandticket. Der Verkehrsausschuss hat über den heute zum Beschluss vorliegenden Gesetzentwurf debattiert und vor einem Monat eine öffentliche Anhörung dazu durchgeführt.“
Ulrich von ZonsAfD ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wenn im Winter die Heizung ausfällt und im Sommer die Klimaanlage, wenn es am Tresen kein Bier gibt und Sie sich nur noch fragen: „Was ist eigentlich mit unserem Land los?“, dann sitzen Sie in der Deutschen Bahn.“
Björn SimonCDU/CSU ·
„Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Die letzte Rede muss ich, glaube ich, nicht großartig kommentieren. Von den beiden Rednern der AfD haben wir keinen Vorschlag gehört, wie man es besser machen könnte, als wir es tun. Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch und sind sehr gut.“
Charlotte NeuhäuserLinke ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Abgeordnete! Vor 30 Jahren fand in Kopenhagen der erste Weltsozialgipfel statt, diese Woche der zweite in Doha. Und ich frage: Interessiert sich niemand mehr für globale Gerechtigkeit?“
Johannes VolkmannCDU/CSU ·
„Ich schließe mit einem Zitat, und zwar ist es von denen, die heute noch nicht zu Wort gekommen sind, nämlich von Menschen aus der sudanesischen Zivilgesellschaft selbst: Frieden ohne Gerechtigkeit ist eine Illusion. Rechenschaft ist kein Luxus, sondern die Vorbedingung für dauerhaften Frieden im Sudan.“
Rocco KeverAfD ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kollegen! Stellen Sie sich vor: Ein deutscher Rentner sucht monatelang nach einem Arzttermin – vergeblich. Eine Familie wartet auf einen Kitaplatz – Fehlanzeige. Die unterbezahlte Krankenschwester, die nach einer Gehaltserhöhung fragt, muss hören, dass dafür kein Geld da ist.“
Parsa MarviSPD ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Vor fast genau 30 Jahren, im Jahr 1995, trafen sich die Vereinten Nationen in Kopenhagen und setzten ein starkes Zeichen für den sozialen Zusammenhalt in der Weltgemeinschaft. Damals war die Hoffnung groß.“
Ulle SchauwsGrüne ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein gutes Leben, wünschen wir uns das nicht alle, und zwar auch für alle Menschen, bis auf die AfD? (Stephan Brandner [AfD]: Wir sind wohl keine Menschen?) Doch davon sind wir weiter entfernt denn je, wie der Weltsozialgipfel in Doha deutlich gezeigt hat.“
Wolfgang StefingerCDU/CSU ·
„Vielen Dank. – Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Deutschland trägt Verantwortung in der Welt. Ich sage das deshalb so deutlich, weil ich, wenn ich Ihren Antrag lese, insbesondere den ersten Satz, der suggeriert, wir hätten eine besondere Verpflichtung aufgrund der deutschen Geschichte, schon klarstellen m …“
Denis PauliAfD ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Liebe Zuschauer! Dieser Antrag gibt sich den Anschein einer Robin-Hood-Politik: den Reichen etwas nehmen und den Armen geben. Aber in diesem Antrag der Linken läuft es genau andersherum.“
Ralf StegnerSPD ·
„Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! 30 Jahre nach Kopenhagen endete in Doha der zweite Weltsozialgipfel der Vereinten Nationen. 320 Millionen Menschen brauchen humanitäre Hilfe, 1,1 Milliarden leben in Armut, 730 Millionen hungern. Das sind keine abstrakten Zahlen, das sind Menschen in bitterer Not.“
Beatrix von StorchAfD ·
„Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wir sprechen heute über 80 Jahre Vereinte Nationen. Eine größere Einladung an die Sonntagsredner der Republik gibt es nicht. UN verklären, Probleme ausblenden, Lage schönreden statt Realität sehen. Und die UN-Realität ist diese: Erstens.“
Boris MijatovićGrüne ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Was seit 2,5 Jahren im Sudan passiert, ist eine humanitäre Katastrophe von unfassbarem Ausmaß. Und es ist ein Blutbad mit Ankündigung.“
Vinzenz GlaserLinke ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Die Bilder aus Al-Faschir zeigen Blut auf dem Sand, und wenn wir nicht handeln, klebt dieses Blut auch an unseren Händen. Menschen, die aus Al-Faschir fliehen konnten, berichten von unermesslichem Grauen.“
Roland TheisCDU/CSU ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Vor 80 Jahren erklärte der damalige US-Präsident Harry S. Truman: Darum haben wir hier beschlossen, dass Macht und Stärke nicht zum Führen von Kriegen, sondern zur Bewahrung des Friedens eingesetzt werden sollen.“
Tobias EbenbergerAfD ·
„Vielen lieben Dank, Herr Kollege. – Es fühlt sich sicherlich gut an, so ein Hohelied auf die Vereinten Nationen zu singen, wie Sie das taten. Dass die UN heute leider nichts mehr großartig mit Frieden zu tun hat, war ab dem Moment klar, an dem sie Annalena Baerbock, eine Grüne von der Kriegspartei dahinten, (Claudia Ro …“
Alexander WolfAfD ·
„Sehr geehrtes Präsidium! Meine Damen und Herren! 80 Jahre, aber kein Grund, zu jubeln! Gegründet wurden die Vereinten Nationen, um Frieden und Sicherheit zu befördern und zu gewährleisten. Leider sind sie in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu einer gigantischen Umverteilungsmaschinerie verkommen.“
Lars CastellucciSPD ·
„Vielen Dank. – Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Am Ende der Debatte will ich zunächst einmal Danke sagen, dass sie überhaupt ermöglicht wurde. Es ist eine Vereinbarte Debatte. Dazu haben die Fraktionen Ja gesagt.“
Jürgen CoßeSPD ·
„Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Vielleicht ist es Zufall, dass wir vorher eine außenpolitische Debatte geführt haben und jetzt direkt danach eine kommunalpolitische Debatte führen. Viele werden sich noch an den Spruch „Global denken, lokal handeln“ erinnern.“
Carolin BachmannAfD ·
„Herr Präsident! Werte Kollegen! 25 Milliarden Euro Investitionsrückstand, flächendeckend Haushaltskonsolidierungen: Und Sie spielen sich hier als Retter der Kommunen auf! Sie alle haben die Kommunen unseres Landes mit Ihrer Politik erst an den Rand des Kollapses gebracht.“
Wilhelm GebhardCDU/CSU ·
„Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der Titel des Antrags verspricht ja Großes: „Vor Ort gut leben – Städte und Gemeinden stärken“.“
Britta HaßelmannGrüne ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wir reden heute über die Lage der Städte und Gemeinden, und das ist zwingend notwendig. Wenn wir an die Städte und Gemeinden denken, in denen wir leben, dann fällt auf: Sie sind so vielfältig wie unser Land insgesamt, und sie sind schön.“
Sahra MirowLinke ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Finanzlage der Kommunen ist bekanntermaßen dramatisch, und sie verschlechtert sich von Tag zu Tag weiter. Der Antrag der Grünen ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, er ist für mich als Linke aber unzureichend.“
Heiko HainCDU/CSU ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Kollegin Haßelmann, dass Sie den Bundeskanzler auch nach zwei Wochen immer noch bewusst falsch verstehen wollen, ist eigentlich genauso erschreckend wie die fehlende Substanz in Ihrem Antrag. Es ist einfach unglaublich.“
Karoline OtteGrüne ·
„Kollege Hain, ich darf Ihnen eine Frage stellen, und diese lautet: Wann denn? 25 Milliarden Euro Defizit im Jahr 2024, 30 Milliarden Euro – sehr wahrscheinlich mehr – in diesem Jahr. Fürs nächste Jahr sind die Aussichten nicht gerade rosiger. Die Frage ist: Wann denn?“
Bastian TreuheitAfD ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wieder einmal legen die Grünen einen Antrag vor, der angeblich die Kommunen stärken soll. Doch die Wahrheit ist: Es sind genau diese Grünen, die in der vergangenen Ampelregierung unsere Kommunen systematisch weiter geschwächt haben.“
Robert TeskeAfD ·
„Herr Präsident! Sehr verehrte Damen und Herren! Deutschland stand einmal für Qualität, für Ingenieurskunst. Deutschland hat Maschinen gebaut, die die Welt in Bewegung gesetzt haben, und hat Gesetze geschaffen, die auf eine gute preußische Art Vernunft mit Verantwortung verbanden.“
Lars EhmCDU/CSU ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Sichere Produkte sind kein Luxus. Sie sind eine Errungenschaft des Verbraucher- und Arbeitsschutzes und die Grundlage für Vertrauen: Vertrauen in das Funktionieren unserer Wirtschaft, unserer Unternehmen und unseres Staates, der für Ordnung und Verlässlic …“
Ricarda LangGrüne ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Produktsicherheit, das klingt erst mal wahnsinnig technisch, es ist aber zutiefst menschlich. Es geht um Sicherheit am Arbeitsplatz. Es geht um das Vertrauen der Verbraucher, um die Gesundheit, und, ja, in manchen Fällen geht es sogar ums Überleben.“
Cem InceLinke ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Abgeordnete! Liebe Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben! Giftstoffe in unserer Kleidung? Ja, zum Beispiel Nonylphenol. Es greift das Hormonsystem an und kann bleibende Schäden verursachen.“
Jan DierenSPD ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Abgeordnete! Liebe Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben und Unternehmen! Wenn ich in den Supermarkt gehe, um Lebensmittel zu kaufen, dann will ich natürlich, dass sie frisch sind. Ich will keine faulen oder schlechten Lebensmittel essen.“
Carsten BeckerAfD ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Ich muss Sie korrigieren: Das ist schon meine zweite Rede, aber trotzdem vielen Dank für die aufmerksame Geste. – Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Landsleute!“
Kai WhittakerCDU/CSU ·
„Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich bin, offen gesagt, immer wieder überrascht, mit welcher Inbrunst die AfD selbst so harmlose Gesetze wie dieses Produktsicherheitsgesetz ablehnt. (Stephan Brandner [AfD]: Der Putin hat’s uns befohlen! Es gab einen Anruf aus Moskau!“
Hülya DüberCDU/CSU ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Artikel 38 der EU-Grundrechtecharta sichert auf der Grundlage gemeinsamer Werte und auf den Grundsätzen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein hohes Verbraucherschutzniveau und bekennt sich zu einem freien Warenverkehr.“
Luise AmtsbergGrüne ·
„Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Vor wenigen Tagen hat die paramilitärische Miliz Rapid Support Forces die Stadt Al-Faschir in Darfur nach monatelanger Belagerung eingenommen.“
Anna Leonore Labitzke RathertAfD ·
„Vielen Dank. – Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Der Krieg im Sudan gehört zu den grausamsten und zugleich am wenigsten beachteten Konflikten unserer Zeit.“
Markus KoobCDU/CSU ·
„Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Allein die Redebeiträge von rechts und links würden schon fünf Minuten Redezeit erfordern, um alles geradezurücken. (Beifall des Abg. Johannes Volkmann [CDU/CSU]) Aber wir sprechen heute über ein anderes Thema.“
Rainer RothfußAfD ·
„Sehr verehrter Herr Präsident! Werte Damen und Herren! Die aktuelle humanitäre Katastrophe im Sudan geht uns direkt an. Über 150 000 Tote, zwischen 11 und 14 Millionen Vertriebene, 25 Millionen Hungernde, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.“
Jonas GeisslerCDU/CSU ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir führen eigentlich eine sehr gute Debatte über den Sudan. Ich glaube, es ist eine Debatte, die angemessen ist. Aber wir müssen trotzdem darauf achten, wie wir gewisse Sätze formulieren und was man hineininterpretieren kann.“
Gerold OttenAfD ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Die humanitäre Lage im Sudan ist, wie heute schon so oft gehört, eine der größten Tragödien unserer Zeit. Sie spielt sich aber weitgehend außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung ab, die vom Krieg in der Ukraine und der Lage im Gazastreifen bestimmt wird.“
Derya Türk-NachbaurSPD ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Ja, lieber Adis, während wir hier im Plenarsaal reden, hungern nicht nur Menschen, es brennen in Darfur Dörfer, Frauen werden vergewaltigt, Kinder verhungern, Familien werden auseinandergerissen.“
Thomas RachelCDU/CSU ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Einnahme der Stadt Al-Faschir im Süden des Sudan durch die Rapid Support Forces markiert einen neuen, einen entsetzlichen Höhepunkt in einem Krieg, der das Land zerreißt.“
Zwischenrufe in dieser Sitzung
419 namentlich protokollierte Zwischenrufe in dieser Sitzung (amtliches Protokoll).
Für diese Sitzung liegen keine Wortlaut-Beispiele mehr im rollenden Fenster (die neuesten 4.000 Zwischenrufe der Wahlperiode) — die Zählung oben ist vollständig. Wortlaute stehen im amtlichen Protokoll ↗.
Quelle: Deutscher Bundestag — amtliches Plenarprotokoll 21/38 über die DIP-Schnittstelle. Zuordnung über den amtlichen Redner-Marker; Reden in Regierungsfunktion erscheinen im Protokoll unter der Amtsbezeichnung und sind hier ggf. nicht erfasst. Keine Wertung.
Rede gelesen — jetzt nachfragen
Du hast gelesen, was deine Abgeordneten im Plenum sagen. Frag sie öffentlich, wie sie zu deinem Thema stehen.
Siehe auch
Wie oft die Fraktionen Schlagworte wie Migration, Klima oder Freiheit nutzen — ausgezählt über alle WP21-Protokolle.
Was klickt: Aufrufzahlen der Politiker-Videos und Bundestagsreden als Clips — täglich erhoben, Methodik offen.
Die 16 Landesparlamente an einem Ort: wer die Fraktionen führt (mit Kontakt, Quelle und Zugriffsdatum) und was im Plenum wörtlich gesagt wird — Reden ab 2026, filterbar nach Landtag.
Aktuelle Gesetze, Anträge und Anfragen im Bundestag — täglich aus dem DIP.