Plenarprotokoll 21/85 · 21. Bundestag
85. Sitzung · 24.06.2026
Redebeiträge von 69 Abgeordneten in dieser Sitzung — je Person ein Eintrag, aus dem amtlichen Protokoll (PDF) ↗.
Worum ging es? — Zusammenfassung
Die 85. Sitzung am 24.06.2026 umfasste 236 ausgewertete Sachbeiträge von 96 Abgeordneten. Schwerpunkte waren Wirtschaft & Steuern, Gesundheit, Europa & Außen. Beraten wurden 20 Vorlagen (Drucksachen der 21. Wahlperiode). Den meisten Beifall erhielt Friedrich Merz (CDU/CSU) mit 51 Beifalls-Vermerken. Am häufigsten mit „Lachen“ quittiert wurde Johannes Wagner (Grüne) (2×). 2 überprüfbare Zahlen-Nennungen deckten sich mit der amtlichen Referenz oder waren kontextabhängig. 2 weitere Nennungen bezogen sich auf einen anderen Zeitraum oder eine Schwelle und wurden daher nicht als Abweichung gewertet.
Beratene Gesetze & Debatten (Auszug)
- Gesetz zum Schließen einer Gerechtigkeitslücke bei der Besteuerung von Immobilienveräußerungen
- Gesetz zur Änderung des Wärmeplanungsgesetzes
- Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung
- Demokratie stärken […] durch Geschlechterparität
Insgesamt 20 Drucksachen dieser Sitzung — vollständige Tagesordnung im amtlichen Protokoll ↗.
69
Abgeordnete am Pult
6
Fraktionen am Pult
504
Zwischenrufe
12
Themenfelder
Reden je Fraktion
Worüber gesprochen wurde
Reaktionen in dieser Sitzung
Beifall und „Lachen“ wörtlich aus den Vermerken des Stenografischen Dienstes — reine Auszählung, keine Wertung.
Meiste Beifallsbekundungen erhielt
Friedrich Merz51×
Leif-Erik Holm18×
Ines Schwerdtner16×
Johannes Wagner11×
Martin Reichardt10×
Am häufigsten „Lachen“ geerntet
Johannes Wagner2×
Klaus Wiener2×
Friedrich Merz1×
Jürgen Hardt1×
Janine Wissler1×
Wer klatschte für wen
CDU/CSUbekam Beifall vonCDU/CSU 123×SPD 82×Grüne 15×Linke 4×
AfDbekam Beifall vonAfD 68×SPD 1×
Grünebekam Beifall vonGrüne 57×SPD 15×Linke 10×CDU/CSU 9×
Linkebekam Beifall vonLinke 41×Grüne 7×SPD 4×
SPDbekam Beifall vonSPD 30×CDU/CSU 20×Grüne 15×Linke 6×
- fl.fraktionslosbekam Beifall vonGrüne 2×Linke 2×
Beifall aus den eigenen Reihen ist grau, Beifall aus anderen Fraktionen türkis — so werden Koalitions- und Lagermuster sichtbar.
Fakten-Agent: Zahlen im Faktencheck
2 im Plenum genannte Kennzahl(en) mit amtlicher Referenzreihe abgeglichen — keine echte Abweichung, 2 kontextabhängig (anderer Zeitraum / Schwelle).
- ℹ kontextabhängigBundeshaushalt (Ausgaben)
Genannt: 30 Milliarden · Amtlich (aktuell): 524.5 (BMF Open Data (Haushalt 2026))
Kein direkter Abgleich: nennt einen Betrag innerhalb der Kennzahl, keine Angabe zu ihrer Höhe. Die genannte Zahl kann im Satzzusammenhang korrekt sein.
„…n Schulden sind nie kostenlos. Allein in diesem Jahr sind das im Bundeshaushalt 30 Milliarden Euro – 30 Milliarden Euro, die von Bürg…“ — Vanessa-Kim Zobel (CDU/CSU)
- ℹ kontextabhängigBundeshaushalt (Ausgaben)
Genannt: 30 Milliarden · Amtlich (aktuell): 524.5 (BMF Open Data (Haushalt 2026))
Kein direkter Abgleich: nennt einen Betrag innerhalb der Kennzahl, keine Angabe zu ihrer Höhe. Die genannte Zahl kann im Satzzusammenhang korrekt sein.
„…ostenlos. Allein in diesem Jahr sind das im Bundeshaushalt 30 Milliarden Euro – 30 Milliarden Euro, die von Bürgerinnen und Bürgern e…“ — Vanessa-Kim Zobel (CDU/CSU)
Geprüft werden nur Kennzahlen mit amtlicher Referenzreihe im Projekt (Arbeitslosenquote/-zahl, Inflation, Bundeshaushalt, Nettokredit). Der Fakten-Agent liest den Satzzusammenhang mit: Nennt eine Zahl ein anderes Bezugsjahr, eine Schwelle oder eine Vergangenheits-Angabe, gilt sie als kontextabhängig und wird NICHT als Abweichung gewertet. Keine Wertung der Aussage · Quelle: amtliches Plenarprotokoll 21/85 (PDF) ↗
Wer in dieser Sitzung geredet hat
Alle 69 Abgeordneten, die laut Protokoll gesprochen haben — je Person ein Zitat-Auszug, filterbar nach Fraktion und Thema. Die Namen verlinken auf das MdB-Profil. Mehrfache Wortmeldungen derselben Person stehen als ein Eintrag.
Reden
Jahr
Fraktion
69 Reden
Leif-Erik HolmAfD ·
„Liebe Bürger! Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Es wird höchste Zeit, dass wir hier Tacheles reden über diese Linke. (Dr. Irene Mihalic [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Alle wahlkämpfenden AfD-Abgeordneten reden!) Eine Partei, die praktisch alle Andersdenkenden als Faschisten sieht, muss schon sehr weit entfernt sein von …“
Sebastian RoloffSPD ·
„Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Herr Bundeskanzler, im Wettbewerb mit China sind in den letzten Jahren Hunderttausende Arbeitsplätze in der Industrie verloren gegangen. Die Prognosen deuten auf noch weitere hin. Wir hätten eigentlich einen starken Hebel, dem entgegenzutreten, nämlich die öffentliche Beschaffung.“
Katharina DrögeGrüne ·
„Herr Bundeskanzler, Sie sprechen von Reformen, doch an vielen Stellen ist die Politik Ihrer Regierung eine harte Sparpolitik zulasten derjenigen, die am dringendsten unsere Unterstützung bräuchten.“
Jürgen HardtCDU/CSU ·
„Danke schön, Frau Präsidentin. – Lieber Herr Bundeskanzler, nicht zuletzt unter Ihrer Kanzlerschaft ist Deutschland zur führenden Nation bei der Unterstützung der Ukraine geworden, politisch und auch wirtschaftlich. (Lachen bei der AfD – Beatrix von Storch [AfD]: Das ist das Einzige, wo wir führen!“
Janine WisslerLinke ·
„Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Die AfD hat einen Antrag vorgelegt, der wieder einmal zeigt, dass die AfD eben nicht die Mehrheit der Menschen entlasten will, sondern Reiche und Konzerne, dass sie eine Partei der Ungerechtigkeit und des Sozialabbaus ist.“
Ulrike Schielke-ZiesingAfD ·
„Herr Bundeskanzler, in Ihrer Pressekonferenz gestern haben wir eine seltene Einigkeit zwischen Ihnen und Ihrer Kollegin Bas erleben können, was die versprochene Umsetzung der jetzt vorliegenden Vorschläge der Kommission angeht.“
Lina SeitzlSPD ·
„Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, unsere Parteien haben sich im Koalitionsvertrag auf eine BAföG-Reform geeinigt.“
Sara NanniGrüne ·
„Ich frage Sie: Halten Sie das für angemessen? (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Friedrich Merz, Bundeskanzler: Frau Kollegin, sehen Sie es mir nach, wenn ich Ihnen widerspreche: Wir normalisieren dieses Regime nicht. (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU – Katharina Dröge [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Doch!“
Marc BiadaczCDU/CSU ·
„Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, noch mal vielen Dank, dass Sie auch in Ihrem Eingangsstatement auf die Alterssicherungskommission eingegangen sind.“
Stella MerendinoLinke ·
„Guten Tag, Herr Staatssekretär. – Wie passen Ihre Ausführungen zu Prävention und Eigenverantwortung zu sämtlichen Kürzungen auf Kosten der Gesundheitsarbeiter/-innen und der Patientinnen und Patienten, zur Abschaffung von Personalschlüsseln, zum Pflegebudget, zu Kürzungen bei den pflegenden Angehörigen, während Kranken …“
fl.Stefan Seidlerfraktionslos ·
„Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Herr Bundeskanzler, bei Ihnen im Haus und hier im Bundestag beraten wir gerade darüber, wie wir die Kommunen entlasten können. Und das ist auch dringend nötig. Die Lage bei den Kommunen ist dramatisch, nicht nur bei mir im Norden.“
Götz FrömmingAfD ·
„Vielen Dank. – Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Kollege Linnemann, diese deutlichen Worte, die wir eben von Ihnen gehört haben, hätten wir uns auch vom Kanzler gewünscht.“
Johannes SchätzlSPD ·
„Herzlichen Dank, Frau Präsidentin. – Herr Bundeskanzler, Sie haben vor einiger Zeit in aller Deutlichkeit gesagt, dass Sie mit Blick auf die geopolitische Lage, aber auch mit Blick auf die eigene Souveränität keine chinesischen Komponenten in einem 6G-Netz zulassen werden.“
Michael KellnerGrüne ·
„Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, Sie waren in den 80er-Jahren Referent bei der chemischen Industrie. Die chemische Industrie hat gerade gesagt: Ihr Gebäudemodernisierungsgesetz ist ziemlicher Unsinn. – Sie waren im Aufsichtsrat von BlackRock.“
Tilman KubanCDU/CSU ·
„Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler, Sie haben in der letzten Woche sowohl beim G7-Gipfel als auch beim Europäischen Rat das Thema Wettbewerbsfähigkeit ganz oben auf die Tagesordnung gesetzt.“
Ates GürpinarLinke ·
„Vielen Dank für die Möglichkeit, eine Nachfrage zu stellen. – Herr Staatssekretär, teilt die Bundesregierung die Einschätzung, dass der Kassenwettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung strukturelle Fehlanreize zulasten der Prävention setzt, weil die investierende Kasse die Kosten trägt, der Nutzen aber häufig e …“
Mirco HankerAfD ·
„dass Sie den Haushalt nicht richtig priorisiert haben? Vizepräsidentin Josephine Ortleb: Herr Bundeskanzler, Sie können antworten. Friedrich Merz, Bundeskanzler: Herr Kollege, die Entscheidung, sowohl für die Bundeswehr als auch für die Infrastruktur in sehr viel größerem Maße Schulden aufzunehmen, als ich das bis dahi …“
Franziska KerstenSPD ·
„Treten Sie ein gegen die Kappung der Einkommensstützung je Betrieb, für EU-weite Mindestbudgets für Umwelt-, Klima- und Tierwohlmaßnahmen und für eine attraktive EU-Beteiligung an der Förderpolitik der Bundesländer für den ländlichen Raum, einschließlich auch der sehr wichtigen Förderung des LEADER-Programms?“
Johannes WagnerGrüne ·
„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen, vor allem der Koalition! Fast neun Monate haben Sie gebraucht – für eine 30-minütige Debatte zum Thema Nachhaltigkeit. Das nenne ich mal eine schwere Geburt. (Felix Schreiner [CDU/CSU]: Na ja! Wollen wir doch mal sagen, wie das früher war!“
Zoe MayerGrüne ·
„Ganz herzlichen Dank, Herr Staatssekretär. – Beim Thema Prävention will ich gerne anknüpfen. Warum ist das eigentlich so, dass die ungesunde Wahl beim Essen meistens die einfachste ist?“
Linda HeitmannGrüne ·
„Herzlichen Dank. – Herr Staatssekretär, Deutschland ist in Bezug auf Alkohol immer noch ein Hochkonsumland. Schätzungsweise 1,6 Millionen Menschen in Deutschland sind alkoholabhängig; noch mal etwa genauso viele pflegen einen problematischen Konsum.“
Ingo HahnAfD ·
„Geschätzter Herr Staatssekretär Sorge, vielen Dank für Ihre Darstellung. – Sie haben gerade auch den finanziellen Rahmen angesprochen: 686 Millionen Euro entfallen allein auf die gesetzliche Krankenversicherung; insgesamt stehen 22 Milliarden Euro im Bereich Prävention zur Verfügung.“
Julia SchneiderGrüne ·
„Halten Sie die bisher bereitgestellten Mittel angesichts der zunehmenden Hitzewellen für ausreichend? (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Vizepräsidentin Josephine Ortleb: Herr Staatssekretär. Tino Sorge, Parl. Staatssekretär bei der Bundesministerin für Gesundheit: Vielen Dank, Frau Abgeordnete.“
Janosch DahmenGrüne ·
„Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Herr Staatssekretär, ich möchte noch mal zum Ausgangspunkt, zum Hitzeschutz, zurückkommen. Ich nehme Ihnen ab, dass Ihnen im Ministerium das Thema durchaus ernst ist und dass Sie nichts davon halten – was hier von rechter Seite zu hören war –, das Ganze lächerlich zu machen.“
Stefan SchröderAfD ·
„Vielen Dank. – Wie der Presse zu entnehmen war, sprechen sich der Bundesdrogenbeauftragte und der ehemalige Bundesgesundheitsminister für das Zürcher Modell aus, das eine kontrollierte Abgabe harter Drogen für schwer Suchtkranke vorsieht.“
Hendrik StreeckCDU/CSU ·
„Herzlichen Dank, dass ich eine Nachfrage stellen darf. – Die AfD hat mich gerade vollkommen falsch dargestellt und eine Falschaussage getätigt. (Stefan Schröder [AfD]: Das stimmt nicht!) Also, wer lesen kann, ist da wirklich klar im Vorteil. Man könnte auch wirklich mal die Zeitung lesen, nicht nur die Überschriften.“
Stephan BrandnerAfD ·
„Nein. Obwohl ich in dem Alter bin, wo Hitzewellen schon mal gelegentlich auftauchen, auch so intern. Aber das ist ein anderes Thema. Wir reden ja im Format „Kurze Frage, kurze Antwort“. Das Konsumcannabisgesetz ist seit ungefähr zwei Jahren in Kraft.“
Carsten LinnemannCDU/CSU ·
„Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Andreas Hermes, Theodor Steltzer, Ferdinand Friedensburg, Willy Fuchs, Paulus van Husen, Otto Lenz, Hans Lukaschek, Walther Schreiber, Hildegard Staehle, Graf Yorck von Wartenburg, Rudolf Pechel, Eberhard Plewe und Heinrich Krone: verfolgt, eingesperrt in Gefängnissen, …“
Sebastian FiedlerSPD ·
„Vielen herzlichen Dank. – Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Satz, auf den Kollege Linnemann gerade Bezug genommen hat und der ihn und die Kolleginnen und Kollegen der CDU zu Recht so empört hat, ist deswegen so dramatisch, weil er im Ergebnis allen Verfassungsfeinden stark nutzt, indem er eine über …“
Irene MihalicGrüne ·
„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ich möchte gleich zu Beginn vollkommen unmissverständlich sagen: Den Vorwurf des Faschismus gegen eine Partei zu erheben, die das Grundgesetz und die demokratische Entwicklung unseres Landes maßgeblich geprägt hat, verbietet sich.“
Ines SchwerdtnerLinke ·
„Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! In dieser Woche haben Sie von der Regierung Ihre Pläne vorgestellt, wie man die Renten am besten kürzen kann. (Christina Stumpp [CDU/CSU]: Wir kürzen nicht! – Dr. Hendrik Hoppenstedt [CDU/CSU]: Wir kürzen doch gar nicht!“
Maximilian KnellerAfD ·
„und im Namen der Demokratie dafür gesorgt hat, dass Menschen in Kerkern eingesperrt wurden. Und Sie sind jetzt diejenigen, die sich hier darüber beschweren und sagen: Oh, „Faschismus“ ist ja ein linker Kampfbegriff. Das kommt jetzt überraschend. – (Dr.“
Paul ZiemiakCDU/CSU ·
„Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Kurzinterventionen werden häufig genutzt, um noch mal die eigene Position deutlich zu machen. Das will ich ausdrücklich nicht; ich will eine konkrete Frage an Sie stellen. Sie haben die Überlebenden der Shoah in Ihrer Rede angesprochen und sich darauf bezogen.“
Ottilie KleinCDU/CSU ·
„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Frau Kollegin Schwerdtner, allein die Tatsache, dass Sie kaum zum Thema dieser Aktuellen Stunde gesprochen haben, spricht Bände. Ich sage Ihnen auch: Dieses Ablenkungsmanöver lassen wir Ihnen nicht durchgehen.“
Martin ReichardtAfD ·
„Ich kann Ihnen dazu Folgendes sagen: Dieses Foto stellt keinen Hitlergruß dar. (Dr. Hendrik Hoppenstedt [CDU/CSU]: Ist es ein Fake oder echt?) Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie irgendwo einen Hitlergruß gezeigt. Das ist ein Fakt.“
Johannes WinkelCDU/CSU ·
„Herr Reichardt, vielen Dank für das Zulassen der Zwischenfrage. – Es geht hier wirklich um ein ernstes Anliegen. Wir reden in dieser Aktuellen Stunde über politischen Extremismus, momentan im Falle der Linkspartei. Aber es gibt ja auch aktuelle Meldungen über ein Bild, das Sie beim Zeigen des Hitlergrußes zeigt.“
Hendrik HoppenstedtCDU/CSU ·
„Vielen Dank, Herr Reichardt. – Ich will jetzt doch noch mal nachfragen. Mein Kollege hatte Sie eben zu diesem Hitlergruß befragt. Seit 14:53 Uhr meldet „Politico“ ein Foto, auf dem Sie eindeutig identifizierbar sind beim Zeigen des Hitlergrußes.“
Frederik BouffierCDU/CSU ·
„Herr Kollege, vielen Dank, dass Sie noch eine Zwischenfrage zulassen. – Ich will Sie zunächst darauf hinweisen – das wissen Sie auch –: Sie müssen vor dem Deutschen Bundestag die Wahrheit sagen. (Stephan Brandner [AfD]: Wo steht das denn? – Weitere Zurufe von der AfD – Gegenruf der Abg.“
Helge LindhSPD ·
„Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Reichardt, Ihre Nichterklärung zu dem „Politico“-Hitlergruß-Bild von Ihnen (Maximilian Kneller [AfD]: Haben Sie nicht zugehört?“
Marlene SchönbergerGrüne ·
„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Bayerische Rundfunk veröffentlicht eine Recherche zu Antisemitismus und zur Verherrlichung von Diktatur und Terror in der Linksjugend.“
David GregoszCDU/CSU ·
„Herr Kollege, jeder blamiert sich, so gut er kann, und das haben Sie hier wirklich bemerkenswert getan. Unsere Partei ist die Partei Konrad Adenauers und Helmut Kohls, und wir brauchen von Ihnen keine Belehrungen im Hinblick auf den Faschismus.“
Lorenz Gösta BeutinLinke ·
„Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! „Deutschland ist ein Land, das von Engagement, Innovation und Offenheit geprägt ist und eine Zukunft mit einem Reichtum an Chancen und Möglichkeiten bietet.“ Das ist der erste Satz des Berichts zur Nachhaltigkeitspolitik der Bundesregierung.“
Mechthilde WittmannCDU/CSU ·
„Herr Kollege, ich gehe davon aus, dass Sie kein einziges nachweisbares Zitat finden werden, laut dem der Kollege aus der CSU Ihnen abspricht, ein Büro zu eröffnen, (Maximilian Kneller [AfD]: Er demonstriert dagegen!) und deswegen ist das erneut eine Lüge, die Sie hier im Parlament verbreiten.“
Christoph BirghanAfD ·
„Vielen Dank, Herr Präsident. – Liebe Kollegin Wittmann, leider hatten Sie nicht die Größe, meine Zwischenfrage zuzulassen. (Derya Türk-Nachbaur [SPD]: Äh, was hat das mit Größe zu tun?) Kollegen von Ihnen sind da, sagen wir mal, etwas offener – aber gut.“
Ulrich von ZonsAfD ·
„Herr Präsident! Geschätzte Kollegen! Der Europäische Gerichtshof hat der Regierung die Tür einen Spalt aufgemacht, und die Regierung reißt sie aus den Angeln. Eine Frage an die Justizministerin: Geht es dem Bürger danach besser, wird sein Alltag freier, sein Leben sicherer? Nein.“
Günter KringsCDU/CSU ·
„Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es ist heute ein guter Tag für die Sicherheit in Deutschland und für den Schutz von Kindern; um die geht es nämlich ganz besonders.“
Helge LimburgGrüne ·
„Vielen Dank, Herr Präsident. – Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der vorliegende Gesetzentwurf soll in Deutschland die flächendeckende, anlasslose Massenspeicherung sämtlicher IP-Adressen einführen.“
Jan KösteringLinke ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Die zentrale Speicherung großer Mengen sensibler Daten schafft ein erhebliches Sicherheitsrisiko. (Dr.“
Anne KönigCDU/CSU ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Viele Menschen kennen Ermittlungsarbeit aus dem „Tatort“ vom Sonntagabend oder aus anderen Krimis. Dort reicht oft ein Mausklick, und der Täter ist gefunden. Die Wirklichkeit sieht leider anders aus.“
Christian MoserCDU/CSU ·
„Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Um zu verstehen, warum es ohne IP-Adressspeicherung nicht geht, muss man sich nur anschauen, wie es um die Kriminalität im digitalen Raum bestellt ist.“
Klaus WienerCDU/CSU ·
„Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Der Titel des heutigen AfD-Antrags lautet „Neue Wirtschaftskraft entfesseln – Bürger und Unternehmen entlasten“.“
Sandra DetzerGrüne ·
„Sehr verehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Was dem Wirtschaftsstandort Deutschland in jedem Fall nützen würde, wäre weniger AfD, weniger dieser kruden Ideen, weniger Angstmacherei und vor allem weniger Beschimpfungen von Leuten, die wirklich etwas leisten wollen in diesem Land, gerade von Menschen, …“
Jens PeickSPD ·
„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Im Antrag der AfD wird ein Bild der deutschen Wirtschaft gemalt, wie es schwärzer nicht sein könnte; (Raimond Scheirich [AfD]: Das der Realität entspricht!“
Marc BernhardAfD ·
„Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Wir befinden uns im vierten Jahr faktisch in der Rezession (Dr. Klaus Wiener [CDU/CSU]: Nein!) als einzige Industrienation der Welt. (Zuruf des Abg.“
Kathrin MichelSPD ·
„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Nachhaltigkeit bedeutet, heute so zu handeln, dass die Probleme von morgen gar nicht erst entstehen. Damit ist eigentlich alles gesagt.“
Volker Mayer-LayCDU/CSU ·
„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ohne starke Wirtschaft gibt es keine nachhaltige Entwicklung. Ohne wettbewerbsfähige Unternehmen gibt es keine Arbeitsplätze. Ohne Wachstum gibt es keine Investitionen, ob in Bildung, in Forschung oder auch in den Klimaschutz.“
Paul SchmidtAfD ·
„Herr Wagner, Sie haben ja gesagt, für Sie als Arzt sei es ganz wichtig, dass wir jetzt was gegen die Erderwärmung tun. Sie haben ja gerade gesagt, wie schlimm das alles sei.“
Elisabeth Winkelmeier-BeckerCDU/CSU ·
„Ich werde nach dieser Debatte auch dorthin fahren und daran teilnehmen. Sie halten mich jetzt eine Minute länger auf, ehrlich gesagt. (Heiterkeit und Beifall bei der CDU/CSU und der AfD sowie bei Abgeordneten der SPD) Aus meiner Sicht – aber da bin ich bei Weitem nicht alleine, weil wir eben für diese Ziele einstehen; …“
Rainer KraftAfD ·
„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Werte Kollegen! Es gibt manche, die mit dem Thema Nachhaltigkeit wenig anfangen können, die das nur für ein Schlagwort der Regierung halten, um Durchhalteparolen zu verbreiten. Ich halte es für einen Anspruch, an dem ich Sie messen werde.“
Caroline BosbachCDU/CSU ·
„Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Der Begriff der Nachhaltigkeit braucht ein neues Image. Hinter diesem schillernden Begriff verbirgt sich so viel Gutes, so viel Erstrebenswertes. Aber genau das ist in den vergangenen Jahren leider erfolgreich in den Hintergrund gedrängt worden. Warum?“
Kathrin GebelLinke ·
„Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Wir stehen vielen Krisen gegenüber, ob die Abwendung der Klimakatastrophe, die Schaffung von Gleichberechtigung oder das Erkämpfen des guten Lebens für alle. Und dafür brauchen wir doch die klügsten Köpfe in diesem Land.“
Martin PlumCDU/CSU ·
„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Frauen sind in Deutschland in der Mehrheit. Sie machen mehr als die Hälfte unserer Bevölkerung aus. Hier im Deutschen Bundestag sind dagegen nur ein Drittel der Abgeordneten Frauen.“
Fabian JacobiAfD ·
„Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ein Antrag der Die Linke – auch bekannt unter dem Namen SED, vormalige Diktaturpartei der DDR – mit dem Titel „Demokratie stärken […] durch Geschlechterparität“, da springen einen die Zitate, mit denen man seine Rede einleiten kann, geradezu an.“
Carmen WeggeSPD ·
„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Demokratinnen und Demokraten! (Fabian Jacobi [AfD]: Liebe Verfassungsfeinde von der SPD!) Seit 32 Jahren präzisiert das Grundgesetz einen Auftrag, den wir leider immer noch nicht erfüllen.“
Ulle SchauwsGrüne ·
„Nein, danke. – Wir als Bündnis 90/Die Grünen fordern als Vorreiterpartei für die Quote – die haben wir vor Jahrzehnten eingeführt; das war ein Meilenstein – seit vielen Jahren die Parität. Wir sind hier an der Seite der Linken und der SPD bei diesem Thema schon lange unterwegs.“
Karsten HilseAfD ·
„Vielen Dank, Frau Präsidentin, dass Sie die Kurzintervention zulassen. – Der vorliegende Antrag stammt zwar jetzt nicht von Ihnen, sondern von den Linken. Aber Sie haben in Ihrer Satzung ja nun auch die Regelung aufgenommen, dass bei Bewerbungen auf Listenplätze nur abwechselnd angetreten werden darf.“
Christina StumppCDU/CSU ·
„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir als Union teilen ausdrücklich das Ziel, dass sich mehr Frauen politisch engagieren. Es ist überhaupt nicht zufriedenstellend, dass Frauen im Deutschen Bundestag mit 32,4 Prozent weiterhin deutlich unterrepräsentiert sind.“
Thomas FetschAfD ·
„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geehrte Kolleginnen und Kollegen! Passend zum heutigen 2. Aktionstag der Initiative „ParitätJetzt!“ präsentiert uns Die Linke einen Antrag zur Herstellung der Geschlechterparität im Deutschen Bundestag.“
Thomas SilberhornCDU/CSU ·
„Vielen Dank. – Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Mehr Frauen im Deutschen Bundestag – ja, das wäre gut; aber der Antrag der Linken dazu ist schlecht. (Clara Bünger [Die Linke]: Er ist sehr gut!) Sie wollen die Parteien verpflichten, ihre Landeslisten abwechselnd mit Frauen und Männern zu besetzen.“
Zwischenrufe in dieser Sitzung
504 namentlich protokollierte Zwischenrufe in dieser Sitzung (amtliches Protokoll).
„Sehr gut! Guter Mann!“
Stephan Brandner (AfD)
„Ach ja? –“
Jens Spahn (CDU/CSU) → Leif-Erik Holm (AfD)
„Alles Geschichten!“
Paul Ziemiak (CDU/CSU) → Leif-Erik Holm (AfD)
„Wahlkampf in Reinform!“
Jens Spahn (CDU/CSU) → Leif-Erik Holm (AfD)
„Seien Sie mal ehrlich!“
Tino Chrupalla (AfD) → Leif-Erik Holm (AfD)
„Ein schlichtes Ja als Antwort würde reichen!“
Stephan Brandner (AfD) → Leif-Erik Holm (AfD)
„Die Antwort ist schon wieder Nein!“
Jens Spahn (CDU/CSU) → Leif-Erik Holm (AfD)
„Herrlich!“
Alice Weidel (AfD) → Leif-Erik Holm (AfD)
„„Buy German“-Maxime!“
Stephan Brandner (AfD) → Sebastian Roloff (SPD)
„Das war doch keine Frage!“
Stephan Brandner (AfD) → Katharina Dröge (Grüne)
„Das war keine Frage!“
Stephan Brandner (AfD) → Katharina Dröge (Grüne)
„Doch! Ehrlich gesagt schon!“
Katharina Dröge (Grüne) → Katharina Dröge (Grüne)
Quelle: Deutscher Bundestag — amtliches Plenarprotokoll 21/85 über die DIP-Schnittstelle. Zuordnung über den amtlichen Redner-Marker; Reden in Regierungsfunktion erscheinen im Protokoll unter der Amtsbezeichnung und sind hier ggf. nicht erfasst. Keine Wertung.
Rede gelesen — jetzt nachfragen
Du hast gelesen, was deine Abgeordneten im Plenum sagen. Frag sie öffentlich, wie sie zu deinem Thema stehen.
Siehe auch
Wie oft die Fraktionen Schlagworte wie Migration, Klima oder Freiheit nutzen — ausgezählt über alle WP21-Protokolle.
Was klickt: Aufrufzahlen der Politiker-Videos und Bundestagsreden als Clips — täglich erhoben, Methodik offen.
Die 16 Landesparlamente an einem Ort: wer die Fraktionen führt (mit Kontakt, Quelle und Zugriffsdatum) und was im Plenum wörtlich gesagt wird — Reden ab 2026, filterbar nach Landtag.
Aktuelle Gesetze, Anträge und Anfragen im Bundestag — täglich aus dem DIP.