Zwei Parteien, die nie gegeneinander antreten
Wenn in Nachrichten von „der Union" die Rede ist, sind zwei Parteien gemeint: die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) und die Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU). Beide wurden 1945 gegründet, beide sind eigenständige Parteien mit eigener Satzung, eigenem Vorstand, eigenen Mitgliedern und eigenen Finanzen.
Das Besondere ist eine Vereinbarung, die es in dieser Form bei keiner anderen deutschen Partei gibt: Die CSU tritt ausschließlich in Bayern an, die CDU ausschließlich außerhalb Bayerns. Es gibt keinen CDU-Landesverband in Bayern und keinen CSU-Landesverband anderswo. Ein Wähler in München findet die CSU auf dem Stimmzettel und die CDU nicht — in Hamburg ist es umgekehrt.
Weil sie sich damit nicht gegenseitig Stimmen wegnehmen, können sie im Bundestag zusammenarbeiten wie eine einzige Partei. Sie bilden dort eine Fraktionsgemeinschaft: eine gemeinsame Fraktion aus zwei Parteien. Die Geschäftsordnung des Bundestages lässt das ausdrücklich zu, wenn die beteiligten Parteien in keinem Land miteinander konkurrieren — eine Regel, die praktisch auf dieses Bündnis zugeschnitten ist.
Aus dieser Konstruktion folgt eine Kleinigkeit mit großen Auswirkungen auf jede Statistik: Die amtlichen Wahlergebnisse weisen CDU und CSU zusammen aus. Wer einen Wert für „die CDU allein" sucht, findet ihn in der Zweitstimmenstatistik nur mit einem zusätzlichen Rechenschritt. Auch in Umfragen wird fast immer „CDU/CSU" abgefragt.
Die Union bei allen Bundestagswahlen seit 1949
Kaum eine Datenreihe zeigt die Veränderung des deutschen Parteiensystems so deutlich wie diese. Die Grafik führt den gemeinsamen Zweitstimmenanteil von CDU und CSU bei allen 21 Bundestagswahlen auf, von der ersten bis zur jüngsten.
Der Spitzenwert liegt bei 50,2 % im Jahr 1957 — der einzige Wert über 50 Prozent in der gesamten Reihe. Der niedrigste ist 24,1 % (2021). Bei der jüngsten Wahl 2025 waren es 28,5 % und 208 Sitze.
Über alle 21 Wahlen gemittelt ergibt sich ein Wert von 40,5 %. Dieser Durchschnitt ist aufschlussreicher, als er zunächst wirkt: Die Werte der ersten Jahrzehnte liegen fast durchweg darüber, die der letzten Jahrzehnte fast durchweg darunter. Was die Reihe zeigt, ist also kein Auf und Ab um einen festen Mittelwert, sondern eine langfristige Verschiebung.
Diese Verschiebung betrifft nicht nur die Union. Auch die zweite traditionell große Partei hat über denselben Zeitraum verloren, während die Zahl der Parteien im Bundestag gestiegen ist. In den 1970er Jahren entfiel auf die beiden großen Parteien zusammen der weit überwiegende Teil der Zweitstimmen; heute verteilen sie sich auf deutlich mehr Fraktionen. Für die Regierungsbildung hat das handfeste Folgen — dazu weiter unten.
Gemeinsamer Zweitstimmenanteil von CDU und CSU bei jeder der 21 Bundestagswahlen. Beide Parteien treten in getrennten Gebieten an und werden amtlich zusammen ausgewiesen.
- 194931,0 %141 Sitze
- 195345,2 %249 Sitze
- 195750,2 %277 Sitze
- 196145,3 %251 Sitze
- 196547,6 %251 Sitze
- 196946,1 %250 Sitze
- 197244,9 %234 Sitze
- 197648,6 %254 Sitze
- 198044,5 %237 Sitze
- 198348,8 %255 Sitze
- 198744,3 %234 Sitze
- 199043,8 %319 Sitze
- 199441,4 %294 Sitze
- 199835,1 %245 Sitze
- 200238,5 %248 Sitze
- 200535,2 %226 Sitze
- 200933,8 %239 Sitze
- 201341,5 %311 Sitze
- 201732,9 %246 Sitze
- 202124,1 %197 Sitze
- 202528,5 %208 Sitze
Höchster Wert: 50,2 % (1957) — der einzige Wert über 50 Prozent in dieser Reihe. Niedrigster Wert: 24,1 % (2021). Zuletzt (2025): 28,5 %. Der Durchschnitt über alle 21 Wahlen liegt bei 40,5 %.
Grundlage: endgültige amtliche Zweitstimmen-Ergebnisse der Bundeswahlleiterin, wie sie auch den Wahlseiten zugrunde liegen. Gezeigt ist der Zweitstimmenanteil, nicht die Erststimme. Die Sitzzahl ist die tatsächliche Fraktionsstärke nach der Wahl, vor späteren Wechseln. 1949 galt ein Einstimmen-Wahlrecht; der Wert dieses Jahres ist deshalb kein Zweitstimmenanteil im heutigen Sinn. Sitzzahlen bis 1987 einschließlich der Berliner Abgeordneten, wie amtlich ausgewiesen. amtliche Ergebnisse
Warum aus Prozenten nicht direkt Sitze werden
In der Grafik oben steht neben jedem Prozentwert eine Sitzzahl, und beide passen nicht linear zusammen. 28,5 % der Stimmen ergaben zuletzt 208 Sitze — anteilig deutlich mehr, als der Stimmenanteil vermuten lässt.
Das hat einen einzigen Grund, und er gilt für alle Parteien im Parlament gleichermaßen: die Fünf-Prozent-Hürde. Stimmen für Parteien, die daran scheitern, verfallen bei der Sitzverteilung. Die Sitze werden nur unter den Parteien aufgeteilt, die drin sind — jede von ihnen bekommt damit einen größeren Sitzanteil als ihren Stimmenanteil.
Der zweite Schritt ist das Zuteilungsverfahren. Aus Prozentwerten müssen ganze Sitze werden, und dafür braucht es eine Rechenregel. In Deutschland wird dafür seit einigen Jahren das Verfahren nach Sainte-Laguë verwendet. Es entscheidet, wie Bruchteile gerundet werden — und kann bei knappen Verhältnissen einzelne Sitze verschieben.
Hinzu kommt bei der Bundestagswahl eine deutsche Besonderheit: Jeder Wähler hat zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird eine Person im Wahlkreis gewählt, mit der Zweitstimme eine Landesliste. Für die Stärke der Fraktionen zählt allein die Zweitstimme. Die Erststimme entscheidet, welche Personen einziehen — nicht, wie viele.
CDU und CSU in den Landtagen
Weil Deutschland ein Bundesstaat ist, wird in jedem Land eigenständig gewählt — mit eigenem Wahlrecht, eigener Parlamentsgröße und eigenem Termin. Für die Union ergibt sich daraus ein Bild, das keine andere Partei so hat: Sie ist über ihre beiden Teile in allen 16 Landtagen vertreten, aber nie beide im selben.
Die CDU sitzt in 15 Landtagen, die CSU im bayerischen — macht zusammen 16 von 16. In 8 dieser Parlamente ist die Union die stärkste Fraktion. Den höchsten Sitzanteil erreicht sie in Schleswig-Holstein mit 49,3 %.
Eine Fußnote, die in der Grafik ausdrücklich steht: Eine gemeinsame CDU/CSU-Fraktion wie im Bundestag gibt es auf Landesebene nicht. In Bayern gibt es eine CSU-Fraktion, in den anderen Ländern CDU-Fraktionen — die Fraktionsgemeinschaft ist eine Konstruktion des Bundestages, nicht der Landtage.
Auch hier gilt der Hinweis, der bei jedem Ländervergleich dazugehört: Die Landtage wurden zu verschiedenen Zeitpunkten gewählt, teils Jahre auseinander. Die Reihe ist deshalb kein Stimmungsbild eines Stichtags. Und die Parlamente sind sehr unterschiedlich groß — deshalb steht in der Grafik der Sitzanteil und nicht die Sitzzahl.
Wer ein Land regiert, entscheidet der Landtag
Der Ministerpräsident wird vom jeweiligen Landtag gewählt, nicht direkt vom Volk. Auch dort braucht es dafür eine Mehrheit — meist eine Koalition.
Länder haben eigene Wahlrechte
Sperrklausel, Zuteilungsverfahren, Zahl der Stimmen und Größe des Parlaments unterscheiden sich je Bundesland. Wer vom Bundestagswahlrecht auf ein Land schließt, liegt regelmäßig falsch.
Der Bundesrat hängt daran
Über die Landesregierungen wirken die Länder im Bundesrat an der Bundesgesetzgebung mit. Landtagswahlen verändern deshalb auch die Mehrheiten in Berlin.
Anteil an allen Sitzen des jeweiligen Landtags. Die CSU tritt nur in Bayern an, die CDU nur außerhalb Bayerns — deshalb steht in jeder Zeile genau eine der beiden. In Klammern der Platz nach Fraktionsstärke.
- Schleswig-Holstein · CDU (1.)49,3 %34/69
- Bayern · CSU (1.)41,9 %85/203
- Sachsen-Anhalt · CDU (1.)41,2 %40/97
- Hessen · CDU (1.)39,1 %52/133
- Nordrhein-Westfalen · CDU (1.)39,0 %76/195
- Saarland · CDU (2.)37,3 %19/51
- Rheinland-Pfalz · CDU (1.)37,1 %39/105
- Baden-Württemberg · CDU (2.)35,7 %56/157
- Sachsen · CDU (1.)34,2 %41/120
- Berlin · CDU (1.)32,7 %52/159
- Niedersachsen · CDU (2.)32,2 %47/146
- Bremen · CDU (2.)27,6 %24/87
- Thüringen · CDU (2.)26,1 %23/88
- Hamburg · CDU (2.)21,5 %26/121
- Mecklenburg-Vorpommern · CDU (3.)15,2 %12/79
- Brandenburg · CDU (3.)13,6 %12/88
Die CDU sitzt in 15 Landtagen, die CSU in 1 — zusammen 16 von 16. In 8 davon ist sie die stärkste Fraktion, am stärksten in Schleswig-Holstein mit 49,3 % der Sitze.
Grundlage: gezählte Mandate der jeweils laufenden Wahlperiode aus abgeordnetenwatch.de (Open Data, CC0). Die Landtage haben unterschiedliche Größen und wurden zu verschiedenen Zeitpunkten gewählt — deshalb ist der Sitzanteil angegeben und nicht die nackte Sitzzahl. Reine Auszählung, keine Wertung. Gezählt wird die Fraktion des jeweiligen Landtags; eine gemeinsame CDU/CSU-Fraktion wie im Bundestag gibt es auf Landesebene nicht. alle Landtage
Mitglieder: ein halbes Jahrhundert Rückgang
Die CDU zählte im Jahr 1990 rund 789.000 Mitglieder — der höchste Wert der erfassten Reihe. Zuletzt waren es 356.769, ein Rückgang um etwa 55 %. Zusammen mit der CSU (132.000) kommt die Union derzeit auf 488.769 Mitglieder.
Dieser Rückgang ist kein Sonderfall dieser Partei. Alle mitgliederstarken Parteien in Deutschland verlieren seit Jahrzehnten Mitglieder, während die Bevölkerung gewachsen ist. Die Parteienforschung beschreibt das seit langem als allgemeine Entwicklung: Menschen binden sich seltener dauerhaft an Organisationen — das betrifft Parteien ebenso wie Gewerkschaften, Kirchen und Vereine.
Warum das mehr ist als eine Randnotiz: Mitglieder sind für eine Partei nicht nur Beitragszahler. Sie stellen die Kandidaten auf, besetzen die Kreisverbände, führen den Wahlkampf vor Ort und stellen einen großen Teil der Mandatsträger in Gemeinderäten und Kreistagen. Eine schrumpfende Mitgliedschaft heißt konkret: weniger Menschen, die sich für ein kommunales Mandat aufstellen lassen.
Umgekehrt zeigt sich gerade bei der Union, wie stark eine gewachsene Mitgliederbasis kommunal wirkt: In den erfassten Großstädten stellt sie 25 Oberbürgermeister, dazu 155 Landräte. Das sind Ämter, die man nicht über eine bundesweite Kampagne gewinnt, sondern über Präsenz vor Ort. Was ein Landrat und was ein Bürgermeister überhaupt entscheidet, steht in den jeweiligen Artikeln.
Mitglieder zum jeweiligen Jahresende. Oben je Jahr die CDU, darunter heller die CSU — für einzelne Stützjahre liegt nur ein Wert vor.
- 1970CDU 329.000 · CSU 75.000
- 1980CDU 693.000
- 1990CDU 789.000 · CSU 186.000
- 2000CDU 617.000 · CSU 178.000
- 2010CDU 505.000 · CSU 152.000
- 2020CDU 399.000 · CSU 139.000
- 2024CDU 363.100 · CSU 130.000
- 2025CDU 356.769 · CSU 132.000
Die CDU zählte 1990 mit 789.000 Mitgliedern am meisten und 2025 noch 356.769 — ein Rückgang um 55 %. Zusammen mit der CSU sind es zuletzt 488.769 Mitglieder.
Grundlage: Mitgliederzahlen aus den Geschäftsberichten der Parteien, quergeprüft gegen die Zeitreihe zur Mitgliederentwicklung der deutschen Parteien. Mitgliederzahlen sind Selbstauskünfte der Parteien — sie sind nicht amtlich und untereinander nur eingeschränkt vergleichbar, weil die Parteien Austritte unterschiedlich schnell buchen. Der Rückgang ist kein Sonderfall dieser Partei: Alle mitgliederstarken Parteien in Deutschland verlieren seit Jahrzehnten Mitglieder, während die Bevölkerung gewachsen ist. Partei-Profile
Die Union und das Kanzleramt
Von den bisher 10 Bundeskanzlern der Bundesrepublik stellten CDU oder CSU 6. Der erste war Konrad Adenauer, der 1957 zugleich das stärkste Wahlergebnis der Union erzielte.
Gewählt wird der Kanzler nach Artikel 63 Grundgesetz vom Bundestag, nicht direkt vom Volk. Nötig ist die Kanzlermehrheit — die Mehrheit aller Mitglieder des Bundestages. Auf dem Stimmzettel steht deshalb kein Kanzlerkandidat, sondern eine Partei und ein Wahlkreisbewerber. Wer am Ende regiert, entscheidet sich erst danach, im Parlament.
Seit Jahrzehnten erreicht keine Partei allein diese Mehrheit. Regierungen entstehen deshalb durch Koalitionen, die einen Koalitionsvertrag aushandeln. Für die Union bedeutet das dasselbe wie für jede andere Partei: Auch das stärkste Wahlergebnis führt nur dann ins Kanzleramt, wenn sich dafür eine Mehrheit organisieren lässt.
Wer aktuell das Amt innehat und wie das Kabinett zusammengesetzt ist, steht auf unseren Seiten zu den Bundeskanzlern und zur Zusammensetzung der Verfassungsorgane. Die Amtszeiten aller Kanzler seit 1949 mit ihren Eckdaten sind dort einzeln aufgeführt.
Wie sich die Union finanziert
Für CDU und CSU gelten dieselben Regeln wie für jede andere Partei: Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und staatlicher Teilfinanzierung, dazu die Pflicht, darüber jährlich öffentlich Rechenschaft abzulegen. Die Einzelheiten stehen im Artikel zur Parteienfinanzierung.
Für das Berichtsjahr 2024 weist die amtliche Rechenschaftslegung für CDU und CSU zusammen Gesamteinnahmen von 227.751.367 Euro aus. Zum Einordnen: Das ist die Summe beider Parteien, weil sie in dieser Statistik als Union zusammengefasst werden — ein Vergleich mit einer Einzelpartei ist deshalb schief, wenn man das nicht dazusagt.
Die staatlichen Mittel folgen dem Erfolg bei Wahlen und den selbst erwirtschafteten Einnahmen. Wer viele Beiträge und Spenden einwirbt, bekommt mehr staatliche Mittel — allerdings höchstens so viel, wie er selbst erwirtschaftet hat, und insgesamt nur bis zu einer gesetzlichen Obergrenze für alle Parteien zusammen. Diese doppelte Deckelung soll verhindern, dass Parteien sich vom Staat unabhängig von den Bürgern finanzieren lassen.
Alle Parteien nebeneinander, samt der laufend veröffentlichten Großspenden über 35.000 Euro, stehen auf unserer Seite zu Parteispenden und Parteifinanzen.
Was CDU und CSU voneinander unterscheidet
Weil beide fast immer gemeinsam auftreten, entsteht leicht der Eindruck, es handele sich um dieselbe Organisation mit zwei Namen. Das ist nicht so — und die Unterschiede sind strukturell, nicht nur eine Frage des Stils.
Der offensichtlichste ist der Zuschnitt: Die CSU ist eine Landespartei, die ausschließlich in einem Bundesland antritt, dort aber seit Jahrzehnten die Landesregierung stellt. Die CDU ist eine bundesweite Partei mit Landesverbänden in fünfzehn Ländern, die in manchen davon regiert und in anderen in der Opposition ist.
Daraus folgt ein Unterschied in der Willensbildung. Die CSU entscheidet auf einem einzigen Landesparteitag über ihre Linie; die CDU muss zwischen fünfzehn Landesverbänden mit sehr verschiedenen Ausgangslagen ausgleichen — ein Stadtstaat, ein ostdeutsches Flächenland und ein westdeutsches Industrieland haben unterschiedliche Interessen.
Im Bundesrat schließlich wirken beide über Landesregierungen mit, nicht über die Bundespartei. Wie ein Land dort abstimmt, entscheidet seine Regierung — und weil die meist eine Koalition ist, kann das von der Linie der Bundespartei abweichen. Der Bundesrat ist deshalb keine zweite Ausgabe des Bundestages, sondern eine eigene Größe mit eigener Logik.
Zwei Parteien
Eigene Satzung, eigener Vorstand, eigene Mitglieder, eigene Finanzen und eigene Rechenschaftsberichte. Rechtlich vollständig getrennt.
Ein Wahlgebiet je Partei
CSU nur in Bayern, CDU nur außerhalb. Sie stehen nirgends gemeinsam auf einem Stimmzettel und konkurrieren deshalb nie miteinander.
Eine Fraktion im Bundestag
Die Fraktionsgemeinschaft ist zulässig, weil die beiden Parteien in keinem Land gegeneinander antreten. Sie ist eine Vereinbarung und keine Fusion.
Getrennte Fraktionen in den Ländern
In Bayern eine CSU-Fraktion, sonst CDU-Fraktionen. Auf Landesebene gibt es die gemeinsame Konstruktion nicht.
Häufige Fragen zu CDU und CSU
Fünf Fragen, die immer wieder gestellt werden — kurz beantwortet.
Kann ich die CSU außerhalb Bayerns wählen?
Nein. Die CSU tritt ausschließlich in Bayern an und steht außerhalb Bayerns auf keinem Stimmzettel. Umgekehrt kandidiert die CDU nicht in Bayern.
Warum steht in Umfragen immer „CDU/CSU"?
Weil beide Parteien im Bundestag eine gemeinsame Fraktion bilden und amtlich zusammen ausgewiesen werden. Ein bundesweiter Einzelwert für die CDU wäre auch schwer zu deuten — sie tritt in einem Bundesland gar nicht an. Wie Umfragewerte generell zu lesen sind, steht im Artikel zur Sonntagsfrage.
Wofür stehen die Abkürzungen?
CDU heißt Christlich Demokratische Union Deutschlands, CSU Christlich-Soziale Union in Bayern. Beide wurden 1945 gegründet.
Könnte die Fraktionsgemeinschaft enden?
Rechtlich ja — sie beruht auf einer Vereinbarung zwischen zwei eigenständigen Parteien und ist keine Fusion. Praktisch hätte das erhebliche Folgen für Fraktionsstärke, Ausschusssitze und Redezeiten beider Seiten.
Wo finde ich die Positionen zu einzelnen Themen?
Im PolitikCheck-Kompass. Er erfasst alle Parteien nach demselben Schema und belegt jede Position mit einer Fundstelle.