Die älteste Partei Deutschlands
Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands geht auf eine Gründung im Jahr 1863 zurück. Zur Einordnung: Das war acht Jahre vor der Reichsgründung, 56 Jahre vor der Weimarer Republik und 86 Jahre vor dem ersten Deutschen Bundestag. Keine andere heute bestehende deutsche Partei ist annähernd so alt.
Diese Länge ist mehr als eine Zahl für Jahrestage. Sie erklärt, warum die Partei über einen Apparat verfügt, den jüngere Parteien nicht haben: eine flächendeckende Organisation bis in kleine Gemeinden, eine eigene parteinahe Stiftung und historisch enge Verbindungen zu Gewerkschaften. Solche Strukturen entstehen über Jahrzehnte und lassen sich nicht in einem Wahlkampf aufbauen.
Wie jede Partei besteht die SPD aus mehreren Ebenen: einem Bundesverband, Landesverbänden in allen Bundesländern und darunter Unterbezirken und Ortsvereinen. Diese Struktur folgt aus dem föderalen Aufbau der Bundesrepublik — weil Bund, Länder und Kommunen getrennt gewählt werden, braucht eine Partei auf jeder Ebene eigene Gliederungen, die dort Kandidaten aufstellen.
Wer aktuell den Parteivorsitz führt und wie die Landesverbände zu erreichen sind, steht auf unserer laufend gepflegten Profilseite zur SPD. Personen wechseln; dieser Artikel beschreibt deshalb Strukturen und Zahlen, nicht die aktuelle Besetzung.
Die SPD bei allen Bundestagswahlen
Bei einer Bundestagswahl entscheidet für die Sitzverteilung die Zweitstimme. Die SPD ist bei allen 21 Bundestagswahlen seit 1949 angetreten — als eine von nur 3 Parteien, die bei jeder einzelnen Wahl dabei waren.
Der höchste Wert der Reihe liegt bei 45,8 % im Jahr 1972, damals 242 Sitze. Der niedrigste ist 16,4 % (2025) mit 120 Sitzen. Über alle Wahlen gemittelt ergibt sich 33,8 %.
Was die Reihe zeigt, ist kein Auf und Ab um einen festen Mittelwert. Die Werte der ersten Jahrzehnte steigen, erreichen in den 1970er Jahren ihren Höhepunkt und gehen seither überwiegend zurück. Ein Durchschnitt von 33,8 % beschreibt deshalb keinen typischen Wert, sondern die Mitte zweier sehr verschiedener Zeitabschnitte.
Diese Verschiebung betrifft nicht nur die SPD. Auch die andere traditionell große Kraft hat über denselben Zeitraum verloren, während die Zahl der Fraktionen im Bundestag gestiegen ist. Wo früher zwei Parteien den weit überwiegenden Teil der Stimmen auf sich vereinten, verteilen sie sich heute auf deutlich mehr. Für die Regierungsbildung hat das handfeste Folgen — dazu weiter unten.
Zweitstimmenanteil der SPD bei jeder Bundestagswahl seit der ersten. Rechts die Sitze, die daraus wurden.
- 194929,2 %136 Sitze
- 195328,8 %162 Sitze
- 195731,8 %181 Sitze
- 196136,2 %203 Sitze
- 196539,3 %217 Sitze
- 196942,7 %237 Sitze
- 197245,8 %242 Sitze
- 197642,6 %224 Sitze
- 198042,9 %228 Sitze
- 198338,2 %202 Sitze
- 198737,0 %193 Sitze
- 199033,5 %239 Sitze
- 199436,4 %252 Sitze
- 199840,9 %298 Sitze
- 200238,5 %251 Sitze
- 200534,2 %222 Sitze
- 200923,0 %146 Sitze
- 201325,7 %193 Sitze
- 201720,5 %153 Sitze
- 202125,7 %206 Sitze
- 202516,4 %120 Sitze
Höchster Wert: 45,8 % (1972), niedrigster 16,4 % (2025). Zuletzt (2025): 16,4 %.
Grundlage: endgültige amtliche Zweitstimmen-Ergebnisse der Bundeswahlleiterin, wie sie auch den Wahlseiten zugrunde liegen. Gezeigt ist der Zweitstimmenanteil, nicht die Erststimme. Die Sitzzahl ist die tatsächliche Fraktionsstärke nach der Wahl, vor späteren Wechseln. 1949 galt ein Einstimmen-Wahlrecht; der Wert dieses Jahres ist deshalb kein Zweitstimmenanteil im heutigen Sinn. Sitzzahlen bis 1987 einschließlich der Berliner Abgeordneten, wie amtlich ausgewiesen. amtliche Ergebnisse
Warum aus Prozenten nicht direkt Sitze werden
In der Grafik steht neben jedem Prozentwert eine Sitzzahl, und beide passen nicht linear zusammen. 16,4 % ergaben zuletzt 120 Sitze — anteilig mehr, als der Stimmenanteil vermuten lässt.
Das hat einen Grund, der für alle Parteien im Parlament gleichermaßen gilt: die Fünf-Prozent-Hürde. Stimmen für Parteien, die daran scheitern, verfallen bei der Sitzverteilung. Die Sitze werden nur unter den Parteien aufgeteilt, die drin sind — jede von ihnen bekommt dadurch einen größeren Sitzanteil als ihren Stimmenanteil.
Der zweite Schritt ist das Zuteilungsverfahren. Aus Prozentwerten müssen ganze Sitze werden, und dafür braucht es eine Rechenregel. In Deutschland wird dafür das Verfahren nach Sainte-Laguë verwendet; es entscheidet, wie Bruchteile gerundet werden.
Hinzu kommt die deutsche Besonderheit der zwei Stimmen: Die Erststimme wählt eine Person im Wahlkreis, die Zweitstimme eine Landesliste. Für die Stärke der Fraktionen zählt allein die Zweitstimme — die Erststimme entscheidet, welche Personen einziehen, nicht wie viele.
Die SPD in den Landtagen — als einzige überall
Deutschland ist ein Bundesstaat: Jedes Land hat ein eigenes Parlament, ein eigenes Wahlrecht und einen eigenen Wahltermin. Eine Partei kann deshalb im Bund einen Wert haben und in den Ländern sechzehn ganz verschiedene.
Hier steht die SPD besonders da. Sie sitzt in allen 16 Landtagen — als einzige Partei, denn CDU und CSU erreichen das nur zusammen, weil sie in getrennten Gebieten antreten. In 6 dieser Parlamente ist die SPD die stärkste Fraktion.
Zugleich ist die Spreizung erheblich: von 56,9 % der Sitze in Saarland bis 6,4 % in Baden-Württemberg. Flächendeckende Präsenz heißt also nicht gleichmäßige Stärke — die Partei kann in einem Land die Regierung führen und im nächsten die kleinste Fraktion stellen.
Zwei Hinweise gehören zu jedem Ländervergleich dazu. Erstens wurden die Landtage zu verschiedenen Zeitpunkten gewählt, teils Jahre auseinander — die Reihe ist deshalb kein Stimmungsbild eines Stichtags. Zweitens unterscheiden sich die Landtagswahlrechte je Bundesland: Sperrklausel, Zuteilungsverfahren, Zahl der Stimmen und Parlamentsgröße sind nicht überall gleich. Wer wissen will, wie eine Partei in einem Land heute stünde, muss die Landesumfragen ansehen, nicht die Sitzverteilung.
Wer ein Land regiert, entscheidet der Landtag
Der Ministerpräsident wird vom jeweiligen Landtag gewählt, nicht direkt vom Volk. Auch dort braucht es dafür eine Mehrheit — meist eine Koalition.
Der Bundesrat hängt daran
Über die Landesregierungen wirken die Länder im Bundesrat an der Bundesgesetzgebung mit. Landtagswahlen verändern deshalb auch die Mehrheiten in Berlin.
Kommunal zählt eigenes
In der Auswertung kommunaler Spitzenämter entfallen auf die SPD 40 Oberbürgermeisterposten in den erfassten Großstädten und 59 Landratsämter. Mandate in Kreistagen und Gemeinderäten zählt diese Auswertung nicht.
Anteil an allen Sitzen des jeweiligen Landtags, absteigend. In Klammern der Platz nach Fraktionsstärke in diesem Landtag.
- Saarland (1.)56,9 %29/51
- Mecklenburg-Vorpommern (1.)43,0 %34/79
- Niedersachsen (1.)39,0 %57/146
- Brandenburg (1.)38,6 %34/88
- Hamburg (1.)37,2 %45/121
- Bremen (1.)32,2 %28/87
- Rheinland-Pfalz (2.)30,5 %32/105
- Nordrhein-Westfalen (2.)28,7 %56/195
- Berlin (2.)22,6 %36/159
- Schleswig-Holstein (3.)17,4 %12/69
- Hessen (3.)17,3 %23/133
- Sachsen-Anhalt (4.)9,3 %9/97
- Bayern (5.)8,4 %17/203
- Sachsen (4.)8,3 %10/120
- Thüringen (5.)6,8 %6/88
- Baden-Württemberg (4.)6,4 %10/157
Vertreten in 16 von 16 Landtagen, in 6 davon als stärkste Fraktion.
Grundlage: gezählte Mandate der jeweils laufenden Wahlperiode aus abgeordnetenwatch.de (Open Data, CC0). Die Landtage haben unterschiedliche Größen und wurden zu verschiedenen Zeitpunkten gewählt — deshalb ist der Sitzanteil angegeben und nicht die nackte Sitzzahl. Reine Auszählung, keine Wertung. Die Landtage wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten gewählt; die Reihe ist deshalb kein Stimmungsbild eines Stichtags. alle Landtage
Mitglieder: von fast einer Million zu einem Drittel davon
Im Jahr 1980 zählte die SPD 987.000 Mitglieder — der höchste Wert der erfassten Reihe und knapp unter einer Million. Zuletzt waren es 348.451, ein Rückgang um rund 65 %. Damit steht sie unter den hier erfassten Parteien auf Platz 2.
Dieser Rückgang ist kein Sonderfall dieser Partei. Alle mitgliederstarken Parteien in Deutschland verlieren seit Jahrzehnten Mitglieder, während die Bevölkerung gewachsen ist. Die Parteienforschung beschreibt das seit langem als allgemeine Entwicklung: Menschen binden sich seltener dauerhaft an Organisationen — das betrifft Parteien ebenso wie Gewerkschaften, Kirchen und Vereine.
Warum das mehr ist als eine Randnotiz: Mitglieder sind für eine Partei nicht nur Beitragszahler. Sie stellen die Kandidaten auf, besetzen die Ortsvereine, führen den Wahlkampf vor Ort und stellen einen großen Teil der Mandatsträger in Gemeinderäten und Kreistagen. Eine schrumpfende Mitgliedschaft heißt konkret: weniger Menschen, die sich für ein kommunales Mandat aufstellen lassen.
Wichtig bleibt die Unterscheidung: Mitgliederzahl und Wahlergebnis messen völlig verschiedene Dinge. Ein Mitglied zahlt Beiträge, entscheidet über Kandidaten und Programme mit und bindet sich langfristig. Ein Wähler trifft an einem einzigen Tag eine anonyme Entscheidung. Über 60 Millionen Menschen sind wahlberechtigt; Parteimitglied ist nur ein kleiner Bruchteil davon.
Mitglieder zum jeweiligen Jahresende. Die Reihe beginnt lange vor der Wiedervereinigung und erfasst deshalb auch die Jahre, in denen die Partei am größten war.
- 1970820.000
- 1980987.000
- 1990944.000
- 2000734.000
- 2010502.000
- 2020404.000
- 2024365.500
- 2025348.451
Höchststand der erfassten Reihe: 987.000 (1980). Zuletzt (2025): 348.451 — ein Rückgang um 65 %. Unter den 10 hier erfassten Parteien ist das Platz 2.
Grundlage: Mitgliederzahlen aus den Geschäftsberichten der Parteien, quergeprüft gegen die Zeitreihe zur Mitgliederentwicklung der deutschen Parteien. Mitgliederzahlen sind Selbstauskünfte der Parteien — sie sind nicht amtlich und untereinander nur eingeschränkt vergleichbar, weil die Parteien Austritte unterschiedlich schnell buchen. Partei-Profile
Die SPD und das Kanzleramt
Von den bisherigen Bundeskanzlern der Bundesrepublik stellte die SPD 4. Alle übrigen kamen aus der Union — ein dritter Fall ist in der Geschichte der Bundesrepublik bisher nicht vorgekommen.
Gewählt wird der Kanzler nach Artikel 63 Grundgesetz vom Bundestag, nicht direkt vom Volk. Nötig ist die Kanzlermehrheit — die Mehrheit aller Mitglieder des Bundestages, nicht nur der Anwesenden. Auf dem Stimmzettel steht deshalb kein Kanzlerkandidat, sondern eine Partei und ein Wahlkreisbewerber.
Seit Jahrzehnten erreicht keine Partei allein diese Mehrheit. Regierungen entstehen deshalb durch Koalitionen, die einen Koalitionsvertrag aushandeln. Für die SPD bedeutet das dasselbe wie für jede andere Partei: Auch ein starkes Wahlergebnis führt nur dann ins Kanzleramt, wenn sich dafür eine Mehrheit organisieren lässt — und umgekehrt kann eine Partei mitregieren, ohne den Kanzler zu stellen.
Wer nicht mitregiert, bildet die Opposition. Deren Rolle ist keine Nebenrolle: Sie kontrolliert die Regierung, kann Auskunft verlangen, Untersuchungsausschüsse beantragen und Gesetze einbringen. Ein Teil dieser Rechte steht ausdrücklich Minderheiten zu, damit die Mehrheit sie nicht abschalten kann — nachzulesen auf unserer Seite zu den parlamentarischen Instrumenten. Die Amtszeiten aller Kanzler stehen unter Bundeskanzler.
Partei, Fraktion, Regierung — drei verschiedene Dinge
Im Alltag werden drei Begriffe durcheinandergebracht, die Verschiedenes bezeichnen. Der Unterschied ist keine Wortklauberei — er entscheidet darüber, wer eigentlich wofür zuständig ist.
Die Partei ist der Verein außerhalb des Parlaments: Mitglieder, Vorstand, Parteitage, Programme. Sie beschließt, mit welchen Inhalten und welchen Personen sie zur Wahl antritt. Ihre Beschlüsse binden aber niemanden rechtlich, der ein Mandat hat.
Die Fraktion ist der Zusammenschluss der gewählten Abgeordneten im Parlament. Sie verhandelt Gesetze, verteilt Redezeiten und besetzt Ausschusssitze. Wichtig: Eine Fraktion ist kein Ableger der Partei, sondern ein Organ des Parlaments. Ihre Mitglieder sind nach Artikel 38 Grundgesetz nur ihrem Gewissen unterworfen — deshalb kann eine Fraktion anders entscheiden als ein Parteitag, und deshalb nimmt ein Abgeordneter beim Austritt seinen Sitz mit.
Die Regierung schließlich besteht aus Kanzler und Ministern und wird vom Parlament getragen, nicht von der Partei. Wer im Kabinett sitzt, wird zwischen den Koalitionspartnern ausgehandelt. Eine Partei kann deshalb gleichzeitig im Bund mitregieren, in einem Land Opposition sein und in einer Stadt den Bürgermeister stellen — drei Rollen, drei Ebenen, dieselbe Partei.
Partei
Mitglieder, Vorstand, Parteitag, Programm. Entscheidet über Kandidaten und Inhalte, hat aber keine Weisungsbefugnis gegenüber Abgeordneten.
Fraktion
Die gewählten Abgeordneten im Parlament. Organ des Parlaments, nicht der Partei. Von ihrer Größe hängen Redezeit, Ausschusssitze und Mittel ab.
Regierung
Kanzler und Minister. Wird vom Parlament gewählt und getragen; die Besetzung wird zwischen den Koalitionspartnern ausgehandelt.
Wie sich die Partei finanziert
Parteien in Deutschland finanzieren sich aus drei Quellen: Mitgliedsbeiträgen, Spenden und der staatlichen Teilfinanzierung. Die Regeln stehen im Parteiengesetz und gelten für alle gleich — Einzelheiten im Artikel zur Parteienfinanzierung.
Die staatlichen Mittel folgen dem Erfolg bei Wahlen und den selbst erwirtschafteten Einnahmen. Wer mehr Beiträge und Spenden einwirbt, bekommt mehr — allerdings höchstens so viel, wie er selbst erwirtschaftet hat, und insgesamt nur bis zu einer gesetzlichen Obergrenze für alle Parteien zusammen. Diese doppelte Deckelung soll verhindern, dass Parteien sich unabhängig von den Bürgern allein vom Staat tragen lassen.
Für das Berichtsjahr 2024 weist die amtliche Rechenschaftslegung für die SPD Gesamteinnahmen von 215.287.558 Euro aus. Bei einer mitgliederstarken Partei fällt dabei der Anteil der Mitgliedsbeiträge stärker ins Gewicht als bei einer kleinen — was den Rückgang der Mitgliederzahl auch finanziell spürbar macht.
Alle Parteien nebeneinander, samt der laufend veröffentlichten Großspenden über 35.000 Euro, stehen auf unserer Seite zu Parteispenden und Parteifinanzen.
Umfragen zur SPD richtig lesen
Für Umfragewerte gilt dasselbe wie für jede andere Partei — der Artikel zur Sonntagsfrage erklärt es ausführlich, hier das Wichtigste in Kürze.
Eine Umfrage ist keine Wahlprognose, sondern eine Momentaufnahme. Sie beruht auf rund 1.000 bis 2.000 Befragten und hat einen Fehlerbereich von etwa drei Prozentpunkten. Zwei Institute, die am selben Tag verschiedene Werte melden, widersprechen sich deshalb meistens nicht — sie messen dasselbe mit verschiedenen Werkzeugen.
Ein Punkt, der besonders bei Parteien im mittleren Bereich zählt: Eine Bewegung von ein oder zwei Prozentpunkten zwischen zwei Erhebungen ist Rauschen, kein Trend. Ein Trend wird erst sichtbar, wenn mehrere Institute über mehrere Wochen in dieselbe Richtung zeigen.
Aktuelle Werte aller Institute nebeneinander, jeweils mit Erhebungszeitraum und Auftraggeber, stehen auf unserer Umfrage-Übersicht zur Bundestagswahl. Wie genau die Institute in der Vergangenheit lagen, haben wir auf der Seite zu den Umfrageinstituten nachgerechnet.
Nie einer einzelnen Umfrage folgen
Erst der Durchschnitt mehrerer Institute über mehrere Wochen ergibt ein belastbares Bild.
Bund und Land nicht verwechseln
Eine bundesweite Sonntagsfrage sagt wenig über ein einzelnes Bundesland — gerade bei einer Partei, deren Landeswerte so weit auseinandergehen wie hier.
Erhebungsdatum beachten
Veröffentlicht wird oft Tage nach der Befragung. Liegt ein politisches Ereignis dazwischen, ist die Zahl bereits überholt, wenn sie erscheint.
Umfrage ist nicht Wahl
Am Wahltag entscheidet auch die Wahlbeteiligung — wer tatsächlich hingeht. Das kann keine Umfrage zuverlässig messen.
Häufige Fragen zur SPD
Fünf Fragen, die immer wieder gestellt werden — sachlich beantwortet.
Wofür steht die Abkürzung SPD?
Für Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Die Gründung geht auf das Jahr 1863 zurück.
Ist die SPD wirklich die älteste Partei?
Sie ist die älteste noch bestehende Partei Deutschlands. Ältere Parteien hat es gegeben, sie existieren aber nicht mehr. Zum Vergleich: Die nächstälteren heute im Bundestag vertretenen Parteien wurden erst nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet.
Wie viele Kanzler stellte die SPD?
4. Alle übrigen Bundeskanzler kamen aus der Union. Die Amtszeiten mit Eckdaten stehen unter Bundeskanzler.
Warum ist die Mitgliederzahl so stark gefallen?
Der Rückgang folgt einem allgemeinen Muster, das alle mitgliederstarken Parteien trifft. Über die Ursachen im Einzelfall führt PolitikCheck keinen eigenen Datensatz und stellt deshalb hier keine Erklärung auf.
Wo finde ich die Positionen der Partei zu einzelnen Themen?
Im PolitikCheck-Kompass. Er erfasst alle Parteien nach demselben Schema und belegt jede Position mit einer Fundstelle — das ist der Ort für inhaltliche Vergleiche, nicht dieser Artikel.