Zwei Wurzeln, ein Name
Der volle Name der Partei lautet Bündnis 90/Die Grünen, und der Schrägstrich ist kein Zierrat: Er hält zwei getrennte Entstehungsgeschichten zusammen.
Die Grünen gründeten sich 1980 in der damaligen Bundesrepublik. Sie entstanden nicht am Reißbrett, sondern aus Umweltinitiativen, Anti-Atomkraft-Protesten und Teilen der Friedensbewegung — also aus außerparlamentarischen Bewegungen, die sich entschlossen, es innerhalb des Parlaments zu versuchen.
Bündnis 90 entstand unabhängig davon in der DDR, aus Bürgerrechtsgruppen der Jahre 1989 und 1990. Beide Teile vereinigten sich Anfang der 1990er Jahre zur heutigen Partei. Deshalb steht in amtlichen Statistiken meist die Kurzform „Grüne", während der vollständige Name beide Herkünfte nennt.
Wie jede Partei besteht auch diese aus mehreren Ebenen: einem Bundesverband, Landesverbänden in allen Bundesländern und darunter Kreis- und Ortsverbänden. Diese Struktur folgt aus dem föderalen Aufbau der Bundesrepublik — weil Bund, Länder und Kommunen getrennt gewählt werden, braucht eine Partei auf jeder Ebene eigene Gliederungen, die dort Kandidaten aufstellen. Wer aktuell den Bundesvorstand bildet und wie die Landesverbände zu erreichen sind, steht auf unserer Profilseite. Personen wechseln; dieser Artikel beschreibt deshalb Strukturen und Zahlen, nicht die aktuelle Besetzung.
Diese Doppelherkunft ist auch der Grund für eine Besonderheit im nächsten Abschnitt: Bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl traten beide Teile noch getrennt an — mit Folgen, die man in der Ergebnisreihe bis heute sieht.
Die Grünen bei den Bundestagswahlen
Bei einer Bundestagswahl entscheidet für die Sitzverteilung die Zweitstimme. Die Grünen sind bisher 13-mal angetreten.
Beim ersten Antritt 1980 erreichte die Partei 1,5 % und blieb ohne Sitz — der einzige Fall in dieser Reihe, in dem das passierte. Das ist der praktische Kern der Fünf-Prozent-Hürde: Unterhalb davon zählt ein Ergebnis für die Sitzverteilung überhaupt nicht.
Das beste Ergebnis der Reihe ist 14,8 % (2021) mit 118 Sitzen. Bei der jüngsten Wahl 2025 waren es 11,6 % und 85 Sitze.
Dass aus Prozenten Sitze werden, ist ein eigener Rechenschritt. Jeder Wähler hat bei der Bundestagswahl zwei Stimmen: Die Erststimme wählt eine Person im Wahlkreis, die Zweitstimme eine Landesliste. Für die Stärke der Fraktionen zählt allein die Zweitstimme; aus ihr werden die Sitze über das Verfahren nach Sainte-Laguë gebildet. Ein einmal gewonnenes Mandat gehört dann der gewählten Person, nicht der Partei.
Anders als bei den beiden traditionell großen Parteien zeigt die Reihe keinen langfristigen Abstieg, sondern ein Auf und Ab in einem vergleichsweise schmalen Band — mit einem deutlichen Ausschlag nach oben in einer einzelnen Wahl. Ein Wert daraus lässt sich deshalb schlecht fortschreiben.
Zweitstimmenanteil bei jeder Bundestagswahl seit dem ersten Antritt — davor gab es die Partei nicht. Rechts die Sitze, die daraus wurden.
- 19801,5 %keine Sitze
- 19835,6 %28 Sitze
- 19878,3 %44 Sitze
- 19905,1 %8 Sitze
- 19947,3 %49 Sitze
- 19986,7 %47 Sitze
- 20028,6 %55 Sitze
- 20058,1 %51 Sitze
- 200910,7 %68 Sitze
- 20138,4 %63 Sitze
- 20178,9 %67 Sitze
- 202114,8 %118 Sitze
- 202511,6 %85 Sitze
Höchster Wert: 14,8 % (2021), niedrigster 1,5 % (1980). Zuletzt (2025): 11,6 %.
Grundlage: endgültige amtliche Zweitstimmen-Ergebnisse der Bundeswahlleiterin, wie sie auch den Wahlseiten zugrunde liegen. Gezeigt ist der Zweitstimmenanteil, nicht die Erststimme. Die Sitzzahl ist die tatsächliche Fraktionsstärke nach der Wahl, vor späteren Wechseln. Sonderfall 1990: Bei der ersten gesamtdeutschen Wahl galt die Fünf-Prozent-Hürde getrennt in zwei Wahlgebieten (alte und neue Länder). Deshalb entstanden aus einem bundesweiten Anteil von gut fünf Prozent nur acht Sitze — sie stammen sämtlich aus dem östlichen Wahlgebiet. Quelle: Bundeswahlleiterin, Bundestagswahl 1990. amtliche Ergebnisse
1990: Warum gut fünf Prozent nur acht Sitze ergaben
In der Grafik oben steht eine Zeile, die zunächst wie ein Fehler aussieht: Bei der Wahl 1990 liegt der Anteil über fünf Prozent, die Sitzzahl ist trotzdem einstellig — und damit weit niedriger als bei Wahlen mit ähnlichem Prozentwert. Das ist kein Datenfehler, sondern die Folge einer einmaligen Regelung.
1990 war die erste gesamtdeutsche Bundestagswahl, wenige Wochen nach der Wiedervereinigung. Für diese eine Wahl galt die Fünf-Prozent-Hürde nicht bundesweit, sondern getrennt in zwei Wahlgebieten: im Gebiet der alten Bundesrepublik und im Gebiet der neuen Länder. Eine Partei musste die Hürde also nur in einem der beiden Gebiete nehmen.
Für die Grünen hatte das eine unmittelbare Folge: Die westdeutschen Grünen verfehlten die Hürde in ihrem Wahlgebiet, das ostdeutsche Bündnis 90/Grüne nahm sie in seinem. Deshalb zog die Partei zwar in den Bundestag ein, aber nur mit den Sitzen aus dem östlichen Gebiet. Der bundesweite Prozentwert in der Grafik addiert beide Gebiete und passt deshalb nicht zur Sitzzahl.
Die getrennte Hürde ging auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zurück: Eine bundesweite Klausel hätte die gerade erst zugelassenen ostdeutschen Parteien unangemessen benachteiligt und damit gegen die im Grundgesetz verankerte Gleichheit der Wahl verstoßen. Die Regelung galt ausschließlich für diese eine Wahl; seither gilt die Hürde wieder bundesweit. Wer die Reihe liest, sollte diese Zeile also als Sonderfall behandeln und nicht als Vergleichsmaßstab.
Die Grünen in den Landtagen
Deutschland ist ein Bundesstaat: Jedes Land hat ein eigenes Parlament, ein eigenes Wahlrecht und einen eigenen Wahltermin. Eine Partei kann deshalb im Bund einen Wert haben und in den Ländern sechzehn ganz verschiedene.
Die Grünen sitzen in 13 von 16 Landtagen. Der höchste Sitzanteil liegt bei 35,7 % in Baden-Württemberg — dort sind sie in 1 Fall die stärkste Fraktion. Nicht vertreten sind sie derzeit in Brandenburg, Saarland und Thüringen.
Auch hier gilt der Hinweis, der zu jedem Ländervergleich gehört: Die Landtage wurden zu verschiedenen Zeitpunkten gewählt, teils Jahre auseinander. Die Reihe ist deshalb kein Stimmungsbild eines Stichtags. Wer wissen will, wie die Partei in einem Land heute stünde, muss die Landesumfragen ansehen.
Und die Landtagswahlrechte unterscheiden sich je Bundesland: Sperrklausel, Zuteilungsverfahren, Zahl der Stimmen und Parlamentsgröße sind nicht überall gleich. Genau deshalb steht in der Grafik der Sitzanteil und nicht die nackte Sitzzahl — 30 Sitze bedeuten in einem kleinen Landtag etwas anderes als in einem großen.
Wer ein Land regiert, entscheidet der Landtag
Der Ministerpräsident wird vom jeweiligen Landtag gewählt, nicht direkt vom Volk. Auch dort braucht es dafür eine Mehrheit — meist eine Koalition.
Der Bundesrat hängt daran
Über die Landesregierungen wirken die Länder im Bundesrat an der Bundesgesetzgebung mit. Landtagswahlen verändern deshalb auch die Mehrheiten in Berlin.
Kommunal zählt eigenes
In der Auswertung kommunaler Spitzenämter entfallen auf die Grünen 6 Oberbürgermeisterposten in den erfassten Großstädten und 2 Landratsämter. Mandate in Kreistagen und Gemeinderäten zählt diese Auswertung nicht.
Anteil an allen Sitzen des jeweiligen Landtags, absteigend. In Klammern der Platz nach Fraktionsstärke in diesem Landtag.
- Baden-Württemberg (1.)35,7 %56/157
- Berlin (3.)20,8 %33/159
- Hamburg (3.)20,7 %25/121
- Schleswig-Holstein (2.)20,3 %14/69
- Nordrhein-Westfalen (3.)20,0 %39/195
- Hessen (4.)16,5 %22/133
- Niedersachsen (3.)16,4 %24/146
- Bayern (4.)15,8 %32/203
- Bremen (3.)11,5 %10/87
- Rheinland-Pfalz (4.)9,5 %10/105
- Mecklenburg-Vorpommern (5.)6,3 %5/79
- Sachsen-Anhalt (6.)6,2 %6/97
- Sachsen (5.)5,8 %7/120
Vertreten in 13 von 16 Landtagen, in 1 davon als stärkste Fraktion. Nicht vertreten in Brandenburg, Saarland, Thüringen.
Grundlage: gezählte Mandate der jeweils laufenden Wahlperiode aus abgeordnetenwatch.de (Open Data, CC0). Die Landtage haben unterschiedliche Größen und wurden zu verschiedenen Zeitpunkten gewählt — deshalb ist der Sitzanteil angegeben und nicht die nackte Sitzzahl. Reine Auszählung, keine Wertung. Die Landtage wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten gewählt; die Reihe ist deshalb kein Stimmungsbild eines Stichtags. alle Landtage
Mitglieder: die Ausnahme vom allgemeinen Rückgang
Bei fast allen mitgliederstarken Parteien in Deutschland geht die Mitgliederzahl seit Jahrzehnten zurück. Die Grünen sind hier die auffällige Ausnahme: von 41.000 (1990) auf 183.761 (2025) — ein Zuwachs um rund 348 %.
Damit stehen sie unter den hier erfassten Parteien auf Platz 3 der Mitgliederzahlen. Zum Vergleich: Die beiden traditionell großen Parteien haben im selben Zeitraum jeweils die Hälfte ihrer Mitglieder oder mehr verloren.
Ein Grund für die Aufmerksamkeit, die solche Zahlen verdienen: Mitglieder sind für eine Partei nicht nur Beitragszahler. Sie stellen die Kandidaten auf — sowohl für den Wahlkreis als auch für die Landesliste —, besetzen die Kreisverbände und tragen den Wahlkampf vor Ort. Wer Mitglieder gewinnt, gewinnt Menschen, die sich für kommunale Mandate aufstellen lassen, und das wirkt sich erst über Jahre aus.
Trotzdem bleibt die Grundregel bestehen: Mitgliederzahl und Wahlergebnis messen völlig verschiedene Dinge. Eine Partei kann Mitglieder gewinnen und bei Wahlen verlieren, und umgekehrt. Über 60 Millionen Menschen sind in Deutschland wahlberechtigt; Parteimitglied ist nur ein kleiner Bruchteil davon.
Partei, Fraktion, Regierung — drei verschiedene Dinge
Drei Begriffe werden im Alltag durcheinandergebracht, obwohl sie Verschiedenes bezeichnen. Bei einer Partei, die in einigen Ländern mitregiert und in anderen nicht, fällt das besonders auf.
Die Partei ist der Verein außerhalb des Parlaments: Mitglieder, Vorstand, Parteitage, Programme. Sie beschließt, mit welchen Inhalten und welchen Personen sie zur Wahl antritt — kann den gewählten Abgeordneten aber nichts vorschreiben.
Die Fraktion ist der Zusammenschluss der gewählten Abgeordneten im Parlament. Sie ist ein Organ des Parlaments, nicht ein Ableger der Partei. Ihre Mitglieder sind nur ihrem Gewissen unterworfen; deshalb kann eine Fraktion anders entscheiden als ein Parteitag.
Die Regierung besteht aus Ministerpräsident beziehungsweise Kanzler und den Ministern und wird vom jeweiligen Parlament getragen. Wer im Kabinett sitzt, wird zwischen den Koalitionspartnern ausgehandelt. Eine Partei kann deshalb in einem Land regieren und im nächsten Opposition sein — dieselbe Partei, verschiedene Rollen.
Wie alt Parteimitglieder sind — alle Parteien im Vergleich
Eine Größe, die selten auftaucht und viel über eine Partei sagt, ist das Durchschnittsalter ihrer Mitglieder. Die Grafik zeigt es für alle erfassten Parteien nebeneinander — aus derselben Untersuchung und zum selben Stichtag, denn nur dann sind solche Werte überhaupt vergleichbar.
Die Grünen liegen bei 49 Jahren, und 15,3 % ihrer Mitglieder sind höchstens 30 Jahre alt. Die Spanne insgesamt reicht von 45 Jahren (Linke) bis 62 Jahren (SPD).
Ein Missverständnis sollte man dabei ausräumen: Das Durchschnittsalter der Mitglieder sagt nichts über das Alter der Wähler. Mitglieder sind eine sehr kleine und sehr besondere Gruppe — wer eintritt, zahlt Beiträge und bindet sich langfristig, und das tun ältere Menschen in fast allen Parteien häufiger als jüngere.
Für zwei Parteien liegt der Anteil der unter 30-Jährigen nicht vor. Die Grafik weist diese Lücke ausdrücklich als Lücke aus, statt sie als Null zu zeichnen — eine fehlende Angabe ist etwas anderes als der Wert null.
Durchschnittsalter der Parteimitglieder, jüngste Partei zuerst. Rechts, wo verfügbar, der Anteil der Mitglieder bis 30 Jahre. Alle Werte zum selben Stichtag und aus derselben Untersuchung — deshalb untereinander vergleichbar.
- Linke4531,9 % unter 30
- Grüne4915,3 % unter 30
- FDP5021,2 % unter 30
- AfD54kein Wert
- BSW54kein Wert
- CDU615,5 % unter 30
- CSU614,3 % unter 30
- SPD627,9 % unter 30
Zwischen der jüngsten Mitgliedschaft (Linke, 45 Jahre) und der ältesten (SPD, 62 Jahre) liegen 17 Jahre. Das Durchschnittsalter sagt nichts darüber, wie alt die Wähler einer Partei sind — Mitglieder sind eine sehr kleine, eigene Gruppe.
Grundlage: Untersuchung zu den Parteimitgliedern in Deutschland (FU Berlin), Stichtag 2024, Datenbasis sind die von den Parteigeschäftsstellen autorisierten Mitgliederkarteien — keine Umfragen. Für AfD und BSW liegt kein Unter-30-Anteil vor; die Lücke ist als solche ausgewiesen und nicht als Null gezeichnet. Partei-Profile
Wie sich die Partei finanziert
Parteien in Deutschland finanzieren sich aus drei Quellen: Mitgliedsbeiträgen, Spenden und der staatlichen Teilfinanzierung. Die Regeln stehen im Parteiengesetz und gelten für alle gleich — Einzelheiten im Artikel zur Parteienfinanzierung.
Die staatlichen Mittel folgen dem Erfolg bei Wahlen und den selbst erwirtschafteten Einnahmen. Wer mehr Beiträge und Spenden einwirbt, bekommt mehr — allerdings höchstens so viel, wie er selbst erwirtschaftet hat, und insgesamt nur bis zu einer gesetzlichen Obergrenze für alle Parteien zusammen.
Für das Berichtsjahr 2024 weist die amtliche Rechenschaftslegung für die Grünen Gesamteinnahmen von 121.399.838 Euro aus. Diese Berichte sind für alle Parteien verpflichtend und werden als Bundestagsdrucksache veröffentlicht — sie sind damit die belastbarste Quelle zu Parteifinanzen, die es gibt.
Wie andere Parteien verfügen auch die Grünen über eine parteinahe Stiftung. Solche Stiftungen sind rechtlich von den Parteien getrennt, erhalten aber erhebliche öffentliche Mittel für politische Bildung. Alle Parteien nebeneinander stehen auf unserer Seite zu Parteispenden und Parteifinanzen.
Umfragen zu den Grünen richtig lesen
Für Umfragewerte gilt dasselbe wie für jede andere Partei — der Artikel zur Sonntagsfrage erklärt es ausführlich, hier das Wichtigste in Kürze.
Eine Umfrage ist keine Wahlprognose, sondern eine Momentaufnahme. Sie beruht auf rund 1.000 bis 2.000 Befragten und hat einen Fehlerbereich von etwa drei Prozentpunkten. Zwei Institute, die am selben Tag verschiedene Werte melden, widersprechen sich deshalb meistens nicht.
Für eine Partei in der Größenordnung der Grünen ist ein Punkt besonders wichtig: Der Fehlerbereich trifft kleinere Parteien relativ härter. Ein Unterschied zwischen 9 und 12 Prozent klingt nach einer Verschiebung, liegt aber noch im Bereich normaler Ungenauigkeit. Ein Trend wird erst sichtbar, wenn mehrere Institute über mehrere Wochen in dieselbe Richtung zeigen.
Aktuelle Werte aller Institute nebeneinander, jeweils mit Erhebungszeitraum und Auftraggeber, stehen auf unserer Umfrage-Übersicht zur Bundestagswahl. Wie genau die Institute in der Vergangenheit lagen, haben wir auf der Seite zu den Umfrageinstituten nachgerechnet.
Nie einer einzelnen Umfrage folgen
Erst der Durchschnitt mehrerer Institute über mehrere Wochen ergibt ein belastbares Bild.
Kleine Werte sind unsicherer
Je kleiner der Wert, desto stärker wirkt sich der Fehlerbereich relativ aus. In der Nähe der Fünf-Prozent-Hürde ist er am folgenreichsten.
Bund und Land nicht verwechseln
Eine bundesweite Sonntagsfrage sagt wenig über ein einzelnes Bundesland — bei dieser Partei gehen die Landeswerte besonders weit auseinander.
Umfrage ist nicht Wahl
Am Wahltag entscheidet auch die Wahlbeteiligung — wer tatsächlich hingeht. Das kann keine Umfrage zuverlässig messen.
Häufige Fragen zu den Grünen
Fünf Fragen, die immer wieder gestellt werden — sachlich beantwortet.
Heißt die Partei „Die Grünen" oder „Bündnis 90/Die Grünen"?
Offiziell Bündnis 90/Die Grünen. Der Name hält beide Entstehungsgeschichten fest: die westdeutschen Grünen und die ostdeutschen Bürgerrechtsgruppen von Bündnis 90. In Statistiken steht meist die Kurzform „Grüne".
Wann zogen die Grünen erstmals in den Bundestag ein?
Nicht beim ersten Antritt: 1980 reichten 1,5 % nicht. Der Einzug gelang bei der darauffolgenden Wahl — die Ergebnisreihe in der Grafik oben zeigt beide Jahre.
Warum stehen 1990 nur acht Sitze in der Tabelle?
Weil bei der ersten gesamtdeutschen Wahl die Fünf-Prozent-Hürde getrennt in zwei Wahlgebieten galt. Der eigene Abschnitt weiter oben erklärt den Fall im Einzelnen.
Warum wächst die Mitgliederzahl, wenn alle anderen verlieren?
Dass sie wächst, zeigen die Zahlen. Über die Ursachen führt PolitikCheck keinen eigenen Datensatz und stellt deshalb hier keine Erklärung auf — Parteienforschung dazu gibt es, eine eigene Deutung wäre nicht belegt.
Wo finde ich die Positionen der Partei zu einzelnen Themen?
Im PolitikCheck-Kompass. Er erfasst alle Parteien nach demselben Schema und belegt jede Position mit einer Fundstelle — das ist der Ort für inhaltliche Vergleiche, nicht dieser Artikel.